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Rundbrief Juni 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

mit dem Sommer - der meteorologisch gesehen heute beginnt - steigen nicht nur die Temperaturen. Mit sinkenden Infektionszahlen wächst auch die Hoffnung auf eine allmähliche Normalisierung des gesellschaftlichen und damit auch des kirchlichen Lebens.

In diesem Rundbrief fehlt zum wiederholten Mal die Rubrik „Veranstaltungen“ mit Hinweisen auf übergemeindlich interessante Termine. Aber das wird sich hoffentlich ab Juli ändern, denn laut der jüngst aktualisierten niedersächsischen Corona-Verordnung sollen bei entsprechend niedrigen Werten wieder „mehr Freiheiten, mehr Aktivitäten und mehr Miteinander“ möglich sein, z. B. auch Konzerte und sogar das Singen im Gottesdienst.

So steht es auch gut um die Chancen für die beliebten „Sommerkonzerte“ in den Monaten Juli und August in der Uelzener St.-Marien-Kirche und für viele andere Veranstaltungen in unserem Kirchenkreis. Die Planungen dazu laufen. Lassen wir uns überraschen ...

Im Juni finden Veranstaltungen häufig weiterhin noch digital statt, neben der Synode des Kirchenkreises Uelzen z. B. auch die mehrtägige Sitzung der Landessynode. Darüber hinaus finden Sie in dieser Rundbrief-Ausgabe wieder einige aktuelle Themen, Berichte über Personen und Aktionen sowie Medien-Tipps.

Ihre Rundbrief-Redaktion

Rückblick auf den Weltgebetstag
Hohes Spendenergebnis trotz Pandemie

„Die vielen kreativen Feiern vor Ort und im Netz sowie dieses tolle Spenden-Ergebnis lassen uns im Glauben und in der Hoffnung wachsen: Frauensolidarität weltweit ist für ganz viele Menschen ein wichtiges Anliegen.“ – So lautet das euphorische Fazit von Irene Tokarski, Geschäftsführerin und theologische Referentin des Weltgebetstags der Frauen – Deutsches Komitee e. V. 

Sie freut sich mit allen Initiatorinnen über mittlerweile über 2 Mio. Euro an Kollekten und Spenden, die beim Deutschen Weltgebetstagskomitee seit März eingegangen sind. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 lag die Gesamtsumme bei über 2,7 Mio. Euro.

Mit einem Video-Clip sagt das Team des gesamten Deutschen Weltgebetstagskomitees allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Dankeschön.


Eine würdige Bestattung für alle
Vor einem Jahr wurde die Uelzener Tobias-Gemeinschaft gegründet

Die Tobias-Gemeinschaft, eine ökumenisches Initiative der christlichen Kirchen in Uelzen, hat vor einem Jahr damit begonnen, vierteljährlich Trauerfeiern für Menschen auszurichten, die ohne eigene Mittel und ohne Angehörige verstorben sind. Denn die würdige Bestattung der Toten – so heißt es in einen Info-Faltblatt der Initiative – gehört zu den sieben Werken der Barmherzigkeit und ist Ausdruck der christlichen Nächstenliebe.

Immer am letzten Freitag der Monate März, Juni und September sowie am Freitag vor Weihnachten wird um 15 Uhr auf dem Uelzener Friedhof ein Trauergottesdienst für diese Verstorbenen gefeiert, in dem ihre Namen genannt und für sie gebetet wird, bevor sie auf einem Urnenfeld vor der Kapelle unter dem Geleit von Mitgliedern der Tobias-Gemeinschaft beigesetzt werden.

Der Ev.-luth. Kirchenkreis Uelzen, der „Lebensraum Diakonie“ e. V., der Hospizdienst Uelzen, die Heiligen-Geist-Stiftung und der Ev.-luth. Friedhofsverband Uelzen werden bei dieser Initiative von verschiedenen Partnern unterstützt. Darüber hinaus steht die Tobias-Gemeinschaft aber auch allen Menschen offen, die sich in christlicher Verantwortung sozial engagieren möchten.

Das kann durch Gespräche mit anderen Menschen geschehen, durch die Teilnahme an den Trauerfeiern, durch den formellen Beitritt zum Freundeskreis der Tobias-Gemeinschaft oder durch die finanzielle Unterstützung der Initiative (Kirchenkreisamt Uelzen, IBAN: DE65 2585 0110 0000 0088 88, Stichwort: Tobias-Gemeinschaft).


