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Rundbrief März 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

dieser Rundbrief erreicht Sie mitten in der Passionszeit, der traditionellen siebenwöchigen Fastenzeit vor dem Osterfest: 7 Wochen Zeit, um in sich zu gehen, zu fragen, was wirklich wichtig ist – und worauf man vielleicht verzichten kann. 7 Wochen Zeit, um sein Leben bewusster wahrzunehmen, durchzuatmen, ja – neu zu werden.

Die vor rund 30 Jahren entstandene evangelische Fastenaktion „7 Wochen Ohne“ lädt genau dazu ein, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bewusster zu erleben und zu gestalten. Dabei geht es nicht vordringlich darum, auf Süßigkeiten, Alkohol, Nikotin u. a. zu verzichten, sondern um das so genannte „Fasten im Kopf“: sieben Wochen lang die Routine des Alltags hinterfragen, eine neue Perspektive einnehmen, entdecken, worauf es im Leben ankommt.

In der diesjährigen Passionszeit gedenken wir in besonderer Weise der Menschen, die der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen und gestorben sind. Über die von Bundespräsident Steinmeier aus diesem Anlass ins Leben gerufene Aktion #lichtfenster können Sie in diesem Rundbrief lesen. Auch Landesbischof Ralf Meister möchte ein „Lichtzeichen“ setzen, indem er vielen Kirchengemeinden der Landeskirche Hannovers jeweils 100 Osterkerzen überreicht – als Hoffnungszeichen dafür, dass Gottes Licht alle Dunkelheit durchdringt.

Bleiben Sie zuversichtlich!
Ihre Rundbrief-Redaktion

25.000 Osterkerzen als Hoffnungszeichen
Landesbischof Ralf Meister besucht 100 Gemeinden und Einrichtungen

In den Wochen bis Ostern verschenkt Landesbischof Ralf Meister 25.000 Osterkerzen an rund 250 Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen in der Landeskirche Hannovers. In 100 Kirchengemeinden will der Landesbischof die Kerzen bei Kurzbesuchen in den nächsten Wochen unter Einhaltung der geltenden Hygienekonzepte persönlich übergeben. Die Kerzen sind für Aktionen rund um das Osterfest oder die Feier der Osternacht gedacht.

         

    

Ende Februar war Ralf Meister u. a. auch in gleich fünf Gemeinden des Kirchenkreises Uelzen zu Gast. Am Freitag, 26.02., ging es nach dem ersten Stopp in St. Johannis am Stern direkt weiter zur Uelzener Hauptkirche St. Marien und danach zur Klosterkirche St. Johannes der Täufer nach Oldenstadt. Am Samstag, 27.02., besuchte der Landesbischof schließlich die Kirchengemeinden St. Remigius Suderburg und St. Nicolai Holdenstedt.

„Die Osterkerzen, die ich mitbringe, sind kleine Zeichen der Hoffnung“, sagte der Landesbischof. „Gott lässt uns in dieser Zeit nicht allein. Sein Licht durchdringt alle Dunkelheit und es lässt es hell werden. Das war und ist eine zentrale Botschaft der Passions- und Osterzeit. In unserer aktuellen Situation spüren wir ganz konkret, wie sehr wir diesen Trost und diese Zuversicht brauchen."

Innerhalb von wenigen Tagen hatten sich auf die Anfrage des Landesbischofs 250 Kirchengemeinden aus allen Regionen der Landeskirche gemeldet. Auf 18 Tagestouren wird Ralf Meister jetzt bis Ende März gut 100 Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen besuchen. An manchen Orten ist eine schlichte Übergabe der Kerzen vorgesehen, an anderen Stationen wird er auch an kurzen Gottesdiensten, Andachten oder anderen Aktionen teilnehmen. Alle Kirchengemeinden, die er nicht besuchen kann, erhalten die Pakete mit jeweils 100 Kerzen per Post.

