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Rundbrief November 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

das Reformationsjubiläumsjahr liegt mit Ablauf des 31. Oktober hinter uns. Wie vielerorts in Deutschland und aller Welt wurde es auch im Kirchenkreis Uelzen mit einem großen Fest abgeschlossen.

Aber das Motto des Festes – „500 plus“ – legt es ja schon nahe: Nach 500 Jahren ist die Reformation nicht am Ende, sie geht weiter. Und so laden wir in diesem Rundbrief – neben der Rückschau – gleich zu weiteren Reformations-Veranstaltungen in diesem Monat ein und blicken auf weitere Termine im Dezember und im kommenden Jahr voraus.

Einen Blick für die schönen Momente in einem hoffentlich nicht nur grauen November wünscht Ihnen bis zum Erscheinen der nächsten Ausgabe (Dezember 2017/Januar 2018)

Ihre Rundbrief-Redaktion

„500 plus – Wir sind so frei!“
Das Reformationsfest des Kirchenkreis Uelzen sprengte alle Erwartungen

Dienstag, 31. Oktober 2017: Bereits eine halbe Stunde vor Gottesdienstbeginn sind die Sitzplätze in der Uelzener St.-Marien-Kirche rar. Eine Traube von Menschen füllt den Kirchplatz und war­tet geduldig auf Einlass zum Festgottesdienst an­lässlich des Reformationsjubiläums.

Mit solchem Andrang hatte das Vorbereitungs­team nicht gerechnet, boten der Reformations-Feiertag mit dem vorausgehenden „Brücken­tag“ und dem dadurch sehr langen Wochenende doch für viele die Chance auf einen Kurzurlaub ...

Am Ende sind es über 1.500 Besucher, die teils auf den Stufen des Chorraums und selbst auf der Treppe hinauf zur Kanzel sitzen oder bis in den Turmraum und auf den Kirchplatz hinaus stehen, um diesem besonderen Gottesdienst zu folgen: Sein Thema „500 plus – Wir sind so frei!“ bezieht sich auf Luthers Erkenntnis, dass der Mensch sich nicht durch besondere Leistungen seine Anerkennung bei Gott verdienen muss, sondern dass er frei ist und sich ohne Vorbedingung der Gnade Gottes und seiner Zuwendung gewiss sein kann.

    

Einen noch größeren Besucherandrang erfuhr das anschließende Straßenfest. Von der Veer­ßer Straße bis zum Herzogenplatz waren zwölf Pagoden, zwei Zirkuszelte und ein großes Festzelt aufgebaut, in denen viele Gemeinden und Gruppen aus dem Kirchenkreis, Ein­richtungen wie die Diakonie, der Weltladen oder der Kirchenkreisjugenddienst u. v. a. ihre vielfäl­tigen Angebote und Aktionen für Jung und Alt präsentierten. Bereits ab 11 Uhr schlenderten die ersten Neugierigen, die in der Kirche keinen Platz mehr gefunden hatten, über die „Meile“ und staunten über das bunte Treiben.

„Ich bin hier beim Reformationsfest in Uelzen, hier ist echt der Teufel los!“, entfuhr es einer Besucherin zur Mittagstzeit im Festzelt, als sie auf ihrem Mobiltelefon angerufen wurde. – Das hätte Martin Luther sicherlich anders formuliert (siehe 3. Strophe des Liedes „Ein feste Burg ist unser Gott“, Ev. Gesangbuch, Nr. 362), aber tatsächlich übertraf die Akzeptanz des Festes bei den Bürgern die kühnsten Erwartungen der Veranstalter.

Das Bühnen­programm, launig moderiert von Gerhard Kreutz, wurde von Musikgruppen aus dem gesamten Kirchenkreis gestaltet, darunter Kirchen- und Gospelchöre, ein Posaunen- und ein Kinderchor. Auch zwei internationale Gäste kamen auf die Bühne: Ein Ehepaar aus dem südafrikanischen Partnerkirchenkreis Ondini war eigens für das Reformationsfest des Kirchenkreises nach Uelzen gereist. Gemeinsam mit den Gospelchören aus Lehmke, Westerweyhe und Oldenstadt sangen sie das mitreißende „Siyahamba“ / „We are marching in the light of God“.

