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Startseite Wort zum Sonntag

Blinde Wut ist keine Lösung

Wort zum Sonntag, 28.02.2021 (2. So. d. Passionszeit)

„Das Lied vom unfruchtbaren Weinberg“ ist ein Text für den Gottesdienst am Sonntag, 28.02. Es steht bei Jesaja im 5. Kapitel. Es beginnt freundlich und liebevoll, das Lied vom unfruchtbaren Weinberg. Dann wird es scharf und unerbittlich.

Das Motiv eines Weinbergs wird in der Bibel oft gewählt, um von gelungenen Beziehungen zu erzählen. Auch, um die Liebe zu besingen. Die aufwendige und achtsame Pflege eines Weinbergs steht für die Aufmerksamkeit und Zuwendung, die Liebende füreinander aufbringen.

Das Lied vom „unfruchtbaren Weinberg“ lässt ahnen: Hier geht es um zerbrochene Liebe, um enttäuschte Liebe. Gott ist von seinem Volk enttäuscht. Gott hatte Rechtsspruch erwartet, und Rechtsbruch gefunden. Er suchte Gerechtigkeit, und fand Geschrei über Schlechtigkeit.

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Was treibt mich an?

Wort zum Sonntag, 21.02.2021 (1. So. d. Passionszeit)

Verführerisch liegt sie da. Mein Blick ist fest auf sie gerichtet. Meine Gedanken drehen sich nur um sie. Wann ist es endlich soweit, wann kann ich sie mit eigenen Händen anfassen, wann auskosten?

Sie, die Schokolade. Sie, die Zigarette. Sie, die Flasche Wein. Vieles kann „Sie“ sein. Sie, das schicke Auto, das ich mir gar nicht leisten kann. Sie, der attraktive Mann meiner Nachbarin. Sie, die Lüge, die mich unschuldig dastehen lässt. Sie, das Lästern, das mich groß und die andere klein macht. Sie, die Steuererklärung, die sich noch etwas aufhübschen lässt.

Unverfroren liegt sie da, die Versuchung und fragt mich: „Na, kannst du widerstehen? Schau doch, das Glück, das ich dir verspreche.“

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Vom Staub des Alltags zur Auferstehung

Wort zum Beginn der Passionszeit, 17.02.2021 (Aschermittwoch)

„Dies ist eine Zeit der Gnade, damit wir Gottes liebevoll auf uns gerichteten Blick annehmen und unter diesem Blick unser Leben ändern. Wir sind in dieser Welt, um von der Asche zum Leben zu gelangen. Lasst uns also die Hoffnung nicht zerstäuben, lassen wir den Traum, den Gott von uns hat, nicht zu Asche werden. Lasst uns nicht in Resignation verfallen“, sagt Papst Franziskus

Im Johannesevangelium (8,1–11) brachten die Schriftgelehrten und Pharisäer zu Jesus eine Frau, die nach dem Gesetz hingerichtet werden sollte. Sie wollten Jesus eine Falle stellen. Deshalb fragten sie ihn: Was sagst du? – Jesus sagte nichts. Er schrieb auf den Boden.

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Verstocktheit eskaliert

Wort zum Sonntag, 14.02.2021 (So. v. d. Passionszeit)

Anfang Januar, als Anhänger des damaligen Präsidenten Donald Trump sich gewaltsam Zutritt zum Parlamentsgebäude der Vereinigten Staaten verschafften, hat sich mir eine biblische Geschichte geöffnet. Die Verstockung des Pharao in der Erzählung über die Befreiung Israels aus der Sklaverei in Ägypten.

Die Geschichte geht so: Eine Delegation der israelitischen Fremdarbeiter, die auf den Großbaustellen Ägyptens wie Sklaven gehalten werden, geht zum Pharao, dem König von Ägypten, und bittet ihn, nach Hause gehen zu dürfen. Der Pharao weigert sich und reagiert mit einer Verschärfung von Arbeitsdruck und Arbeitsanforderungen. Es folgen zehn Eskalationsstufen, die am Ende dazu führen, dass der Pharao sich geschlagen geben muss und die Israelit*innen das Land verlassen.

In diesen zehn Eskalationsrunden (bekannt als die zehn Plagen) gibt es regelmäßig eine Formulierung, um die es mir geht: der Pharao verstockte sein Herz.

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Einiges fällt auf gutes Land

Wort zum Sonntag, 07.02.2021 (2. So. v. d. Passionszeit)

Jesus konnte meisterhaft das Leben in Bildern beschreiben. Zum Beispiel folgende Beobachtung: Da geht ein Mann auf ein Feld und sät. Während er säte, fielen Samenkörner auf Steine, auf einen Weg und in Dornengestrüpp.

So beschreibt Jesus es. Ich fühle mich ertappt, denn mir geht es auch so. Was zieht zuerst meinen Blick an? Worauf schaue ich zuerst? In unserer Kirche waren drei Lichter an einem großen Kronleuchter kaputt. Ich sah das und mein erster Gedanke war nicht: „Schön, dass die anderen 21 an dem großen Leuchter noch funktionieren.“ Mein erster Gedanke war: „Oh, da sind drei Lichter kaputt.“ Mein Blick wurde von dem angezogen, was nicht funktioniert. Dabei machten die funktionierenden Lichter noch genug Licht für den Raum.

Jesus macht das ganz ähnlich. Er sieht zuerst das, was nicht funktioniert: Zuerst fällt der Blick auf den Weg, wo die gute Saat zertreten wird. Dann auf den Fels, wo sie nicht wurzeln schlagen kann. Dann auf die Dornen, wo die Samen ersticken. Es scheint so, als würde alles schief gehen.

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Tageslosung

Dienstag, 02. März 2021
Lehre mich rechtes Urteil und Erkenntnis, denn ich vertraue deinen Geboten.
Wer ist weise und klug unter euch? Der zeige mit seinem guten Wandel seine Werke in Sanftmut und Weisheit.


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