„Die Besuche in Kirchengemeinden, der Austausch mit Gemeindemitgliedern und den Verantwortlichen in den Gemeinden und das gemeinsame Feiern von Gottesdiensten und Andachten sind für mich mit die wichtigsten und schönsten Aufgaben als Landesbischof. Das war in den letzten zwölf Monaten leider kaum möglich. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass jetzt wenigstens diese kurzen Aufenthalte in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen möglich sind, auch wenn es nur mit Maske und auf Abstand ist. Und ich freue mich sehr, dass mich so viele herzliche Einladungen erreicht haben.“


Diakonie Katastrophenhilfe
Betroffene in Syrien unterstützen

Auf der ganzen Welt nehmen Menschen die Passionszeit zum Anlass, zur Ruhe zu kommen. In den rund sieben Wochen vor Ostern denken Christinnen und Christen an den Leidensweg Jesu und seinen gewaltsamen Tod. Für viele ein Beweggrund auch an die Menschen zu denken, die heute Not leiden.

Die Diakonie Katastrophenhilfe richtet den Blick zurzeit besonders auf die Lebensbedingungen der Menschen in Syrien. Seit zehn Jahren herrscht dort Krieg und ein Ende ist nicht in Sicht. Über elf Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen – die Hälfte davon Kinder. Die Corona-Krise hat neben den unmittelbaren gesundheitlichen Auswirkungen auch die wirtschaftliche Situation nochmal verschärft.

Die evangelische Hilfsorganisation ist seit vielen Jahren in Syrien und den Nachbarländern aktiv und hilft gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen, das Leid dort zu lindern.

Hier finden Sie Material für Gemeindearbeit (Projektinformation, Fürbitten, Kollektenaufruf, Faltblatt etc.). Bitte unterstützen Sie die Menschen in Syrien mit Ihren Gebeten, Fürbitten und Spenden!


#lichtfenster
Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie

Uelzen. Der plötzliche Anstieg der Infektionszahlen im Landkreis Uelzen hat sehr viele Menschen erschreckt und sie neu betroffen gemacht über das Ausmaß der COVID-19-Pandemie. In einer ganzen Reihe von Bereichen ist das öffentliche Leben, aber auch unser privater Bereich deutlich eingeschränkt.

Das betrifft auch das kirchliche Leben: Das Gefühl der sozialen Isolierung wächst bei vielen Menschen, auch wenn die Gemeinden alles daran setzen, mit ihnen in Kontakt zu bleiben – sei es über das Telefon, durch „Andachten zum Mitnehmen“ oder über ihre Internetseiten und die soziale Netzwerke.

Ein Zeichen der Hoffnung setzen

Angesichts der vielen Hundert Menschen, die zurzeit täglich an den Folgen des Corona-Virus sterben, hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Ende Januar dazu aufgerufen, abends eine Kerze ins Fenster zu stellen, um damit an die vielen Toten der Corona-Pandemie und an diejenigen zu denken, die in diesen Wochen um ihr Leben kämpfen – als Zeichen der Anteilnahme und Solidarität mit allen Angehörigen.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat diese Idee aufgegriffen:

„In diesen dunklen Stunden möchten wir einen Weg aufzeigen, wie die Menschen ihre Trauer und ihr Mitgefühl ausdrücken können. Deshalb rufen wir gemeinsam mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zur Aktion #lichtfenster auf.
Stellen Sie an jedem Freitag bei Einbruch der Dämmerung ein Licht gut sichtbar in ein Fenster als Zeichen des Mitgefühls ... Das Licht leuchtet Ihnen in Ihrer Wohnung, aber auch Ihren Nachbarn und den Menschen auf der Straße. Es soll ein Zeichen der Solidarität in dieser doppelt dunklen Jahreszeit sein: Ich fühle mit Dir! Meine Gedanken sind bei Dir!“

Auch Uelzens Propst Jörg Hagen bittet die Gemeinden, Einrichtungen, Gremien im Kirchenkreis Uelzen darum, diese Aktion zu unterstützen. Mit der Aktion #lichtfenster könnten wir alle „in unseren Häusern und Wohnungen ein Zeichen der Solidarität mit den Coronaopfern, der Verbindung und der Hoffnung“ setzen.