St. Petri Uelzen
Renovierung des Kircheninnenraumes

Während der Frühsommer-Wochen soll der Innenraum der Uelzener St.-Petri-Kirche in der Osterstraße verschönert werden. Das Altarbild wird aufgefrischt und die Wände sollen gestrichen werden, die Fenster werden kippbar gemacht und Seilwinden für den Adventskranz elektrifiziert.

Schon vor zwei Jahren hatte sich die Kirchengemeinde dieses 35.000-Euro-Projekt vorgenommen und inzwischen zwei Spendenaktionen für diesen Zweck durchgeführt.

Anfang Juli soll – wenn alles wie geplant läuft – schon wieder Gottesdienst in dem frisch renovierten Raum gefeiert werden. Bis dahin werden die Gottesdienste ins benachbarte Gemeindehaus verlegt.

Am Erntedanktag, dem 3. Oktober 2021, wird dann – so hofft der Kirchenvorstand – endlich das bereits für 2020 geplante Kirchweih-Jubiläum nachgeholt. Motto: „60 + 1 Jahr St. Petri“


„Auf dem Weg zu einer Kirche des gerechten Friedens“
Landeskirche will „Friedensorte“ weiter fördern

Bis 2024 setzt die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers die Förderung der so genannten „Friedensorte“ mit einer Gesamtsumme von einer Million Euro fort. Die Förderung ist ein weiterer Schritt im Rahmen der Initiative „auf dem Weg zu einer Kirche des gerechten Friedens“. Einen entsprechenden Beschluss zur grundsätzlichen Fortsetzung der Förderung hatte die Landessynode im November 2020 getroffen. Jeder Friedensort erhält eine individuelle finanzielle Förderung. Geplant ist die Unterstützung der Friedensorte in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising in Planung.

Der Ausschuss für die Vergabe der Fördermittel hatte im Frühjahr die acht Friedensorte der Landeskirche Hannovers besucht, um sich ein eigenes Bild von der Arbeit vor Ort machen zu können und hat allen bisherigen Standorten die Weiterfinanzierung zugesagt. „Ich freue mich sehr, dass wir die Möglichkeit haben, alle acht Orte zukünftig weiter unterstützen zu können. Die Friedensorte sind und bleiben integraler Bestandteil der Friedensarbeit der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers“, sagte Dr. Karin Köhler, Vorsitzende des Vergabeausschusses und Mitglied der Landessynode.

Lisa Gellert, Friedensbeauftragte im Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, sagte zu den Empfehlungen des Vergabeausschusses: „Ich bin wirklich beeindruckt von dem Engagement und der Leidenschaft der einzelnen Friedensorte und der jeweiligen Stelleninhaberinnen und Stelleninhabern. Durch ihre Fachexpertise wird die Arbeit vor Ort lebendig und erfahrbar gemacht! Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.“

Als „Friedensorte“ ausgewiesen sind diejenigen Orte und Konzepte, die den Kriterien entsprechen, die für den ursprünglichen Fonds „Friedenswege“ erarbeitet worden sind.

In der Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld, dem ehemaligen Kriegsgefangenenlager in Sandbostel und dem Anne-Frank-Haus in Oldau stehen Formate zu den Themenfeldern Gedenken, Erinnern und Versöhnung u. a. mit Bezug auf Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen in Niedersachsen im Zentrum.

An der Woltersburger Mühle (Foto) gibt es Angebote, um die theologischen und spirituellen Grundlagen von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung zu vertiefen.

Am Antikriegshaus in Sievershausen wurde eine besondere Expertise zum Thema Rechtpopulismus und in der Friedenspädagogik entwickelt.

Bewahrung der Schöpfung steht im Mittelpunkt des Konzepts im Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt – Lernen eine Welt zu sein.

Die Friedensarbeit am Evangelisch-lutherischen Missionswerk in Hermannsburg umfasst neben der Gestaltung eines Friedenswegs den Fokus auf internationale Begegnungen.

Im Friedensort Osnabrück wird der Ansatz eines Zusammenwirkens mit den verschiedenen Akteur*innen der Friedensstadt verfolgt.