Pünktlich um 15:17 Uhr (!) übernahmen Iris Junge (St. Marien Uelzen) und Ulrich Hillmer (St. Johannis Uelzen) die Moderation des Fest-Highlights. Sie begrüßten „Herzog Ernst den Bekenner“ in Gestalt von Propst Jörg Hagen bei sich auf die Bühne. Dieser hatte gewettet, dass mindestens 500 Menschen als Zeitgenossen der Reformation verkleidet auf dem Herzogenplatz zusammenkommen. – Um eine korrekte Zählung zu gewährleisten, hatten den ganzen Tag über orange-gewandete „Herzöge“ 500 Ansteck-Buttons mit der Aufschrift „500 plus – Ich bin dabei!“ an die verkleideten Besucher verteilt.

Sebstverständlich konnte der Propst die Wette gewin­nen, denn es fan­den sich weit mehr – schätzungsweise über 600 – verkleidete Menschen vor der Bühne ein. Manche, teilweise sehr fantasievoll Kostümierte waren sogar traurig darüber, dass sie keinen Button mehr abbekamen.

Die zuvor häufig gestellte Frage, was der Propst denn tun müsse, wenn er die Wette verliert, wurde natürlich auch beantwortet ... und Jörg Hagen versprach angesichts des Engagements der vielen Besucher seinen Einsatz trotz der der gewonnenen Wette einzulösen. Er werde am Martinstag (11. November) zu Pferd den Martins-Umzug von St. Marien Uelzen zur Katholischen Kirche anführen.

Unter der Leitung von Landes­posaunenwart Lennart Rübke setzten zahlreiche Posaunenchor-Mitglieder aus dem gesamten Kirchenkreis am Spätnachmittag schließlich einen fulminanten musikalischen Schlusspunkt des Festes. (H.-M. Fischer)


Hunderttausende bei Reformationsjubiläum in der Landeskirche Hannovers

Hannover. Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen haben eine positive Bilanz ihrer Veranstaltungen zum 500. Reformationsjubiläum in diesem Jahr gezogen. Allein in der hannoverschen Landeskirche haben in dem am 31. Oktober ausgelaufenen Jubiläumsjahr der Reformation durch Martin Luther mehr als 600.000 Menschen rund 6.000 Veranstaltungen in den Gemeinden besucht, sagte Landesbischof Ralf Meister gegenüber Pressevertretern in Hannover. „Das ist eine Zahl, auf die wir sehr stolz sind.“

Das Jubiläumsjahr habe auch die Ökumene weiter vorangebracht und die Zusammenarbeit zwischen den Kirchen sowie mit weiteren gesellschaftlichen und kulturellen Akteuren vertieft, sagte Meister. Er unterstrich, nicht allein die großen Versöhnungsgottesdienste der evangelischen und katholischen Kirche in Hildesheim und Osnabrück seien beispielgebend für Fortschritte im Miteinander der Konfessionen gewesen. Die Zukunft der Ökumene liege vor allem an der Basis. „Sie entsteht in den Kirchengemeinden, wo sich die Menschen begegnen.“

Die hannoversche und die braunschweigische Landeskirche haben gemeinsam mit dem Braunschweigischen Landesmuseum die Reformationsausstellung „Im Aufbruch“ organisiert, die noch bis zum 11. November zu sehen ist und bisher schon rund 25.000 Besucher zählen konnte. (epd)


Hilfskonvoi aus Gomel zurück
Eindrücke und Begegnungen

Ulrich Bleuel, der selbst vom 16. bis zum 23. September an dem letzten Hilfskonvoi nach Gomel (Tschernobyl-Region) teilnehmen konnte, hat einen Bericht über die Eindrücke und Begegnungen in der weißrussischen Stadt verfasst und fotografiert.

Unter anderem wurden auch wieder junge Patienten im Radiologischen Zentrum besucht und mit kleinen Geschenken bedacht.

Sie finden den Beitrag - neben früheren Berichten und vielen weiteren Informationen – auf den Internetseiten des Gomel-Ausschusses unseres Kirchenkreises (Link).

Die Kraft der Klänge
Das „Forum HGZ“ steht im Zeichen der Musik

Musik begleitet uns auf Schritt und Tritt. Das Herz-­ und Gefäßzentrum Bad Bevensen (HGZ) stellt die Kraft der Klänge in den Mittelpunkt ihres aktuellen Forums HGZ am Sonntag, 5. November, von 10 bis 17 Uhr.