Weitere Informationen zur Aktion #lichtfenster finden Sie hier:


Trauer in Zeiten von Corona
Kleine Hilfen für An- und Zugehörige

Gerade ist fast nichts mehr normal. Wenn ein Mensch gestorben ist, mit dem man eng verbunden ist, fällt man damit aus seiner gewohnten Welt heraus. Man findet sich in einem Chaos der Gefühle wieder, die man selbst kaum versteht und erst recht nicht diejenigen, die um einen sind. Und doch kann man das Bedürfnis haben zu erzählen, um im Gespräch den eigenen Schmerz und die große Verunsicherung mit anderen zu teilen. Es kann hilfreich sein, wenn jemand da ist, wenn man in den Arm genommen wird. Familienangehörige und Freunde kommen, man rückt vielleicht zusammen, unterstützt sich gegenseitig.

Nun hat das Covid-19-Virus alle aus der gewohnten Welt herausgeholt, alle Menschen sind verunsichert und Schutzmaßnahmen verhindern den gewohnten Kontakt untereinander. Gerade das, was man in der Trauer als hilfreich empfindet, das Zusammenrücken mit Familie und Freunden, ist plötzlich so nicht mehr möglich. Das kann die eigene Trauer noch schwerer machen.

Vielleicht können da ein paar Impulse helfen, die Pastorin Birgit Hagen, Klinikseelsorgerin am Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen, zusammengestellt hat. Sie finden die Handreichung (PDF-Download) und viele weitere Hilfen auf der Internetseite trauernetz-uelzen.de.


Gomel-Hilfe
Landeskirche plant Kindererholung in Belarus

Die landeskirchliche Arbeitsgemeinschaft „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ plant in diesem Jahr etwa 150 Kindern aus dem am stärksten von den Folgen der Tschernobyl-Katastrophe betroffenen Gebiet Gomel eine Erholung im eigenen Land zu schenken. Zur Verwirklichung dieses Ziels arbeitet die Initiative mit dem Rehabilitations- und Kindererholungszentrum Nadeshda zusammen. Das Zentrum in deutsch-belarussischer Trägerschaft liegt nördlich von Minsk in unmittelbarer Nähe des Wileiskoje-Stausees. Dort erwartet die Kinder nicht nur eine schöne und unbelastete Natur, sondern auch besondere pädagogische und gesundheitliche Betreuung.

„Die aktuelle Pandemiesituation lässt uns leider nicht die Wahl, die weißrussischen Kinder zur Erholung in Gastfamilien nach Niedersachsen einzuladen“, sagt die ehrenamtliche Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ Elisabeth Gülich. „Aber wir freuen uns sehr, dass wir in Zusammenarbeit mit unserem weißrussischen Partnerfonds „Gesundheit der Kinder“ aus Gomel und dem Nadeshda-Kindererholungszentrum diese wunderbare Alternative anbieten können. Außerdem werden wir unsere medizinische Hilfe für die drei großen Krankenhäuser der Region Gomel fortsetzen.“

Die Tschernobyl-Hilfe der Landeskirche wird dieses Jahr zudem dazu nutzen, sich inhaltlich und organisatorisch neu aufzustellen. „Die Einladung von gesundheitlich beeinträchtigten Kindern in Gastfamilien in unseren Gemeinden wird natürlich weiterhin möglich sein“, bekräftigt der Geschäftsführer der landeskirchlichen Arbeitsgemeinschaft Lars-Torsten Nolte. Gleichzeitig soll nach 30 Jahren erfolgreicher Arbeit die Struktur der Entwicklung an den aktuellen Erfordernissen angepasst werden. Die Arbeitsgemeinschaft soll zu einem Netzwerk umgebaut und das unterstützte Themenportfolio erweitert werden, unter anderem zur Förderung von Begegnungsprojekten im Bildungsbereich und ökumenischer Beziehungen. „Wir wollen die gewachsenen Beziehungen zwischen den Menschen in unseren Kirchengemeinden und den Freunden in Belarus erhalten und stärken“, so Nolte.

