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Startseite Wort zum Sonntag

Der einsamste Baum der Welt

Wort zum Sonntag, 30.06.2019 (2. So. n. Trinitatis)

Mitten im Herzen der Sahara, 9 Millionen km² Wüste, oftmals 50° C und Sand soweit das Auge reicht. Und mitten drin ein einzelner Baum, eine Akazie, die jahrzehntelang überlebte. Wie hat dieser Baum das geschafft?

Den Baum gibt es in der Zwischenzeit leider nicht mehr. Er ist vermutlich kaputtgegangen, als Menschen ihm sein Geheimnis entlocken wollten und begannen bei dem Baum zu buddeln. Sehr lange Zeit fanden sie nichts, doch sie gruben tiefer und tiefer. Irgendwann, in fast 40 Meter Tiefe, stießen sie auf Grundwasser. Und auf Wurzeln dieses Baumes!

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Neue Automaten für Passfotos

Wort zum Sonntag, 23.06.2019 (1. So. n. Trinitatis)

Warum müssen Passfotos immer so schrecklich aussehen? Wie kann ein Foto eine Person so entstellen? Die meisten von uns haben am Passfoto-Automaten traumatische Erlebnisse: Was, das bin ich? Das kann gar nicht sein! Sehe ich wirklich so furchterregend aus? Dieser Blick – schrecklich. Und das Bild soll ich nun 10 Jahre lang in meinem Pass behalten?

Wir beginnen zu zweifeln: Ob mich die Menschen so sehen, wie auf dem Foto – bitte nicht! Diese verschlafenen Augen, die krumme Nase, die unmögliche Frisur, der langweilige Ausdruck.

Man sollte Automaten entwickeln, die einen von der besten Seite zeigen. Nie mehr Monsterfotos und Grimassen, stattdessen positive Ausstrahlung, selbstsichere Haltung, freundliches Lächeln. Ich bin sicher, es gäbe einen Markt dafür. Von der guten Seite gesehen zu werden. Ist das nicht ein Traum?

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Wie sieht Gott aus?

Wort zum Sonntag, 16.06.2019 (Trinitatis)

„Du weisst ja, dass ich nicht an Gott glaube, Johannes. Aber wie müsste ich ihn mir deiner Meinung nach denn überhaupt vorstellen?“ Ich schluckte, und das wortwörtlich, denn gerade war ich damit beschäftigt, an einer Grissinistange herumzukauen, während ich entspannt zurückgelehnt auf dem Küchenstuhl der Unterhaltung meiner Freunde zuhörte. Über ihr neues Auto, den Kita-Platz, den sie nach langem Warten nun endlich bekommen hatten und über den Klimawandel, der zur Zeit ja in aller Munde war.

Wo Gott so plötzlich aufgetaucht war, hatte ich irgendwie verpasst. Mit Interesse war ich der Unterhaltung gefolgt, hatte mein Rotweinglas in der linken Hand balanciert und zugehört. Und nun plötzlich diese Frage!

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Stimmengewirr

Wort zum Sonntag, 09.06.2019 (Pfingsten)

Reden, Sprechen, Quatschen, Schnattern – wenn viele in einem Raum die Stimme erheben, breitet sich ein wahrer Klangteppich aus. Kommen die Gespräche in Fahrt, versucht mancher den anderen zu übertönen und die Lautstärke wächst an. Mir fällt es dann oft schwer meinem Gegenüber noch richtig zuzuhören und gegen die Geräuschkulisse anzusprechen. Aus den Gesprächen ringsum bleiben Wortfetzen hängen – unverständlich und irritierend.

In Veranstaltungen und Gottesdiensten habe ich oft mit Menschen zu tun, denen das Hören überhaupt schwerfällt. Kommen Nebengeräusche hinzu, wird es sehr anstrengend, erzählen sie.

So stelle ich mir die die Situation zum ersten Pfingstfest vor: Die Leute verstanden ihr eigenes Wort nicht, so viele Stimmen und Sprachen gab es in Jerusalem zu hören. Aber mit einem Mal ändert sich etwas, aus dem Klangteppich werden klare Worte und nachvollziehbare Gedanken. Sie beginnen einander zu verstehen. (K)ein Wunder, dass sie davon mehr als überrascht und überwältigt waren.

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Warten

Wort zum Sonntag, 02.06.2019  (6. So. n. Ostern, Exaudi)

Wer hat schon Lust dazu, auf etwas warten zu müssen? Ich jedenfalls nicht, wenn ich vier bis sechs Wochen auf meinen neuen Reisepass warten oder beim Discounter gefühlt stundenlang in der Schlange an der Kasse anstehen muss, bis ich endlich bezahlen darf. 

E-Mails und Nachrichten werden zu jeder Tages- und Nachtzeit durch die sozialen Netzwerke gesendet und wollen zeitnah beantwortet werden. Fast-Food-Ketten sind besonders beliebt, weil die Bestellungen direkt durchs Autofenster gereicht werden können und Zeit damit optimiert wird. Alles muss schnell und effektiv sein.

Und doch gibt es Lebenssituationen, in denen wir nicht anders können als auszuharren und auf bessere Zeiten zu hoffen. Ich denke da an das Wartezimmer beim Hausarzt oder den nicht eingeplanten Nachtaufenthalt am Flughafen, da der Flieger aufgrund des streikenden Bodenpersonals nicht starten kann.

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Jahreslosung 2019

Suche Frieden und jage ihm nach!
Psalm 34,15

Tageslosung

Mittwoch, 26. Juni 2019
HERR, sei mir gnädig, denn mir ist angst!
Jesus spricht: Auch die Haare auf eurem Haupt sind alle gezählt. Fürchtet euch nicht!


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