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Startseite Wort zum Sonntag

Le sens de l'accueil

Wort zum Sonntag, 19.01.2020 (2. So. n. Epiphanias)

Schwere Motorräder dröhnen durch die Nacht. Plötzlich ein Knall. Ein Motor gibt zischend seinen Geist auf. Die Biker schauen sich hilflos an. Unter dem dunklen Nachthimmel sehen sie ein mild beleuchtetes Anwesen einen kleinen Fußmarsch entfernt. Nach zwei Schlägen mit dem Eisenring an das massige Eichentor öffnet ein baumlanger Mann in weißer Wollkutte den Gestrandeten in schwarzem Leder.

Etwas schüchtern folgen sie dem lächelnden Hünen in einen mittelalterlichen Speisesaal. Der eine Biker (Oder ist es eine Frau? Oder…? Egal, die Gastgeber kennen keine Gendervorbehalte!) bestaunt einen alten Holzglobus: Ja, auch für diese fromme Gemeinschaft ist die Erde rund! Der Blick eines anderen fällt auf die leuchtende Darstellung eines Segelschiffs, das sich durch heftigste Brandung kämpft.

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Beten hilft!

Wort zum Sonntag, 12.01.2020 (1. So. n. Epiphanias)

Die Mutter geht mit ihrer Tochter, neun Jahre alt, zur Zahnpraxis. Hanna geht nicht gern dorthin, da ändern auch die kleinen Geschenke nichts, die sie nach überstandener Behandlung immer bekommt.

Die Zahnärztin untersucht sorgfältig Hannas Gebiss. „Es muss eine Kleinigkeit gemacht werden“, erklärt sie schließlich. Hanna ahnt sofort: Eine Füllung ist fällig und dazu muss erst einmal gebohrt werden. Von wegen Kleinigkeit ... das tut weh, das weiß doch jedes Kind!

Die Assistentin legt alle Instrumente zurecht, Hanna direkt vor die Nase. Oje, das Herz rutscht ihr in die Hose, sie wird ganz blass. Die Ärztin nimmt den Bohrer in die Hand, die Assistentin das Absauggerät – gleich geht’s los. „Hanna, bitte mach den Mund jetzt ganz weit auf!“ Beide sehen sie erwartungsvoll an. „Alles klar, Hanna? Kann es losgehen?“

Nein – Hanna kneift die Lippen zusammen, wie zugenäht. „Was ist los?“ „Wartet mal, ich bin noch nicht so weit“, sagt Hanna. Die Zahnärztin stellt die Geräte ab. Hanna schließt die Augen und faltet die Hände. Die Erwachsenen schauen sich verdutzt an. Hanna betet? Ja, Hanna betet, ganz leise, ganz für sich, man hört kein Wort. Aber man sieht, wie sich ihre Lippen bewegen. Als sie fertig ist, sagt Hanna laut „Amen“ und öffnet den Mund.

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Epiphanias – Licht in der Dunkelheit

Wort zu Epiphanias, Montag, 06.01.2020

In manchen Gegenden ist der heutige 6. Januar noch gesetzlicher Feiertag – in anderen schon fast aus dem christlichen Bewusstsein entschwunden. Die orthodoxen Kirchen feiern heute das Weihnachtsfest, auch die Kopten in unserem Land!

Landläufig wird der Tag auch Dreikönigstag genannt, denn mit diesem Tag ist die Geschichte von den Heiligen Drei Königen verbunden, die dem Stern gefolgt waren, um den neugeborenen König anzubeten.

Als Könige verkleidete Kinder sind auch in unserer Gegend in diesem Jahr wieder unterwegs, um die weihnachtliche Botschaft in die Häuser zu tragen und Glück und Segen für das neue Jahr 2020 zu wünschen. Sie zeichnen den Segen mit der Jahreszahl an die Türbalken und sammeln für arme und benachteiligte Kinder in der Welt.

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Alle sind an er Krippe willkommen

Wort zum Sonntag, 05.01.2020 (2. So n. Weihnachten)

Maria schreckt auf. Morsches Holz knarrt. Die klapprige Stall-Tür steht einen Spalt weit offen. Und Sternen-Licht fällt ins Stroh. Sie streckt die Hand aus, rüttelt Josef wach. Als Schatten hereintreten. Ob die Hirten zurück…? Nein: Diese Gäste riechen anders. Nicht nach Staub und Schweiß und Schafen. Und sie sehen fremd aus. Als kämen sie von sehr weit her. Vor der Krippe sinken sie auf die Knie. Und beten das Kind an.

Wir wissen nicht viel über jene nächtlichen Stall-Besucher, die wir die „Heiligen drei Könige“ nennen. Ihre Anzahl wird lediglich aus den drei Geschenken geschlossen: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Ihre Namen sind erst seit dem 6. Jahrhundert belegt. Und „Könige“ waren sie wohl auch nicht. Die alten Legenden sprechen eher von Sterndeutern oder Zauberern. Viele offene Fragen also.

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Zwischen den Jahren

Wort zum Sonntag, 29.12.2019 (So. n. Weihnachten)

Endlich ist Weihnachten vorbei! Kein Stress, kein Trubel und keine Hektik mehr. Der Blick ist frei und auf das neue Jahr gerichtet. Aber vielleicht gibt es neben der Erleichterung auch ein wenig Wehmut. Die Lichterketten, die die Straßen noch schmücken, werden bald abgenommen. Die Fenster am Adventskalender, die jeden Tag mit einer neuen Überraschung oder einem Geschenk verbunden waren, sind alle geöffnet. Und auch Weihnachten liegt hinter uns.

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Tageslosung

Samstag, 18. Januar 2020
Wo ist ein Gott im Himmel und auf Erden, der es deinen Werken und deiner Macht gleichtun könnte?
Von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit!


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