Seit 1991 lädt die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers Kinder zur Erholung nach Niedersachsen ein und leistet medizinische Hilfe für drei große Krankenhäuser in Gomel. Insgesamt wurde etwa 30.000 jungen Gästen ein Aufenthalt in deutschen Gastfamilien ermöglicht. – Auch im Kirchenkreis Uelzen waren in den letzten Jahren regelmäßig Kinder mit ihren Begleitpersonen aus Gomel im Sommer zu Gast.


„Familienhilfe & mehr“
Neue Website der Sozialpädagogischen Familienhilfe

Die Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH – „Familienhilfe & mehr“) hat eine neue Internetpräenz. Unter der Adresse „familienhilfe-und-mehr.wir-e.de“ stellt die Einrichtung des Ev.-luth. Kirchenkreises Uelzen ihre Arbeit im NBereich der ambulanten Jugendhilfe sowie Informationen über aktuelle Themen vor.

Die SPFH bietet Familien und Einzelpersonen Unterstützung z. B. bei Beziehungsproblemen, Erziehungsfragen, Problemen in Schule und Kindergarten, aber auch bei akuten Krisen und Konfliktsituationen und bei der Suche nach Entlastungsmöglichkeiten. –  Schauen Sie doch mal vorbei!


Ehrenamtliche gesucht
Lebensraum Diakonie

Für mehrere Bereiche seiner Einrichtungen im Kirchenkreis Uelzen sucht der „Lebensraum Diakonie e. V.“ Menschen für die ehrenamtliche Mitarbeit.

Die einzelnen Stellenanzeigen finden Sie im Service-Bereich unserer Homepage.

Neuer Kirchenkreis-Jugendpastor
Christoph Scharff-Lipinsky

„Fast 58 Jahre, und nun Kirchenkreisjugendpastor! Geht das? – Ich denke, das geht! Ich will ja kein jugendlicher Pastor sein/werden, sondern der Pastor sein, der sich mit Euch, den Jugendlichen und den Diakonen*Innen und allen, denen die kirchliche Jugendarbeit am Herzen liegt, gemeinsam für Eure Interessen einsetzen möchte.“

Mit diesen Worten stellt sich Pastor Christoph Scharff-Lipinsky auf der Homepage der Evangelischen Jugend vor. Mit seiner Frau und dem 17-jährigen Sohn lebt er seit 2008 in Uelzen, wo er seitdem Pastor der St.-Petri-Kirchengemeinde ist. Zwei weitere erwachsene Kinder wohnen in Itzehoe. In der Nähe, in Hohenaspe, war der neue Jugendpastor früher schon 15 Jahre als Dorfpastor tätig.

Nach Beweggründen für die Übernahme der Aufgaben eines Jugendpastors gefragt, sagt er u. a.: „Schon als Jugendlicher begleitete ich Kinderfreizeiten am Plöner See. Als Pastor ist für mich die Jugend-Sommerfreizeit ans Meer ein ,Muss‘. ... Besonders viel Spaß macht mir das Jugendtheater zu Weihnachten.“

Die Berufung zum Jugendpastor gebe ihm Mut und stärke seine Hoffnung, dass es nach Corona bald wieder los gehe mit dem Zusammensein, dem Feiern von Gottesdiensten „und allem, was dazugehört“.

„Ich weiß mich mit einem guten Team von Hauptamtlichen in diesem Arbeitsbereich verbunden, die mit mir gemeinsam versuchen wollen, Kindern und Jugendlichen eine kirchlichen Raum zu schaffen, in dem diese sich wohl und zu Hause fühlen“, ist Pastor Scharff-Lipinsky überzeugt.


Fachliche SPFH-Leiterin wird verabschiedet
Gabriele Prilop-Voß geht in den Ruhestand

Am 31. März wird Gabriele Prilop-Voß, die fachliche Leitung der SPFH – „Familienhilfe & mehr“, in den verdienten Ruhestand verabschiedet.

Sie war seit 1995 in der Familienhilfe tätig und hat in ihrer langjährigen Berufstätigkeit eine wechselvolle Geschichte mit Trägerwechseln und vielen Umzügen der Einrichtung erlebt.