Unter dem Titel „Im Takt bleiben – intakt bleiben“ nähern sich Referenten und Aussteller dem Thema rund um die Musik. Dr. Sebastian Stierl, ehemaliger Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Klinik Lüneburg und Botschafter des Projekts „Singende Krankenhäuser e. V.“, gibt den Gästen spannende Einblicke in die Therapie und zeigt auf, wo und wie die Kraft der Musik im Gesundheitswesen bereits eingesetzt wird.

Freuen dürfen sich die Besucher auf zahlreiche musikalische Darbietungen, etwa von den Jagdhornbläsern des Hegerings XIV aus Bad Bevensen, dem Kapellmeister Prof. Dr. Ferenc Bader oder dem DRK-­Bewegungskindergarten Emmendorf. Auch eine Tanzaufführung fehlt nicht – der Post-Sportverein Uelzen lädt dabei sogar zum Mitmachen ein. Wer es ruhiger angehen möchte, kann an einem der spannenden Workshops teilnehmen, etwa in dem von Iris Popkes. Die Krankenschwester und Diplom-­Psychologin bringt den Gästen das „heilsame Singen“ nahe.

Vor Ort sind zahlreiche Aussteller mit selbstgefertigten Produkten sowie Künstler, die ihre Objekte aus Holz und Metall zeigen. – Verbände und Institutionen stellen ihre Arbeit vor. Die Feuerwehr Bad Bevensen ist mit einem Crêpes-­Stand dabei und der MehrWert-­Laden Uelzen präsentiert in einer Modenschau Kleidung aus fairem Handel. Zugunsten der Stiftung Herz und Seele wird eine große Holzeule des bekannten Holzkünstlers Andree Löbnitz versteigert. Das Grußwort übernimmt Bernd Lange, Mitglied des Europäischen Parlaments.

Entspannen können sich alle Gäste im Herz-­Café. Bei selbstgebackenem Kuchen und Kaffee haben sie Gelegenheit, sich mit anderen Besuchern auszutauschen und neue Bekanntschaften zu schließen.

Der Eintritt zum „Forum HGZ“ ist frei. Am Veranstaltungsort, dem Herz-­ und Gefäßzentrum Bad Bevensen (Römstedter Straße 25, 29549 Bad Bevensen) sind ausreichend Parkplätze vorhanden.


„Hörst du mir auch mal zu, Martinus?“ – Katharina Luther hat das Wort
Kulturelle Stunde im HGZ zum Reformationsjubiläum 2017

Wie mag sie das Leben in ihrer Zeit empfunden haben, die Katharina von Bora? Josepha Franziska Konsek ist dieser Frage nachgegangen und hat sich in die Gedankenwelt der Lutherin hineingespürt. In einem Monolog mit Luther bringt sie so manch anregende Gedankensplitter zu Tage. Der Flötenkreis Bad Bevensen unter der Leitung von Dr. Rudolf Breimeier  begleitet sie dabei musikalisch.

Lassen Sie sich forttragen in eine andere Zeit! Es erwartet Sie eine unterhaltsame Stunde mit kurzweiligen Information über Katharina von Bora und ihre Zeitgenossinnen und passender zeitgenössischer Musik.

Klinikseelsorgerin Birgit Hagen freut sich, am 8. November um 19 Uhr im Herz- und Gefäßzentrum (Roter Gang HGZ) diese kulturelle Stunde präsentieren zu können, und hofft auf zahlreiche Besucher. Die Veranstaltung ist kostenfrei, um eine Spende für die Seelsorge-Stiftung Herz und Seele wird gebeten. Parkplätze sind vorhanden.


„Mutige Herzen“ - Der Kampf um Kloster Isenhagen
Das Theaterstück zum Reformationsjubiläum
am 18. und 19.11. in der Klosterkirche Ebstorf

Als Herzog Ernst 1527 aus tiefer Überzeugung beginnt, sein Fürstentum zu reformieren, stößt er damit nicht nur auf Wohlwollen. Die Klöster haben am meisten zu verlieren. Daher wehrt sich nicht nur das Kloster Ebstorf vehement dagegen, evangelisch zu werden. Auch die anderen Lüneburger Klöster wollen ihren katholischen Glauben behalten.

