Ev.-luth. Kirchengemeinde Lehmke-Wieren
Pfarramt
Pastor Christian Schefe
Parkstraße 1, OT Lehmke
29559 Wrestedt
Tel.: 05825-8319103
Fax: 05825-8319104
Pfarramtssekretärin
Birgit Weissert
Wieren, Raiffeisenstraße 26, 29559 Wrestedt
Tel.: 05825-494 (mo, di + do, 9 - 11 Uhr)
Fax: 05825-831552
Kirchen
St. Dionys, Lehmke
Kirche Emern
Johannes der Täufer, Ostedt
Orte:
Emern, Gavendorf, Kahlstorf, Klein Pretzier, Groß Pretzier, Könau, Kroetze, Kroetzmühle, Lehmke, Ostedt
Gottesdienste
sonntags, abwechselnd in den drei Kirchen, 9 Uhr oder 10.30 Uhr
(abwechselnd mit der Kirchengemeinde Wieren -
bitte informieren Sie sich im Gemeindebrief und in der AZ)
Kinderkirche (nicht in den Ferien)
im Gemeindehaus Lehmke: jeden 3. Freitag im Monat, 17 Uhr
im Alten Kalthaus Ostedt: jeden 1. Freitag im Monat, 17 Uhr
Gemeindekreise
Pfadfinder
montags, 16.30 Uhr, Gemeindehaus Lehmke
Kirchenchor
montags, 20 Uhr, Gemeindehaus Lehmke
Popchor „Just for fun“
donnerstags, 20 Uhr, Gemeindehaus Lehmke
Posaunenchor
mittwochs, 20 Uhr, Gemeindehaus Lehmke
Gemeindenachmittag
jeden 1. Montag im Monat, 15 Uhr, Gemeindehaus Lehmke
Frauenkreis
jeden 2. Mittwoch im Monat, 15 Uhr, Gemeindehaus Lehmke
Gesprächskreis „Glaubenssachen“
jeden 2. Mittwoch im Monat, 20 Uhr, Gemeindehaus Wieren
Basarkreis
jeden 3. Mittwoch im Monat, 15 Uhr, Gemeindehaus Lehmke
Die Geschichte Lehmkes und seiner St.-Dionys-Kirche
In dieser Gegend hat es schon vor Christi Geburt Siedlungen gegeben. Urkundlich erwähnt wird Lehmke jedoch erst im Jahre 1227; man schreibt Lembeke, Lenbeke, Leimbeke.
Nur aus der Tatsache, dass im Jahre 1378 in dem zum Kirchspiel gehörenden Ostedt eine Kapelle eingeweiht wird, lässt sich schließen, dass es in Lehmke selber sei mindestens 1350 schon eine Feldsteinkirche gegeben hat. Sie stand bis Ende des 19. Jahrhunderts und war dem Heiligen Dionysius geweiht - dem ersten Bischof von Athen (nach Apg. 17,34), begraben bei Paris in St. Denis.
Wegen Einsturzgefahr wurde die Kirche 1896 abgerissen und an ihrer Stelle eine neue Kirche errichtet: Backsteinbau in neugotischem Stil und einem 46 m hohen Turm. Am 18. Dezember 1897 wurde sie geweiht.
Das Schmuckstück der alten wie der neuen Kirche ist der spätgotische Flügelaltar (um 1450) des Lüneburger Holzschnitzers Cord Snitger. Die obere Schreinreihe stellt die Apostel dar. Zwischen ihnen in der Mitte sind Christus und Maria dargestellt. Die untere Reihe zeigt die fünf klugen (links) und die fünf törichten (rechts) Jungfrauen, in ihrer Mitte Christus, von zwei Engeln umgeben.
Die leuchtenden Glasfenster wurden um 1925 gestiftet. Die Orgel, der Taufstein und die Kanzel stammen aus der Zeit des Neubaus.