  • Weitere Informationen: https://www.friedensorte.de/
  • Ansprechpartnerin: Lisa Gellert, Beauftragte für Friedensarbeit im Haus kirchlicher Dienste der Landeskirche Hannovers, Telefon: 0511-1241-560, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

„Compassion is calling“
Eine Initiative der Woltersburger Mühle: „mit.leiden ruft dich“

Bekannte Theologinnen und Theologen aus In- und Ausland melden sich zu Wort für Gerechtigkeit, Frieden, Nachhaltigkeit und Integration: Ab dem 9. Juli erscheint wöchentlich (immer ab Freitagmittag) auf „www.compassion-is-calling.de“ ein biblisch-politischer Impuls.

Compassion is calling verbindet mit.leiden & Leidenschaft, Bibel & Zeitung – und will dem biblischen Ruf zur Umkehr hin zu einer solidarischen Gemeinschaft und einer bewohnbaren Erde eine Stimme geben. – Viele Menschen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden und den USA werden in den ersten Monaten zu hören und zu sehen sein: Prof. Dr. Klara Butting, Geertje Froken-Bolle, Prof. Dr. Alexander Deeg, Brigitte Gläser, Ute Gniewoß, Prof. Dr. Hans-Martin Gutmann, Prof. Dr. Claudia Janssen, Prof. Dr. Brigitte Kahl, Prof. Dr. Rainer Kessler, Nina Kleinsorge, Lutz Krügener, Gerard Minnaard, Britta Möhring, Claudia Ostarek, Prof. Dr. Rinse Reeling Brouwer, Christian Reiser, Kerstin Schiffner, Ruth-Elisabeth Schlemmer, Kerstin Söderblom, Dr. Katrin Stückrath, Prof. Dr. Luzia Sutter Rehmann, Roland Werneck, Dr. Eske Wollrad

Compassion ist com.passie, ist mit.leiden. – Es tut weh, wenn Menschen benachteiligt werden. Es tut weh, wenn Tiere schlecht behandelt werden. Es tut weh, wenn Bäume nur noch Material sind. – Der Schmerz ruft … laut und leise.

„The scream of the butterfly“ (Das Schreien des Schmetterlings)
Sein Schmerzensschrei klingt in dem Lied „When the music’s over“ von „The Doors“ in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Sie singen:

What have they done to the earth,
what have they done to our fair sister?
Ravaged and plundered and ripped her and bit her.

Was haben sie der Erde angetan,
was haben sie unserer schönen Schwester angetan?
Zerstört und geplündert, aufgerissen und gebissen.

Mehr als ein halbes Jahrhundert später klingt dieser Schmerzensschrei in den Worten Greta Thunbergs, die den Vertretern und Vertreterinnen der Nationen zuruft: „How dare you (Was fällt euch ein?!) ... Menschen leiden, Menschen sterben, ganze Ökosysteme kollabieren. Wir sind am Anfang eines Massen-Aussterbens, und alles, worüber Sie reden können, sind Geld und Märchen vom ewigen wirtschaftlichen Wachstum. How dare you?!“ (UN-Klimagipfel in New York 2019)

Compassion is calling, Mit-leiden ruft Dich. – Gegen Billigflüge, Inlandflüge. Gigantische Kreuzfahrtschiffe, Massentierhaltung, tägliche Börsennachrichten im öffentlichen Fernsehen. – Compassion is calling, Mit-leiden ruft Dich. – Für Gemeinschaft, Solidarität und Nachhaltigkeit. (Gerard Minnaard)

  • Internet: www.compassion-is-calling.de
  • Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Landessynode tagt digital
Delegierte beraten vom 2. bis zum 4. Juni

Die 26. Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers kommt von Mittwoch, 2. Juni 2021, bis Freitag, 4. Juni 2021, zu ihrer IV. Tagung zusammen. Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie trifft sich die Landessynode erneut vollständig digital. Die Tagung ist über die Internetseite und den YouTube-Kanal der Landeskirche ohne Anmeldung live zu sehen. 

Die Andacht zur Eröffnung der Tagung am 2. Juni um 13:30 Uhr gestaltet der neue Regionalbischof des Sprengels Osnabrück, Friedrich Selter. Im Anschluss wird ab ca. 14:30 Uhr der Vorsitzende des Landessynodalausschusses Jörn Surborg vor der Landessynode berichten.

Themen der Tagung sind u. a. Überlegungen zu digitalen Formen von Kirche (Mittwoch ab 17 Uhr), die aktuellen Diskussionen um die Novellierung des niedersächsischen KiTa-Gesetzes, der Bericht der Gleichstellungsbeauftragten der Landeskirche und der gegenwärtige Stand des landeskirchlichen Engagements bei der Aufarbeitung und Prävention von Fällen sexualisierter Gewalt  (Donnerstagvormittag).