Wir danken ihr sehr für die jahrelange, engagierte Arbeit, mit der sie die hohen Anforderungen in der ambulanten Familienhilfe gemeistert hat. Als Sozialpädagogin, Mediatorin und erfahrene Fachfrau i. B. auf den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung (§ 8a im Sozialgesetzbuch VIII) hat sie die Arbeit hochprofessionell gestaltet und war für die Einrichtung ein wichtige, tragende Kraft.

Zum Glück wird sie dem Ev.-luth. Kirchenkreis Uelzen mit ihrer Fachkompetenz auch ab dem 1. April erhalten bleiben und u. a. im Kita-Verband Beratungen zum § 8a SGB VIII (s. o.) durchführen.

Daneben wird ihr aber ihr noch genügend Zeit bleiben, die sie mit Reisen, in ihrem Garten und mit ihren Enkelkindern verbringen wird. (Andrea Zobel)

„Worauf bauen wir?“
5. März: Weltgebetstag trotz Corona

Felsenfester Grund für alles Handeln sollten Jesu Worte sein. Dazu wollen die Frauen aus Vanuatu in ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag 2021 ermutigen. „Worauf bauen wir?“ heißt das Motto des Weltgebetstages aus Vanuatu, in dessen Mittelpunkt der Bibeltext aus Matthäus 7, 24-27 steht. Denn nur das Haus, das auf festem Grund stehe, würden Stürme nicht einreißen, heißt es in der Bibelstelle bei Matthäus. Dabei gilt es, Hören und Handeln in Einklang zu bringen: „Wo wir Gottes Wort hören und danach handeln, wird das Reich Gottes Wirklichkeit. Wo wir uns daran orientieren, haben wir ein festes Fundament – wie der kluge Mensch im biblischen Text. Unser Handeln ist entscheidend“, sagen die Frauen in ihrem Gottesdienst-Entwurf.

Ein Ansatz, der in Vanuatu in Bezug auf den Klimawandel bereits verfolgt wird. Denn die 83 Inseln im Pazifischen Ozean sind vom Klimawandel betroffen wie kein anderes Land, und das, obwohl es keine Industrienation ist und auch sonst kaum CO2 ausstößt. Die steigenden Wassertemperaturen gefährden Fische und Korallen. Durch deren Absterben treffen die Wellen mit voller Wucht auf die Inseln und tragen sie Stück für Stück ab. Steigende Temperaturen und veränderte Regenmuster lassen Früchte nicht mehr so wachsen wie früher. Zudem steigt nicht nur der Meeresspiegel, sondern auch die tropischen Wirbelstürme werden stärker. So zerstörte zum Beispiel 2015 der Zyklon Pam einen Großteil der Inseln. – Die Künstlerin Juliette Pita hat diese Katastrophe als Grundlage für die Gestaltung des Titelbildes für den Weltgebetstag 2021 gewählt.

Um den Umweltschutz zu stärken, gilt seit zwei Jahren in Vanuatu ein rigoroses Plastikverbot. Die Nutzung von Einwegplastiktüten, Trinkhalmen und Styropor ist verboten. Wer dagegen verstößt, muss mit einer Strafe von bis zu 900 Dollar rechnen.

Doch nicht alles in dem Land ist so vorbildlich. So sitzt im vanuatuischen Parlament keine einzige Frau. Auf sogenannten Mammas-Märkten verkaufen viele Frauen das, was sie erwirtschaften können: Gemüse, Obst, gekochtes Essen und einfache Näharbeiten. So tragen sie einen Großteil zum Familieneinkommen bei. Die Entscheidungen treffen die Männer, denen sich Frauen traditionell unterordnen müssen.

Weltgebetstag in den Medien

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit über 100 Jahren für den Weltgebetstag und machen sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft.

Auch während der coronabedingten Einschränkungen soll der Weltgebetstag nicht ausfallen, auch wenn Feiern und die liebgewordenen gemeinsamen Mahlzeiten in der gewohnten Form nicht möglich sind. Wo keine Weltgebetstags-Gottesdienste (unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln) stattfinden, wird vielerorts – auch im Kirchenkreis Uelzen – dazu eingeladen von zu Hause aus am Weltgebetstag teilzunehmen.