Die Geschichte Emerns und seiner Kirche
Etwa um 200-300 n.Chr. wurde die Siedlung Everinge von den Langobarden gegründet Die erste schriftliche Erwähnung Emerns stammt aus dem Jahr 1032. Zur Regierungszeit Karls des Großen (768-814) wurde das Sachsenland christianisiert, 785 wurde Herzog Widukind getauft.
Missionszellen der westfränkischen Sachsen-Mission waren in Suderburg (St. Remigius, Bischof von Reims), in Nettelkamp (St. Martin von Tours) und in Lehmke (St. Dionysius, St. Denis bei Paris). Ob dann auch gleich noch im 8. Jahrhundert die umliegenden Dörfer christianisiert wurden, ist nicht sicher. (In Emern war noch 1359 das westslawische Recht des Dedenick im Gebrauch.) Wie in Ostedt (1378) wurden im 14. Jahrhundert die ersten Feldsteinkirchen gebaut, so auch in Emern. (In Lehmke und Ostedt hat es vorher wahrscheinlich schon hölzerne Kirchen / Kapellen gegeben.)
Um 1540 war das Uelzer Land bereits evangelisch. Aus der alten Kapelle, die 1893 abgerissen wurde, sind noch die Abendmahls-kelche, eine Patene und eine Taufschale erhalten.
Schon am 22. Oktober 1893 wird die neue Kirche in Emern eingeweiht.
Weihnachten 1898 bekam die Gemeinde zwei neue Glocken und eine Turmuhr.
1917 mussten die Zinnpfeifen der Orgel zu Kriegszwecken abgeliefert werden - noch wurden die Glocken verschont. Doch 1942 musste die große Glocke zum Einschmelzen abgeliefert werden. 1952 wurden neuen Kirchenfenster installiert; 1965 eine neue große Glocke gestiftet und 1969 der Turm renoviert. Der Friedhof rund um die Kirche wurde 1993 geschlossen, ein neuer Friedhof bestand bereits seit 1952 am Krähenberg in Emern.
Die Geschichte Ostedts und seiner Johannes-der-Täufer-Kirche
Das Dorf Ostedt wird 1032 erstmals schriftlich erwähnt, doch die Siedlung hat es schon viel früher gegeben. Funde aus der Zeit vor Christi Geburt (Eisenschlacke und große Findlinge) belegen die frühe Besiedlung dieses Gebiets. Und lange schon gibt es auch Christen im Gebiet des alten Lehmker Kirchspiels (Ende 8. Jahrhundert).
Im Jahre 1377 wurde in Ostedt eine Feldsteinkapelle erbaut und am 4. Febr. 1378 durch Erich von Winsen, Weihbischof von Verden, zur Ehre Johannes des Täufers geweiht. Das Kirchweihfest wird seitdem jedes Jahr am 29. August (dem Tag der Enthauptung Johannes des Täufers) - seit nunmehr 620 Jahren - gefeiert, von etwa 1800 an als Erntedankfest.
Ende des 11 Jahrhunderts wurde den Ostedtern die Kapelle zu klein und sie wurde 1908 abgerissen (leider!). Dabei fand man im Altar uralte Dokumente und Reliquien des Heiligen Gereon eingemauert.
Am 10. Oktober 1909 wurde die neugotische Kirche geweiht. - Zur Einweihung schenkte die deutsche Kaiserin und Königin von Preußen der Kirche eine kostbare Altarbibel.
Die vom Pastor und Gemeindegliedern gestiftete große Glocke musste am 3. August 1942 für Kriegszwecke abgeliefert werden.
1959 wurde eine neue Glocke im Turm der Ostedter Kirche installiert. Zusammen mit einer kleinere Glocke von 1920 ruft sie heute zum Gottesdienst.
Am Himmelfahrtstag ist in jedem Jahr ein Festgottesdienst auf dem Sportplatz von Ostedt. Und jedes Jahr - egal ob am Sonn- oder Alltag - wird am Tag Johannes des Täufers, also am 29. August, in Ostedt das Erntedankfest gefeiert.