In Isenhagen beginnt ein wahres Drama: Äbtissin Margareta von Boldensen verteidigt die Klostergüter, vor allem aber den althergebrachten Glauben als ihren wertvollsten Schatz, manche Nonnen wiederum sind ergriffen von der Reformation, wollen aber ihre verehrte Äbtissin nicht enttäuschen. Ein Gemenge aus weltanschaulichen Idealen, aus wirtschaftlicher Erpressung und politischem Opportunismus entsteht, in welchem sich alle Parteien verfangen. Ausgerechnet der Lebemann Franz, Ernsts jüngerer Bruder, schafft es schließlich, die Äbtissin in die Flucht zu schlagen und der Reformation zum Sieg zu verhelfen.

In Zusammenarbeit der Museen des Landkreises, des Klosters Isenhagen und des Ensemble Theatrum Hohenerxleben entstand aus den historischen Quellen ein packendes Theaterstück. Unter der Regie von Christiane Friebe gestalten versierte Amateurschauspieler aus der Region, der Gifhorner Kammerchor und der Lautenist Daniel Kurz, insgesamt fast 50 Akteure, dieses pralle Bild der Verwerfungen und Kämpfe um den wahren Glauben in unserer Region zwischen Mittelalter und anbrechender Neuzeit.

Es ist ein aufwendig inszeniertes und unglaublich authentisches Theaterstück, das mit der Geschichte des Klosters Isenhagen, das im Nachbarkreis unweit von Bad Bodenteich fast an der Grenze zum Kreis Uelzen liegt, exemplarisch ist für den Kampf der Lüneburger Klöster um ihre Güter und um ihren Glauben.

Die Produktion wurde gefördert durch den Lüneburgischen Landschaftsverband und die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, die Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg und den Ev.-luth. Kirchenkreis Uelzen.

Das Kloster Ebstorf, die ev.-luth. Kirchengemeinde, die Urlaubsregion Ebstorf e. V. und der Klosterflecken laden ein, Reformation in einem Lüneburger Kloster in der Klosterkirche Ebstorf auf besondere Art und Weise zu erleben.

Die Vorstellungen finden am Samstag, 18.11., um 19:30 Uhr und am Sonntag, 19.11., um 15:30 Uhr in der Klosterkirche Ebstorf statt.

Die Karten sind im Vorverkauf (15 Euro, Kinder/Jugendliche: 10 Euro) in der Tourist-Info im Klosterflecken Ebstorf (Tel.: 05822 2996), bei der Sparkasse Ebstorf, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.reservix.de erhältlich. An der Abendkasse kosten die Karten 2 Euro mehr. Nähere Infos unter www.urlaubsregion-ebstorf.de.


„Kirchenmusik weiter denken
Tagung in der Ev. Akademie Loccum in Zusammenarbeit mit dem Michaeliskloster Hildesheim, VISION KIRCHENMUSIK und der Direktorenkonferenz Kirchenmusik

Der kirchliche Wandel macht auch vor der Kirchenmusik nicht halt. Finanzieller Druck, steigende Arbeitsbelastung, Imageprobleme, vor allem aber ein gravierender Nachwuchsmangel trüben die Aussichten. In den letzten Jahren ist diesen Problemen bereits auf vielfältige Weise begegnet worden – etwa durch die Arbeit an Berufsbild, Ausbildungswegen und Anstellungsprofilen, die Erweiterung des stilistischen Spektrums und Experimente auf dem Gebiet der Musikvermittlung. Eine systematische Vernetzung dieser vielen Perspektiven und Ansätze ist bisher aber unterblieben.

Die Kirchenmusik von morgen: Wie soll und kann sie aussehen, wie wird sie klingen und wer wird sie gestalten? – Die durch die Hanns-Lilje-Stiftung geförderte Tagung „Kirchenmusik weiter denken“ vom 22. bis zum 24. November 2017 in der Ev. Akademie Loccum zielt darauf, kirchenmusikalische Vordenker*innen, Entscheidungsträger*innen und Akteur*innen zusammenzubringen. Sie will den fachlichen Austausch und das gemeinsame Erarbeiten neuer Antworten fördern.

