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Kirche stark wahrnehmbar in der Öffentlichkeit

Visitation im Kirchenkreis Uelzen

Uelzen. Ende Oktober konnte Uelzens Propst Jörg Hagen den Regionalbischof des Sprengels Lüneburg, Dieter Rathing, für zwei Wochen als Visitator im Kirchenkreis Uelzen begrüßen.

„Visitation“ nennt man in der evangelisch-lutherischen Kirche den regelmäßigen Besuch durch die nächsthöhere Kirchenleitungsperson, die dadurch ihre kirchenrechtlich verankerte Aufsichtsfunktion ausübt.

Im Rahmen dieses Besuches hat sich der Regionalbischof bei zahlreichen Terminen einen Überblick über die Entwicklung, den gegenwärtigen Stand und die zukünftige Gestaltung des kirchlichen Lebens in den Gemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises verschafft.

Neben Gesprächen mit den kirchenleitenden Gremien und Einrichtungen (Kirchenkreisvor-stand, -synode und Kirchenkreisamt) kam Dieter Rathing u. a. auch mit verschiedenen kirchlichen Verbänden (Kita- und Friedhofsverband), Vertreterinnen und Vertretern der Diakonie, der Ev. Familien-Bildungsstätte, der Evangelischen Jugend, der Mitarbeitervertretung sowie Kirchenmusikerinnen und -musikern zusammen.

Wichtig waren für ihn ebenso Begegnungen mit Kulturschaffenden sowie mit Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt und Landrat Heiko Blume, die seinen Eindruck der in letzter Zeit enger gewordenen Zusammenarbeit von Kirche, Stadt und Landkreis nur bestätigen konnten.

Coronabedingt durften nicht alle ursprünglich geplanten Treffen stattfinden – wie z. B. auch ein intensiver Austausch mit Ehrenamtlichen.

Beim Pressegespräch in der letzten Visitationswoche hob der Regionalbischof hervor, dass der Kirchenkreis Uelzen – übrigens der flächenmäßig größte in seinem Sprengel Lüneburg – mit 27 Kirchengemeinden und insgesamt 32 Gemeinde- und Funktionspfarrstellen eine vergleichsweise gute Entwicklung nehme. Die Kirche wirke hier „stark wahrnehmbar in die Öffentlichkeit“, und das nicht erst seit Corona. Mit dem „Lebensraum Diakonie e. V.“ gebe es hier einen deutlichen diakonischen Schwerpunkt, der bis auf die Gemeindeebenen ausstrahle. Das Bewusstsein und die Einsicht in die Notwendigkeit regionaler Zusammenarbeit der Gemeinden seien im Vergleich zur Visitation vor sechs Jahren spürbar gewachsen. Mit starken Einrichtungen wie dem Kindertagesstättenverband, dem Kirchenkreisjugenddienst und der Ev. Familien-Bildungsstätte habe der Kirchenkreis einen Schatz und die Riesen-Chance, der negativen Entwicklung der Mitgliederzahlen entgegenzuwirken – zwar nicht im Blick auf die demografische Entwicklung, wohl aber in Bezug auf die kirchliche Bindung von Kindern, Jugendlichen und Familien.

Propst Jörg Hagen ergänzte, dass der Kirchenkreis Uelzen mit seinen Gemeinden während der andauernden Corona-Pandemie eine große Flexibilität an den Tag gelegt habe. Die erkennbare „Tendenz ins Digitale“ äußere sich in vielfältigen Formen und Formaten wie Audio- und Videoandachten und -gottesdiensten, Gremiensitzungen via Chat und Telefon- bzw. Video-Konferenz. Das könne jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass kirchliches – wie das gesamte gesellschaftliche Leben auch und gerade die direkte Begegnung der Menschen brauche.

Neben dem Kirchenkreis Uelzen visitierte Regionalbischof Dieter Rathing auch die Kirchengemeinde St. Marien Uelzen (Propsteigemeinde), wo am Sonntag, 8. November, im Gottesdienst mit Propst und Regionalbischof die Visitation ihren Abschluss fand.


 

 

Tageslosung

Montag, 23. November 2020
Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen.
Jesus sah die große Menge; und sie jammerten ihn, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.


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