Am Freitagvormittag debattiert die Landessynode über weitere Schritte eines Zukunftsprozesses für die Landeskirche. Seinen Bericht vor der Landessynode hält Landesbischof Ralf Meister am Donnerstag, 3. Juni, ab 11:45 Uhr.

Aufbruch an die Elbe
Silke Jäschke verlässt den Kirchenkreis Uelzen zum 1. Juli

Nach 15 Jahren als Fachbereichsleitung des Seniorenbüros der Ev. Familien-Bildungsstätte Uelzen und nach 5 Jahren als Koordinatorin der Sorgenden Gemeinschaften verlässt Silke Jäschke den Ev. luth. Kirchenkreis Uelzen. „Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Aber ich gehe besonders mit sehr viel Dankbarkeit und breche auf nach Hamburg“.

Neben den genannten Aufgaben unterhielt Silke Jäschke außerdem eine Demenzberatungsstelle, war Mitglied und Mitinitiatorin des Uelzer Netzwerks Demenz, des Sozialpsychiatrischen Verbundes (Schwerpunkt: Ausschuss Gerontopsychiatrie) und war in weiteren Netzwerken aktiv.

Durch die Qualifizierungsmaßnahmen war sie mit allen ambulanten, teilstationären und stationären Senioreneinrichtung gut vernetzt. „Doch dieser 21. Qualifizierungskurs zum/zur Seniorenbegleiter*in ist mein letzter Kurs hier“, erklärte Silke Jäschke.

Schon länger gab es den Traum vom Norden. Aus privaten Gründen, aber auch aus dem Wunsch heraus, nochmal „back to the roots“ in den medizinischen Bereich zurückzukehren, zieht Frau Jäschke zum 1. Juli nach Hamburg und beginnt dort eine Tätigkeit in einer großen Praxis für Neurologie und Psychiatrie.

„Ich freue mich auf den Aufbruch und den frischen Wind des Neuanfangs und der Elbe. Ich freue mich darauf, in die Nähe meines Partners und zur Familie zu ziehen. Aber ich werde nie ganz weg sein“, schreibt Silke Jäsche zum Abschied. „Viele Menschen, Freunde, Kooperationspartner bleiben in meinem Herzen. Und der Weg nach Uelzen ist kurz … ,Wish it, dream it, do it‘ stand einmal auf einer Karte, die mir geschenkt wurde. Ich höre auf diese Worte und breche auf.“

  • Einen ausführlichen Beitrag zum Abschied von Silke Jäsche können Sie HIER lesen.

Digitale Rundgänge durch die Dreikönigskirche Bad Bevensen

Die Dreikönigskirche inmitten von Bad Bevensen schaut auf eine lange Geschichte zurück und bildet zugleich einen wichtigen Ort des heutigen kirchlichen Lebens in der Kurstadt.

Über die Homepage der Gesamtkirchengemeinde Bevensen-Medingen können zwei digitale Rundgänge durch das Gotteshaus unternommen werden, direkt vor Ort – mittels vorhandener QR-Codes, die mit dem Spartphone eingescannt werden – oder jederzeit von einem Computer oder Tablet mit Internetzugang.

  • Panorama-Tour
    ein von Cordula Marienberg (Fotostudio CodoMa) erstellter 360°-Rundgang (Link)
  • Virtuelle Kirchenführung
    ein multimedialer, geführter Rundgang, produziert von Pastor Johannes Luck (Link)

EKD-Aktion „Schick uns dein Lied“
Die TOP 5 für das neue Evangelische Gesangbuch

Der Revisionsprozess für ein neues Evangelisches Gesang (EG) ist gestartet. Es soll im Jahr 2030 erscheinen.

EKD-Themenseite: Das neue Evangelische Gesangbuch

Welche Lieder im nächsten Gesangbuch landen, können Interessierte mitbestimmen: Unter dem Titel „Schick uns Dein Lied“ sammelt die EKD noch bis Ende Juli Vorschläge. Wählbar sind auch Lieder, die noch in keinem Liederbuch stehen. In diesem Fall können die Noten mit Angaben zu Verfasser*in und Rechten an den Liederausschuss der Gesangbuchkommission geschickt werden ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).