Das genaue Programm entnehmen Sie bitte dem hier verlinkten Faltblatt (PDF-Datei). Darin befindet sich auch ein Formular, mit dem Sie sich postalisch anmelden können. Anmeldungen sind aber auch per Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder online unter „www.loccum.de“ möglich.

Musikalisches Fest für Martin Luther in der St.-Petri-Kirche Bad Bodenteich

Zum 500-jährigen Reformationsjubiläum machen die Kirchengemeinde St. Petri und die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers allen Musikinteressierten am Sonntag, 3. Dezember 2017, um 18 Uhr ein besonderes Konzertgeschenk: Das Ensemble Capella de la Torre (ECHO Klassik Preisträger 2016) musiziert gemeinsam mit den Kirchenchören Suhlendorf und Bad Bodenteich in der St. Petri-Kirche Bad Bodenteich. Unter dem Titel „Ein Fest für Martin Luther“ erklingt textgebundene und freie Instrumentalmusik aus der Renaissance. Neben Stücken von Martin Luther stehen auch Werke seiner Zeitgenossen, wie z. B. Tielman Susato, Heinrich Isaac, Johann Crüger, Adrian Willaert u. a. auf dem Programm.

Mit Martin Luther veränderte sich im 16. Jahrhundert auch die Kirchenmusik grundlegend. Luther gelang es, den muttersprachlichen Gemeindegesang im Gottesdienst neu zu verankern und damit die Menschen seiner Zeit aktiv am reformatorischen Geschehen zu beteiligen. Durch das Singen wurde Luthers Lehre den Menschen so auf besonders eindrückliche Weise vermittelt.

Im Reformationsjubiläumsjahr 2017 stellt die Hannoversche Landeskirche den Aspekt der singenden Gemeinde in einer landeskirchenweiten Konzertreihe in besonderer Weise in den Vordergrund: An 13 Orten präsentiert das Ensemble Capella de la Torre im März und April sowie im Dezember gemeinsam mit den örtlichen Kirchenchören Musik aus Luthers Zeit. Gefördert wird die Konzertreihe von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.

Der Konzertablauf folgt der Idee eines Festes wie es zur Zeit Luthers üblich war mit beschwingter Musik zum Ankommen, liturgischer Musik im Gottesdienst und Tanzmusik bei der Feier danach. Er bietet damit auch einem kirchenfernen Publikum Anknüpfungspunkte und leichte Zugänge zu den mitunter fremden Inhalten.

Die musikalischen Beiträge werden durch eine Moderation begleitet, die besonders auf Konzertbesucherinnen und -besucher ohne oder mit wenigen Vorkenntnissen ausgerichtet ist. Vermittelt werden Hintergründe zu den Werken, ihren Komponisten und dem Entstehungskontext. Dabei werden von Capella de la Torre auch das historische Instrumentarium vorgestellt und spieltechnische Besonderheiten vorgeführt und erklärt.

Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, Spenden sind erwünscht.


Wochenendreise „Auf den Spuren von Martin Luther“
im Februar 2018

Vom 23. bis zum 25. Februar 2018 findet eine interessante Busreise statt, zu der alle Interessierten herzlich willkommen sind. Geplant wurde die Reise von der Kirchengemeinde Suhlendorf, wo die Fahr auch beginnt (weitere Zustiege möglich). Veranstalter ist die  ReiseMission Leipzig. Es werden u. a. Torgau, die Lutherstadt Wittenberg und Magdeburg besucht und besichtigt.

Die Unterbringung erfolgt im ACRON Hotel Wittenberg im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/ WC bei Halbpension (2x Frühstück und 2x Abendessen). Der Preis p. P. im DZ: EUR 295. Anmeldung: Download AnmeldeformularAnmeldeschluss: 30.11.2017. – Danach gibt es einen Info-Abend für die Teilnehmenden für weitere Absprachen. – Kontakt: Kirchengemeinde Suhlendorf, Pastorin Stefanie Arnheim, Kirchenbüro: 05820 247, Pfarramt: 05820 970356.

Zwölf Luther-Filme zum Reformationsjubiläum
„Sonntags-Maler“ Hans Hentschel schließt Filmreihe ab

Mit insgesamt 12 Ausgaben führte die Filmreihe „Lutherfilme“ durch das Festjahr im 500. Jahr der Reformation. Monatlich erschien eine weitere Folge des Sonntagsmalers Hans Hentschel über die Lebensgeschichte Martin Luthers. Der aktuelle und letzte Film dieser Reihe erschien zum Reformationstag und steht unter dem Titel „Martin Luther geht, die Protestanten kommen“.