So gibt es einen bereits fertig produzierten internationalen Weltgebetstags-Gottesdienst auf YouTube.

Am Freitag, 5. März, um 19 Uhr wird das Deutsche Weltgebetstags-Komitee mit ökumenischen Gästen einen Gottesdienst ausstrahlen, der als Premiere auf YouTube, auf der Internetseite „www.weltgebetstag.de“ und beim Sender „Bibel TV“ angeschaut werden kann.



Rundfunk-Gottesdienste im März

Am 7. und am 21. März werden um 13 Uhr beim Bürgerfunksender „Radio Zusa“ wieder Rundfunk-Gottesdienste ausgestrahlt, am 7. März gestaltet von Pastor Michael Ketzenberg aus Breselenz aus dem Kirchenkreis Lüchow-Dannenberg und am 21. März von der Klima-AG des Kirchenkreises Uelzen.

Die Sendungen unter dem Titel „Wie im Himmel so auf Erden“ können über die UKW-Frequenzen 88,0 MHz (Kreis Uelzen), 95,5 MHz (Kreis Lüneburg) oder 89,7 MHz (Wendland), aber auch als Live-Stream auf der Internetseite von Radio ZuSa (neu.zusa.de) empfangen werden.

„Der Wortperlenspieler“
Nachtgedanken – Kirchenbeiträge auf NDR 1 Niedersachsen

„Hineinverliebt“ ist eins von diesen Worten, die Stephan Wichert-von Holten in seinen Nachtgedanken kreiert und auffädelt. Er erzählt von Steinen, einer Loop Station und Wärmflaschen.

Stephan Wichert-von Holten ist Propst des Nachbar-Kirchenkreises Lüchow-Dannenberg und gestaltet die Sendung „Nachtgedanken“, die in der Woche vom 1. bis zum 7. März jeweils um 20:50 Uhr auf NDR 1 Niedersachsen ausgestrahlt wird.


Sonntag als staatlicher Feiertag wird 1700 Jahre alt
„Gute Arbeit gelingt nur im Rhythmus mit guter Ruhe“

Am 3. März wird der Sonntag als staatlicher Ruhetag 1.700 Jahre alt. Kaiser Konstantin verkündete ihn im Jahr 321 für das ganze römische Reich. Aber nicht, ohne sofort Ausnahmen zu erlauben: Auf dem Acker und in den Weinbergen durfte weiter auch am Sonntag gearbeitet werden, damit die Ernten nicht gefährdet werden. „Arbeit und Ruhe, dieser Zusammenhang hat Menschen schon immer beschäftigt“, sagt Dr. Matthias Jung heute. „Für mich als Landessozialpfarrer der Landeskirche Hannovers heißt es: Gute Arbeit gelingt nur im Rhythmus mit guter Ruhe.“

Aus Anlass des Jubiläums hat Jung nun eine Broschüre unter dem Titel: „Sonntagsfrei“ herausgegeben. Darin enthalten sind zahlreiche Interviews, zum Beispiel mit einem Fotografen, einer Lehrerin und Kirchenvorsteherin, Landesbischof Ralf Meister, der Auslandspastorin in Thessaloniki, einer Künstlerin und einem Sporttherapeuten geführt.

„Diese Gespräche haben deutlich gemacht, dass Corona vielfach auch den Sonntag durcheinanderwirbelt“, so Jung. So spreche der Fotograf Rolf Hansen vom Gefühl eines „ewigen Sonntags“, wenn er im Frühjahr 2020 in seinem normalerweise belebten Stadtteil vors Haus tritt. Andere Interviewpartner*innen beschreiben den Lockdown als eine breiige, ununterbrochene Zeit oder ständigen Alltag, sehen darin aber durchaus die Gelegenheit, über die eigene Gestaltung der Zeit, der eigenen Tätigkeiten und den Wert der Pausen nachzudenken. „Vielleicht kommt das Jubiläum des Sonntagsedikts genau zur richtigen Zeit, um die Erfahrungen aus der Pandemie mit aufzunehmen und sich selbst und andere zu fragen, welche Rolle der Wechsel von Arbeit und Ruhe, Werktagen und Wochenende in einer künftigen ‚neuen Normalität‘ haben wird“, so Jung.

