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Ev.-luth. Kirchengemeinde Nettelkamp

Pastor Christoph Siedersleben - Vakanzvertretung
 
Tel: 0581 211 577 35
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St.-Martin-Kirche Nettelkamp   St.-Laurentius-Kirche Stederdorf

 


Gottesdienste

Die Gottesdienste finden um 10.00 Uhr abwechselt in Stederdorf und Nettelkamp statt.

An besonderen Feiertagen finden die Gottesdienste,  z.B. Erntedank,
um 9.30 Uhr in Stederdorf und um 11.00 Uhr in Nettelkamp statt.

Genaue Termine entnehmen Sie bitte dem Gemeindebrief.


Geschichte der St.-Martin-Kirche in Nettelkamp

Ihren Namen hat die Kirche von Sankt Martin, der in Tours, einer Stadt in Frankreich, Bischof war und von 316 bis 397 lebte. Er war sehr freigiebig und half den Armen und Kranken seiner Zeit. Jedes Jahr im November machen Kinder Laternenumzüge und singen das Lied von St. Martin.

Das älteste bekannte Schriftstück mit der Erwähnung des Namens Nettelkamp stammt aus dem Jahr 1006. Eine genaue Datierung der Entstehung der Kirchengemeinde Nettelkamp ist schwer möglich, da im Jahr 1782 ein Brand fast das gesamte Archiv unserer Kirchengemeinde vernichtete.

Aus anderen Quellen weiß man, dass es 1282 einen Priester Jordanus gegeben hat. In Nettelkamp fanden sehr früh Bezirkszusammenkünfte der Priester statt. Nettelkamp gehörte damals zum Bistum Verden.

Die Besitzer des Gutes Wrestedt sind seit altersher die Patronatsherren der St.-Martin-Kirchengemeinde Nettelkamp. Das Patronat besteht noch heute und es hat Adolf Graf Grote aus Wrestedt inne.

1241 wird ein Haruid von Wrestedt urkundlich erwähnt. Diese Familie starb 1490 aus. Nachfolger auf dem adligen Gut in Wrestedt war die Familie von Bodendick, aus Bad Bodenteich, die 1666 erlosch. 1672 wurden die Freiherren Grote von Herzog Wilhelm von Celle mit Wrestedt belehnt. Vermutlich geht die Entstehung der Kirche ins 11. oder 12. Jahrhundert zurück.

Die ursprünglich im romanischen Stil erbaute Kirche ist während der Hildesheimer Stiftsfehde von 1519 vom Bischof von Minden niedergebrannt worden. Nach einer Bauzeit von zwei Jahren wurde die Kirche 1521 neu errichtet.

Nach der Einführung der Reformation im Jahre 1529 durch Herzog Ernst kam 1534 der erste lutherische Pastor nach Nettelkamp: Bernd Callain.

Im schlichten, einfach weiß gehaltenen Kirchenschiff mit dunkelroter Decke haben rund 320 Besucher Platz. Der Taufstein ist im vorderen Teil der Kirche aus Sandstein und stammt vermutlich aus der Zeit um 1370. Auf der Empore ist die Orgel zu sehen, die von der Firma Hammer aus Hannover gebaut und 1967 eingeweiht wurde. Die erste Orgel stammte aus dem Jahr 1867. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keine Orgel in der Kirche. Der Kirchturm ist von 1882.


Geschichte der St.-Laurentius-Kirche in Stederdorf

Den Namen hat die Kirche in Stederdorf nach Laurentius, einem Diakon der römischen Kirche und Schatzmeister des Papstes Sixtus II.

Im Jahr 257 wurde der Papst festgenommen und hingerichtet. Vorher befahl er Laurentius, die Schätze der Kirche unter den Armen zu verteilen, was dieser auch tat.
Laurentius wurde festgenommen und zum Scheiterhaufen verurteilt.

Die Legende erzählt, dass er auf dem Rost langsam verbrannt wurde und dort noch gescherzt haben soll.

St. Laurentius ist eine der ältesten Kirchen der weiteren Umgebung. Sie ist ein einschiffiger romanischer Feldsteinbau mit eingezogenem Chorrechteck und halbrunder Apsis. Im Laufe der Jahrhunderte ist viel an der Kirche verändert worden. In den letzten Jahren ist sie außen frisch restauriert. Vermutlich sind die Erbauer der Kirche die Herren von Bollensen gewesen, die einst im nahen Varenbek eine Burg besaßen.

Der im romanischen Stil erbaute Chorraum ist die ursprüngliche alte Kirche und etwa 950 bis 1000 Jahre alt. Darauf weist vor allem die Tür an der Südseite hin, die in die Sakristei führt. Diese Tür ist das einzig Ursprüngliche in der Kirche. In hellem Weiß die Wände, dunkelgrün die Decke und tiefbraun die Balken - so stellt sich heute die Kirche dar.

Das als Triumphkreuz an der Decke befestigte Kruzifix ist rund 500 Jahre alt. Der Taufstein ist aus Sandstein gearbeitet. Die Inschrift stammt von 1364. Obwohl diese Inschrift eine genaue Datierung gibt, ist zu vermuten, dass der Taufstein wohl 200 bis 300 Jahre älter ist als die Inschrift, die erst später angebracht wurde. Gut 220 Menschen können in der Kirche Gottesdienst feiern. 1364 wird Hermann von Abbensen, 1410 Herwig Schepenstedt als Priester erwähnt. Der erste lutherische Pastor nach der Reformation ist 1534 Petrus Heyse.

Der Turm ist 1894 erbaut worden. Beim Abbruch des früheren Holzturmes wurde an einem Balken die Jahreszahl 1663 entdeckt.

Der Altar wurde 1651 von Meister Christoph Hempel aus Nettelkamp errichtet und 1665 durch den Malermeister Johannes Oelpken aus Uelzen bemalt. Er zeigt Bilder aus der Heilsgeschichte des Alten und des Neuen Testaments.

Die Kanzel wurde 1650 – ebenfalls von Christoph Hempel – angefertigt.

Die erste Orgel stiftete 1894 der damalige Ernst Borchers. Die jetzige Orgel wurde 1972 von der Firma Hammer in Hannover gebaut.

 

Jahreslosung 2017

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.
Hesekiel 36,26

Tageslosung

Samstag, 24. Juni 2017
Johannistag
Gott, schweige doch nicht! Gott, bleib nicht so still und ruhig! Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, erheben das Haupt.
Zacharias sprach: Der Gott Israels hat mit einem Eid versprochen, uns aus der Macht der Feinde zu befreien, damit wir keine Furcht mehr haben müssen und unser Leben lang ihm dienen können.


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