Mit einer Schere beginnt dieser Film: „Martin Luther“, so sagt Hans Henschel, „hat das einigende Band der Kirche zerschnitten, denn seit der Reformation bekennen sich Christen zu verschiedenen Kirchen.“ So wurde auf dem Reichstag zu Speyer (1529) ein letzter Versuch unternommen, die Spaltung abzuwehren. Doch als die katholische Kirche als alleinige Kirche eingesetzt werden sollte, standen die evangelischen Fürsten unter Protest auf und verließen den Reichstag. So wurden sie zu Protestanten: „Heute haben wir darum an vielen Ortseinfahrten Hinweisschilder auf evangelische und katholische Gottesdienste“, berichtet Hans Hentschel und fragt am Ende seiner zwölfteiligen Serie über die Entstehung der Evangelischen Kirche: „Wird Kirche wieder mit einer Stimme sprechen? Ob das gelingen kann?“

Mit flinken Pinselstrichen erzählt Sonntagsmaler Hans Hentschel in seinen Kurzfilmen die Lebensgeschichte von Martin Luther. So berichtet er zum Beispiel wie der Reformator zu seinem Vornamen kam und warum ein Stück Kreide dem Reformator Trost spendete. Die jeweils fünfminütigen Beiträge zeichnen Lebensstationen Luthers nach. Sie zeigen ihn in einem lebensbedrohlichen Gewitter, als verzweifelten Mönch in seiner Zelle, beim Verhör vor dem Kaiser und als Übersetzer der Bibel. Luther wird auch als Liedermacher und Ehemann von Katharina von Bora vor Augen geführt. Auch seine dunklen Seiten wie seine Aussagen über die Juden und die Bauern werden thematisiert.

Dieses ungewöhnliche Filmprojekt im Internet entstand aus Anlass des Reformationsjubiläums. Das gemeinsame Projekt wurde finanziert von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und der Evangelischen Kirche im NDR. Drehort war das Amtszimmer des Sonntagsmalers, der im wirklichen Leben Superintendent im Kirchenkreis Bramsche ist. Für seine Filme tauschte er den schwarzen Talar gegen eine bunte Malerweste, während er mit Aquarellfarben und Filzstiften die Luthergeschichten auf der Staffelei zum Leben erweckte.

Der leitende Theologe lernte das Malen von seiner Mutter, die Kunstmalerin war, und verdiente sich im Studium sein Geld als Pflastermaler. Heute gestaltet er regelmäßig Gottesdienste und Andachten, indem er seine Worte mit Pinsel und Farbe unterstreicht. „Wir können uns Dinge leichter merken, wenn wir sie mit einem Bild verbinden“, so Hans Hentschel. Ein Filmteam um Regisseur Jürgen Gutowski und Lilian Breuch zeichnet seine ungewöhnlichen „Pinselpredigten“ auf und folgt den Farbstrichen aus unterschiedlichen Kameraperspektiven. Als begleitender Redakteur stand Jan von Lingen aus dem Evangelisches MedienServiceZentrum (EMSZ) dem Team zur Seite.

Alle zwölf Filme können unter der Internetadresse www.lutherfilme.de angeschaut werden. Sie eignen sich auch für den Einsatz in Unterricht und Gemeindearbeit. Die Filme stehen allen interessierten Kirchengemeinden für ihre Internetseiten zur Verfügung und können kostenlos verlinkt werden.

Herausgeber
Ev.-luth. Kirchenkreis Uelzen, Pastorenstr. 4, 29525 Uelzen, Tel.: (0581) 5116

Redaktion
Hanns-Martin Fischer ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )
Matthias Kuna-Hallwaß ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )


Der nächste Rundbrief ist eine 2-Monats-Ausgabe erscheint Anfang Dezember 2017. – Wenn Sie Termine oder Infos beisteuern möchten, melden Sie sich per E-Mail bitte bis zum 20.11.2017.


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Jahreslosung 2017

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.
Hesekiel 36,26

Tageslosung

Montag, 20. November 2017
Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf dass ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes.
Jesus sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die Gottes Wort hören und tun.


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