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Startseite Aktuell Himmlisches Vergnügen trifft irdische Wirklichkeit

Himmlisches Vergnügen trifft irdische Wirklichkeit

Fotoausstellung von Albert Schütze im Gemeindehaus Suhlendorf

Eine fotografische Panoramareise durch dörfliche Kirchenräume ist derzeit im Gemeindehaus Suhlendorf zu sehen. Gezeigt werden 360°-Panoramen von Dorfkirchen der südöstlichen Lüneburger Heide und darüber hinaus. Sie sind das Ergebnis der Arbeiten des Diplom- und Fotopädagogen Albert Schütze. Besucher können die Ausstellung dienstags zwischen 8 und 11 Uhr, zu den Gottesdiensten und nach Vereinbarung mit der Kirchengemeinde ansehen. (Tel. 05820/247 oder 05820/1548).

Die Idee und Umsetzung zu diesem besonderen fotografischen Projekt erläutert der Fotograf im Gespräch:

Herr Schütze, was hat Ihr fotografisches Interesse an den Kirchräumen geweckt?

Jeder Reisende kennt diese Situation: Wir machen gerade eine Pause in einem uns unbekannten Ort. Genau das macht uns neugierig. Moderne Gebäude, breite Alleen und Straßen. Oder alte Häuser und schmale Pflasterstraßen, mehr oder weniger herausgeputzt. Und dann sind da noch die Kirchen. Groß, mächtig und beeindruckend: die Kathedralen der Metropolen. Da sind aber auch die Dorfkirchen: Klein, fast unscheinbar. Manchmal die Häuser ringsum kaum überragend, manchmal aber auch schon von Weitem zu sehen.

Gerade die Unscheinbarkeit ist es, die diese Kirchen herausheben und mit der sie sich nicht vor den großen Gotteshäusern verstecken müssen. Denn es kommt nur auf die Art und Weise des sich darauf Einlassens an.

Was also macht Dorfkirchen so interessant?

Sicher nicht große, weite und manchmal von berühmten Künstlern gestaltete Räume. Auch nicht typisch touristische Highlights, von Reiseführern beworben. Es ist vielmehr ihre Überschaubarkeit und oft anzutreffende Schlichtheit. Denn kleine Gotteshäuser laden ein zur Besinnung und innerer Einkehr. Räume, die mangels ständiger Besucherströme die notwendige Stille geben. Raum, Altar, Gestühl und Orgel schaffen dazu die nötige Atmosphäre. Abblätternde und verblichene Farben an den Wänden, von Gebrauchspuren gekennzeichnetes Gestühl, Trittspuren oder unregelmäßige Böden tun ihr Übriges dazu. Darüber hinaus auch kunstvoll oder einfach gefasste Decken und Gewölbe, gelegentliche Restaurierungen und Neugestaltungen.

Da gibt es ja unendlich viel zu beobachten! Wie lässt sich diese Fülle mit der Kamera umsetzen?

Den ganzen Raum einer Kirche oder Kapelle fotografisch auf einem einzigen Bild zu erfassen, eine wunderbare, wenngleich auch schwierige Aufgabe für den Fotografen. Denn Rundumansichten lassen sich mit üblicher Vorgehensweise nicht erstellen. Die Lösung des Problems liegt in einem besonderen Verfahren: Anfertigung von Mehrschichtpanoramen.

360°-Panoramen, also Kreis- und Kugelpanoramen, ändern Sichtweise und Raumgefühl. Der Raum wird weiter und offener. Die Perspektiven verschieben sich und das Interieur gewinnt eine völlig andere Gewichtung.

Und was erlebt der Betrachter Ihrer Bilder?

Unser gewohntes Sehen wird aufgehoben, der Bildeindruck von überraschend bis befremdlich. Auf alle Fälle gewöhnungsbedürftig und vielleicht auch mühselig. Manchmal erinnert uns das Bild sogar an ein Suchspiel zur Orientierung. Auf diese ungewohnte Bildlichkeit müssen sich Fotograf und Betrachter einlassen, will man das Leben solcher Bilder genießen und sich in ihnen orientieren. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Aber gerade deshalb sind sie einen Versuch wert. (Pastorin Stefanie Arnheim)

 

Jahreslosung 2019

Suche Frieden und jage ihm nach!
Psalm 34,15

Tageslosung

Dienstag, 26. März 2019
Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Übertretungen, gedenke aber meiner nach deiner Barmherzigkeit, HERR, um deiner Güte willen!
Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht - aus Gnade seid ihr gerettet.


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