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Startseite Wort zum Sonntag

Begegnungen

Wort zum Sonntag, 25.06.2017 (2. So. n. Trinitatis)

Es ist Sommer. Die Spaziergänger retten sich von Schatten zu Schatten. Eisdielen, Getränke-Läden und der O-See sind überfüllt. Summer in the City. Endlich.

Ich habe Besuch. Aufgeregte Stimmen erfüllen die Kirche. Fünfzehn Erstklässer wuseln durch den Kirchraum. Neugierig betrachten sie die glänzenden Abendmahlsgeräte, besteigen die Kanzel und probieren mal meinen Talar aus.

Einer der Stepkes sitzt nur da. Etwas müde wirkt er und ist in die Betrachtung unseres einzigen bunten Fensters versunken. „Das ist Jesus“, erklärt er mir. Er hat Recht. Jesus ist dargestellt als Weltenherrscher. In einem Bogen über ihm steht „Kommt her alle, die ihr muehselig und beladen seid“. Der Kleine entziffert es selbst. Er ist stolz, dass er das lesen kann. Und fragt mich, warum das da steht.

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Musik: die köstliche Gabe Gottes

Wort zum Sonntag, 18.06.2017 (1. So. n. Trinitatis)

Wem im Jahr 2017 der Name Martin Luther begegnet, denkt in diesem Jahr vermutlich zuerst an den Thesenanschlag am 31. Oktober 1517 in Wittenberg. Aber über den Mann, der in Eisleben geboren wurde, gibt es ja noch viel mehr in Erinnerung behalten: Er hat die Bibel ins Deutsche übersetzt und damit die moderne deutsche Sprache wie kein anderer geprägt. Er ist den damaligen Autoritäten gegenüber unerschrocken für die (Gewissens-) Freiheit des Einzelnen eingetreten. Und er hat der Musik eine große Bedeutung zugemessen.

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„Also, wenn ich mal ehrlich bin ..."

Wort zum Sonntag, 11.06.2017 (Trinitatis)

Immer häufiger stellt sich heutzutage nicht nur bei dem, was man im Internet so alles lesen kann, die Frage: Wem kann ich eigentlich noch vertrauen, weil er glaubwürdig und verlässlich ist, mit dem, was er sagt oder schreibt?

Eine Anekdote erzählt von einem gut beleumundeten Bischof bei einem Fernsehinterview. Während des Interviews wird ihm eine relativ harmlose Frage gestellt. Der Bischof denkt kurz nach und sagt: „Also, wenn ich mal ehrlich bin ...", und gibt auf die harmlose Frage seine offenherzige Antwort. Der Fernsehmoderator zuckt kurz zusammen, erstarrt im Gesicht. Was war das? Ein bekannter Bischof und dann sagt er: „Wenn ich mal ehrlich bin."

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Lasst euch vom Geist berühren!

Wort zum Pfingstfest (04./05.06.2017)

Liebe Leserinnen und Leser,

dass eine Kirche ihr vielleicht wertvolles Taufbecken schützen möchte und darum bittet, es nicht zu berühren, leuchtet mir ein. Vielleicht hat die Gemeinde auch schlechte Erfahrungen gemacht, und irgend jemand hat Unfug mit dem Taufbecken getrieben.

Und selbst wenn das nicht der Fall ist und das Taufbecken vielleicht auch gar nicht wertvoll ist, habe ich Verständnis für so ein Schild: Das Taufbecken ist in jeder Gemeinde ein wichtiger Ort. Hier nimmt Gott den Menschen als sein Kind an, hier empfängt der Mensch, egal ob Säugling oder Erwachsener, den Heiligen Geist.

Im Taufbecken wird der Heilige Geist durch die Taube dargestellt, unter diesem Symbol hat Jesus den Geist Gottes bei seiner Taufe empfangen. Und deshalb ist dieses Foto – auch wenn keine Feuerzungen, von denen in der Apostelgeschichte die Rede ist, zu sehen sind – ein Pfingstbild.

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„Du siehst mich“

Wort zum Sonntag, 28.05.2017 (6. So. n. Ostern / „Exaudi“)

In diesen Tagen findet der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag in Berlin und Wittenberg statt, der mit all seinen Aktivitäten im Jahr des 500. Reformationsjubiläums unter der Losung „Du siehst mich“ steht. „Du siehst mich - ein Satz, der über den biblischen Kontext hinaus auch heute Anerkennung, Wertschätzung und Zuwendung aussagt", meint Ellen Ueberschär, die Generalsekretärin des Kirchentages. Die Kirchentagslosung stammt aus der Geschichte der Sklavin Hagar im 1. Buch Mose, Kapitel 16, Vers 13, im Alten Testament. Sie ist auf der Flucht, ihr ist großes Unrecht geschehen. Gott sieht sie. Er sieht ihre Situation und gibt Rat. Hagar fühlt sich wahrgenommen und beachtet. Daraus schöpft sie Kraft.

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Jahreslosung 2017

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.
Hesekiel 36,26

Tageslosung

Samstag, 24. Juni 2017
Johannistag
Gott, schweige doch nicht! Gott, bleib nicht so still und ruhig! Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, erheben das Haupt.
Zacharias sprach: Der Gott Israels hat mit einem Eid versprochen, uns aus der Macht der Feinde zu befreien, damit wir keine Furcht mehr haben müssen und unser Leben lang ihm dienen können.

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