Einen besonderen Fokus hat Jung in den Interviews auf die Errungenschaft des arbeitsfreien Wochenendes gelegt, das seiner Ansicht nach in den Diskussionen um den siebten Tag in der Woche viel zu selten beleuchtet wird. Er sagt: „Vielfach ist der Samstag ‚freier‘ in der Gestaltung als der Sonntag, der nicht nur durch den Gottesdienst stärker geprägt ist. Viele Traditionen, vom Sonntagsbraten bis zum Familienspaziergang, sind nach wie vor lebendig und werden keinesfalls als lästige Pflicht empfunden, auch wenn sich die Formen verändert haben.“

Die Broschüre kann HIER als PDF-Datei heruntergeladen werden.


Musikalisches Mitmachprojekt
mit Pop-Kantor Micha Keding

„Die Kirchenmusik ist immer noch lebendig. Auch wenn jede/r alleine singen und spielen muss, sind wir doch gemeinsam auf dem Weg“, sagt Popkantor Micha Keding aus dem Kirchenkreis Verden.

Er möchte das Osterlied „Christ ist erstanden“ als Video mit möglichst vielen Mitwirkenden realisieren, die die drei Stropen des Liedes singen oder auf einem Instrument spielen und sich dabei selbst mit dem Smartphone aufnehmen.

Bei dem Projekt könne jede/r mitmachen; jedes Instrument, jede Stimmlage sei denkbar, so Keding. Auch eine vorherherige Anmeldung sei nicht nötig.

Genauere Informationen, Noten und Playbacks gibt es auf der Internetseite des Kirchenkreises Verden (Direkt-Link).

Einsendeschluss für alle Aufnahmen ist der 12.03.2021.

Was macht eigentlich ...
... Pastor Carsten Dellert (geb. Warncke)

Manche Gemeindeglieder aus Uelzen und Veerßen mögen sich vielleicht noch an Carsten Warncke erinnern, denn bis Ende Januar 2017 war er Vikar in den beiden St.-Marien-Kirchengemeinden. Nach dem Vikariat war er auf seiner ersten Pfarrstelle (Probedienst) in Klein Ilsede und - in den ersten Jahren in Stellenteilung - im Schuldienst an einem Gymnasium in Peine tätig, bevor er durch eine pfarramtliche Zusammenarbeit auch den Dienst in der Nachbargemeinde Groß Ilsede übernommen hatte.

Mit dem Ende des Probedienstes stand eine Neuorientierung an. Vor einem Monat ist der Seelsorger in die Kirchengemeinde Steimbke bei Nienburg gewechselt. - Und das nicht allein, denn der ehemalige Vikar ist inzwischen verheiratet ist und hat mit seiner Frau Nachwuchs bekommen. „Wir freuen uns, dass wir in Steimbke als Familie von vielen Menschen so herzlich empfangen wurden. Die Menschen und das Leben vor Ort werden uns immer vertrauter und wir fühlen uns schon richtig zuhause“, freut sich Pastor Dellert.

Wir wünschen ihm, dass er und seine Familie behütet und gesegnet bleiben.

Herausgeber
Ev.-luth. Kirchenkreis Uelzen, Pastorenstr. 4, 29525 Uelzen, Tel.: (0581) 5116

Redaktion
Hanns-Martin Fischer ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )


Der nächste Rundbrief erscheint Anfang April 2021. – Wenn Sie Termine oder Infos beisteuern möchten, melden Sie sich per E-Mail bitte bis zum 22.03.2021.


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Tageslosung

Donnerstag, 21. Oktober 2021
Rut sprach: Bedränge mich nicht, dass ich dich verlassen und von dir umkehren sollte. Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.
Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.



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