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Ev.-luth. Kirchengemeinde Römstedt

Pfarramt
Pastor Ulf Cyriacks
Tel.: (05828) 249

Kirchenbüro
Bianca Jorgus
Kirchstraße 5, Römstedt
Tel./Fax: (05821) 7418
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Öffnungszeit: Donnerstag: 9 – 11.30 Uhr

Erreichbarkeit am Montag und Dienstag im Kirchenbüro in Himbergen (siehe Kirchengemeinde Himbergen)


Gottesdienste

i. d. R. alle 14 Tage sonntags, 11 Uhr, Matthäus-Kirche
(im Wechsel mit Himbergen)

Genaue Termine finden Sie im aktuellen Gemeindebrief oder online im Gottesdienstplan.


 Geschichtliches der Matthäuskirche Römstedt

Bereits Ende des 13. Jahrhunderts ( 1283 ) gibt es erste Notizen über Domenicus Conradus Vircarius zu Remstedte. Diese, sowie eine Relique des Bischofs Conrad aus dem Jahre 1290, lassen darauf schließen, dass es bereits eine Kirche in Römstedt  ohne eigenständige Pfarrstelle gegeben haben muss.

Das heutige Kirchengebäude dürfte bereits das zweite Gebäude  an dieser Stelle sein, vermutlich hat das erste Gebäude große Ähnlichkeiten mit der noch vorhandenen Burgkapelle in Gollern gehabt. Von diesem Bau ist ausser dieser Vermutung aber nichts Gesichertes überliefert. Die andere Theorie könnte sein, dass der Teil der Kirche, welcher das Gewölbe aufweist, zuerst gebaut wurde und der Teil der Kirche, der nur eine flache Decke hat, aus späterer Zeit stammt. Diese Vermutung liese sich belegen durch einen baugeschichtlichen Vergleich mit der Ellerndorfer Kapelle welche um 1360 erbaut wurde. Typisches Merkmal dafür sind die Menschenköpfe die das Gewölbe "tragen".

Erst im Jahr 1545 findet, lang nach der Reformation, der erste evangelische Gottesdienst in Römstedt statt. Ab da gibt es auch die Kirchenregister. Aus denen ist zu entnehmen, dass sich über Jahre Generationen von Pastoren und Kirchenvorstehern mit  An und Umbauten beschäftig haben. Denn trotz mehfacher Baufälligkeit hat sich das Gebäude bis heute fast im Orginal gehalten, immer durch den Mut der jeweiligen Generation sich auch mal gegen die Obrigkeit durchzusetzen.

Aus dem von Pastor Knopf geführten Lagerbuch geht hervor, dass im Jahre 1769  die Kirche ein neues Dach bekommen haben muss und ein neuer Fachwerkturm gebaut wurde. In Ermangelung genügender Sitzplätze wurden im Jahre 1850 erst auf der Westseite eine Empore eingebaut, und im Jahre 1866/67 folgte eine weiter Empore auf der Nordseite.

Bereits im Jahre 1868 gibt der Konsitorialbaumeister Hase ein vernichtendes Urteil über die Schönheit und den Bauzustand dieser Kirche ab. Er empfiehlt maximal sogenannte "Schönheitsreparaturen" vorzunehmen, da es dem Gebäude seiner Meinung nach an kirchlicher Würde fehle. Nicht nur das, er empfiehlt auch noch die Überlegung eines Neubaus statt einer großzügigen Reparatur. Der damalige Kirchenvorstand hat sich Gott sei Dank durchgesetzt und hat die umfangreichen Reparatuen der Aussenfassade vorgenommen.

1876 erhielt die Kirche endlich auch eine Orgel. Diese Orgel der Firma Furtwängler war ursprünglich als Interimsorgel für das Kloster Lamspringe gebaut worden. Der damalige Pastor Lyra  aus Bevensen - vielen eher als der Dichter des Liedes "Der Mai ist gekommen" bekannt - bescheinigte der Orgel einen guten bis schönen Klang. Diese Orgel ist noch heute, nach einer größeren Renovierung im Jahre 2008, im Dienst und erklingt zu Ehren Gottes und der Erbauung der Gemeinde.

1911 musste wiederum ein neuer Turm erbaut werden, da der aus dem Jahre 1769 stammende Fachwerkturm baufällig war. Man enschied sich ihn ein paar Meter weiter nach Westen raus zu ziehen und durch diese Verlängerung des Kirchenbaus weiter Sitzplätze zu schaffen. Man nutze den Turmneubau gleichzeitig dazu ein mechanisches Uhrwerk mit einzubauen. Dieses Uhrwerk der Firma Weule aus Bockenem ist nach 100 Jahren noch immer in Betrieb und wird zweimal wöchentlich von Hand aufgezogen.

1966/68 wurde wegen erneuter Baufälligkeit zum wiederholten Male größere Baumaßnahmen fällig. Man nutze diese Gelegenheit gleichzeitig dazu eine Heizung einzubauen. Durch  die Entfernung des Hochaltars und der seitlichen Emporen passte man das Innere der Kirche wieder dem gotischen Baustil des Gebäudes an.

Zu den Glocken gibt es nur wenig zu erzählen. Immer wieder mussten die ersten Glocken erneuert werden. Eine der beiden heute in Gebrauch befindlichen, ist aus dem Jahre 1707. Die zweite ist wesentlich jünger und erschallt seit 1975. Diese Jüngere löste damals die Kriegsersatzglocke, welche noch heute im Garten der Kirche zu sehen ist, ab. Der Einbau der elektrische Läuteanlage ist aus dem Jahre 1957 vermerkt. Seit dem kann das Geläut aus dem Turm an und abgeschaltet werden. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten die Glocken mit einem Strick geläutet werden. Diese Aufgabe fiel häufig jungen Männern aus der Kirchengemeinde zu.

 

Jahreslosung 2017

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.
Hesekiel 36,26

Tageslosung

Sonntag, 20. August 2017
10. Sonntag nach Trinitatis (Israelsonntag)
Die den HERRN lieb haben sollen sein, wie die Sonne aufgeht in ihrer Pracht!
Ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts.

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