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Startseite Wort zum Sonntag

Bist du einmal nicht gut drauf …

Wort zum Reformationstag, 31.10.2018

„Bist du einmal nicht gut drauf, nimm die Bibel schnell in Kauf!“ So lautete einer der Werbesprüche, den sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden im Unterricht ausgedacht hatten. Die Bibel als Lebenshilfe – so sollte die Bibel den Menschen angeboten werden.

Mit diesem Slogan könnte die Bibel im Buchhandel unter der Rubrik „Ratgeber in Lebensfragen“ zu finden sein: Was mache ich, wenn ich keine Kraft mehr habe? Wie gehe ich damit um, wenn andere sich hinter meinem Rücken lustig machen? Mein Mann hat eine andere – was nun? Dann hilft: „Bist du einmal nicht gut drauf, …“.

Ein wunderbares Buch, das jede Lebenslage kennt und behandelt. Ob Trauer oder Freude, Liebe oder Hass, Sünde und Vergebung. Die Bibel kennt das alles. In Geschichten oder Liedern, Briefen oder Gedichten. „Psalme für jeden Anlass“, werben die Konfirmandinnen und Konfirmanden. Die Werbesprüche machen Lust, dieses Buch, das sich in so gar keine Kategorie fassen lässt, neu in die Hand zu nehmen.

Martin Luther entdeckte vor über 500 Jahren, was den Menschen entgeht, wenn sie die Bibel nicht selbst lesen und verstehen können. Diesen Zustand veränderte er und übersetze die Bibel ins Deutsche. Ein wichtiger Schritt seiner Reformation.

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Gnade riecht nach Rosen

Es gibt Worte, die sind unbegreiflich. „Sola gratia“, hat Martin Luther gesagt und damit gemeint, dass all das, was wir sind und haben, allein aus Gottes Gnade ist.

Sperriger Gedanke, wenn man ihn zu Ende denkt. Auf Haus und Auto blickt und auf all die kleinen und großen Errungenschaften, die man sich selbst im Leben erarbeitet hat. – Ich will ehrlich sein: Theologiestudium und Vikariat, all das hatte mir die „Gnade“ nicht näher bringen können. Gottes Gnade. Das klang für mich nach „Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat‘s genommen.“ Und Du, Menschlein kannst nichts tun.

Das war etwas, das unverfügbar war und für alles Mögliche herhalten musste. Den Menschen mit seinen Fähigkeiten klein machte und Gott ganz groß. Und es roch. Roch für mich immer nach dicken alten Wälzern. Nach Sauertopf und nach dem Muff von fünfhundert Jahren. Alt, unbegreiflich, störend.

Und dann war da ein Moment. Nach einem Gottesdienst lag Gnade in der Luft. Ein Geschenk – nein, nicht vom lieben Gott, sondern von einer Frau. – Da stand sie plötzlich vor mir. Redete wie ein Wasserfall. „Ich will auch gar nicht lange stören; leider hab ich Schichtdienst und kann nicht so häufig in die Kirche, wie ich wollte … naja, lieber Gott, auf jeden Fall: das wollte ich Ihnen schenken.“

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Kampf zwischen Gut und Böse

Wort zum Sonntag, 21.10.2018 (21. So. n. Trinitatis)

Zwei Ringer betreten die Arena. Der Kampf kann beginnen. Die Menge jubelt ihnen zu. Die Fans feiern ihren Favoriten. Die Sympathien liegen ganz klar bei dem einen. Doch der andere kann schneller punkten. Und schon hat dieser seinen Gegner überwunden. Der liegt am Boden, der Sieger aber strahlt. Während die einen feiern, sind die anderen enttäuscht.

Es kann eben nicht jeder gewinnen. Und nicht immer gewinnt der Beste. Es ist nicht einmal sicher, dass das Gute gewinnt. In einen Ringkampf zwischen Gut und Böse führt der Wochenspruch des Sonntags hinein. Allerdings sind wir dabei nicht länger nur Zuschauer, sondern mitten in den Kampf gestellt. – Der Apostel Paulus fordert auf: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!“ (Römerbrief 12,21)

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Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da?

Wort zum Sonntag, 14.10.2018 (20. So. n. Trinitatis)

Eine Woche nach Erntedank lese ich die Geschichte von Gottes Volk und dem Manna, das Gott ihm schenkt. Mitten in der Wüste haben die Menschen nichts. Ihre Vorräte gehen zur Neige und sie sorgen sich, dass sie hungern müssen und sterben werden. Sie bereuen, ihre Häuser verlassen zu haben, sehnen sich nach den Fleischtöpfen Ägyptens zurück und machen Mose für ihre lebensbedrohliche Lage verantwortlich. Er hatte sie ja in die Wüste hinausgeführt.

Doch Gott sorgt für sein Volk: Jeden Tag lässt er Manna vom Himmel fallen, eine Art Brot, das die Menschen ernährt. Jeden Tag genug für eben diesen einen Tag. Und am nächsten Tag wieder – und wieder. Gott gibt ihnen, was sie zum Leben brauchen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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Erntedank – oder: Danke für die Toilette

Wort zum Sonntag, 07.10.2018 (19. So. n. Trinitatis / Erntedank)

Schon immer habe ich eine Toilette im Haus, ist doch normal. Oder etwa nicht? Diese Woche habe ich Post bekommen von meinem Patenkind aus Ghana. Tahiru ist elf Jahre alt und lebt in einem Dorf im Westen Afrikas. Er schreibt mir, dass er sich am meisten freut, dass er jeden Tag in die Schule gehen darf. Und dass dieses Jahr in seinem Dorf, in den Häusern und Schulen, Sanitäranlagen installiert wurden. Endlich können die Menschen Toiletten benutzen. „Verrückte Welt“, denke ich mir. Toiletten sind hier, wo ich aufgewachsen bin, so selbstverständlich, dass ich gar nicht darüber nachdenke. Zur Schule gehen ist so normal, dass Kinder den Nutzen gar nicht mehr zu schätzen wissen. Je länger ich darüber nachdenke, desto deutlicher wird mir: Es geht mir richtig gut.

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Jahreslosung 2019

Suche Frieden und jage ihm nach!
Psalm 34,15

Tageslosung

Sonntag, 16. Juni 2019
Trinitatis (Dreieinigkeit)
Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den HERRN, dass ich verkündige all dein Tun.
Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk zum Eigentum, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat aus der Finsternis in sein wunderbares Licht.


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