„Let's get green“ – Baum für Baum
Interview mit Caterina Bittendorf von der Ev. Jugend der Landeskirche Hannovers

Einen Baum pro Kirchengemeinde zu pflanzen, insgesamt also über 1.200 Stück, das ist das Ziel des Projekts „Baum für Baum“ der Evangelischen Jugend der Landeskirche Hannovers. Damit wollen die Jugendlichen einen aktiven Beitrag zum Klima­schutz leisten und zur Nachahmung anstiften. Caterina Bittendorf (19) ist eine der Initiatorinnen und erklärt im Interview, warum auch nur ein Baum pro Kirchengemeinde etwas bewirken kann.

Frau Bittendorf, Ihr Projekt will mindestens einen Baum pro Kirchengemeinde pflanzen, insgesamt also 1.248 in Niedersachsen. Die müssen ja erstmal anwachsen und groß werden - inwiefern kann das die Welt verändern?

Bittendorf: Ein Baum allein kann schon viel bewirken, in dem er Tag für Tag Kohlenstoff aus der Luft aufnimmt und wieder in Sauerstoff umwandelt - pro Jahr ungefähr 12 kg CO2. Allein die Bäume, die wir in 1.248 Gemeinden pflanzen wollen, können pro Jahr also rechnerisch fast 15.000 kg CO2 binden – eine erhebliche Menge.

Zudem setzt solch ein Baum ein Zeichen, dass die Klimakrise eben nicht egal, sondern ein dringendes Problem ist, das aktiven Handelns bedarf. Die Pflanzaktion schafft Aufmerksamkeit und regt dazu an, sich auch abseits der Bäume mit dieser Thematik auseinanderzusetzen, denn das Pflanzen allein wird unsere Erde leider nicht retten können, wenn die Menschheit ihre Treibhausgas-Emissionen nicht radikal senkt.

Sie sind Mitglied bei ,Plant-for-the-Planet', einer Organisation, die bis 2050 1.000 Milliarden Bäume pflanzen will. Eintausend Milliarden - das ist viel. Wie geht das?

Bittendorf: Seitdem ich 11 Jahre alt war, bin ich Botschafterin für Klimagerechtigkeit bei der internationalen Kinder- und Jugendorganisation Plant-for-the-Planet. Den Platz für 1.000 Milliarden Bäume haben wir auf der Erde, nun müssen die Bäume „nur“ noch in die Erde…

Plant-for-the-Planet selbst pflanzt zum Beispiel an der Elfenbeinküste oder in Mexiko. Wir haben auch eine App entwickelt, um Pflanzprojekte weltweit sichtbar zu machen. Zudem ist es mittels der App möglich, weltweit per Klick Bäume zu pflanzen, schon ab wenigen Cent pro Baum. Momentan steht der weltweite Baumzähler bei fast 14 Milliarden. Es muss also noch viel geschehen und daran wird an vielen Orten Tag für Tag gearbeitet. Das Ziel ist realistisch und machbar, wenn der Wille da ist und auch die Mächtigen mitziehen und Baum für Baum die Schöpfung bewahren und unsere Zukunft retten.

Die Pflanzzeit bei uns hat Ende April geendet, erst im Herbst kann es mit den Bäumen weitergehen. Was machen die Projektmitglieder in der Zwischenzeit?

Bittendorf: Es gibt trotzdem viel zu tun und für den Herbst schon zu planen: Wer pflanzt wo welchen Baum, woher kommt er, gibt es Sponsoren? Wir wollen weitere Gemeinden für das Projekt begeistern und zudem könnte eine Vernetzung mit anderen Landeskirchen stattfinden. Und abgesehen von den Planungen kann die „Sommerpause“ auch für weitere Aktionen genutzt werden, um den Klimaschutz fest innerhalb der Gemeinden zu verankern, denn durch einen Baum allein wird keine Gemeinde klimafreundlich.

  • Das gesamte Interview finden Sie hier.
  • Internetseite der Aktion „Baum für Baum“

Herausgeber
Ev.-luth. Kirchenkreis Uelzen, Pastorenstr. 4, 29525 Uelzen, Tel.: (0581) 5116

Redaktion
Hanns-Martin Fischer ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )


Der nächste Rundbrief erscheint Anfang Juli 2021. – Wenn Sie Termine oder Infos beisteuern möchten, melden Sie sich per E-Mail bitte bis zum 21.06.2021.


Nachrichten an die Redaktion

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Tageslosung

Donnerstag, 21. Oktober 2021
Rut sprach: Bedränge mich nicht, dass ich dich verlassen und von dir umkehren sollte. Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.
Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.



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