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Startseite Wort zum Sonntag

„Wiedergeboren?! Ich dachte, du bist Christ!“

Wort zum 1. Sonntag nach Ostern, 08.04.2018

Er war ehrlich irritiert, als er den Bibelvers las, der als Wochenspruch meinen Schreibtisch ziert: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.“ Dieser Satz steht im 1. Petrusbrief 1,3. Und er wundert sich zu Recht, denn da werden zwei Bilder zusammengebracht, die auf den ersten Blick nicht so recht zusammenzupassen scheinen.
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Auferstehen - Aufstehen

Wort zu Ostern, 01.04.2018

Jede und Jeder hat seine Schlüsselerlebnisse im Leben. Mein Schlüsselerlebnis mit der Auferstehung Christi hatte ich vor vielen Jahren als Jugendlicher in Munster, meiner Heimatstadt.

Der Frühgottesdienst am Ostermorgen findet auf dem Friedhof statt. Es ist noch dunkel, wenn sich die Frühaufsteher mit Kerzen auf dem Friedhof zwischen den Gräbern versammeln. Uns Kindern war immer etwas unheimlich, wenn wir mit unseren Großeltern und Eltern inmitten der Gräber standen, oft bei eisiger Kälte. 

An diesem besagten Ostermorgen war es auch kalt bei klarer Luft. Ich spürte noch eine andere Kälte, die des Todes. Das erste Osterfest ohne meine geliebte Oma. Hier hatten wir sie im Herbst auf der Grabstelle ihrer Eltern begraben. Eine große Stille lag über der Szene. Der Pastor las die Ostergeschichte und ich ließ meinen Blick über die Gräber streifen. Wolken im Osten bedeckten den Horizont. Der Posaunenchor intonierte den Choral „Christ ist erstanden von der Marter alle, des wollen wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein.“ 

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Brot des Lebens - Kelch des Heils

Wort zum Gründonnerstag, 29.03.2018

„Brot des Lebens – für dich, Kelch des Heils – für dich.“ Alle im Altarraum reichen sich die Hände, wünschen nach rechts und links „Friede sei mit dir“ und lächeln sich dabei an.

Das war das Beste am Gottesdienst, sagen die KonfirmandInnen, die dabei waren. Das war nicht „hyggelig“ oder heile Welt. Sie haben dafür – für dieses Gemeinschaftserlebnis – nichts mitgebracht oder sich besonders gefühlt. Es hat niemand seine Meinung vertreten müssen. Es war auch keiner dabei, der wichtiger war als die anderen oder schöner oder schlauer. Es war, wie es war. Vielleicht haben sich nur wenige der Abendmahlsgäste an das allererste Mahl, das Jesus mit seinen Freunden gefeiert hat, erinnert. 

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Jesus Christ – Superstar?

Wort zum Sonntag, 25.03.2018 (Palmsonntag / 6. So. i. d. Passionszeit)

Stell dir vor, jemand erwartet alles von dir und setzt seine ganze Hoffnung auf dich. Dir aber ist klar, dass du diese Erwartung überhaupt nicht erfüllen kannst. Der Konflikt ist vorprogrammiert.

Miss-Verständnis und Ent-Täuschung sind das Thema des Palmsonntags. Jesus kommt nach Jerusalem und trifft auf eine brisante Stimmung. Die Menschen trauen dem römischen Frieden nicht mehr. Sie leiden unter der Gewalt der Besatzer, unter wirtschaftlicher und sozialer Verelendung. Sie wollen die Unterdrückung nicht mehr ertragen. Sie fordern ihr Selbstbestimmungsrecht und ihre Würde zurück. Ein neuer Messias soll kommen, der das goldene Zeitalter König Davids wieder herstellt. Die Erwartungen sind hoch gespannt: „Und viele breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere aber grüne Zweige, die sie auf den Feldern abgehauen hatten, und riefen: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!“ (Mt 21).

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Judica me, Deus

Wort zum Sonntag, 18.03.2018 (Judica / 5. So. i. d. Passionszeit)

„Die Ampel ist grün…“ - das klassische Beispiel für nicht gelungene Kommunikation. Die Frau fährt, der Mann sitzt auf dem Beifahrersitz (oder meinetwegen auch gerne anders herum). Dann sagt der Mann genau das. Was meint er damit? Und wie kann die Frau seine Worte verstehen?

Kaum jedenfalls als reine Sachinformation. Eher als Hin-weis oder gar Aufforderung. Da könnte der Satz dann wei-ter gehen: „… fahr schneller, dann kommst du noch rüber!“ oder „… wenn du jetzt nicht endlich ordentlich fährst, dann stehen wir wieder stundenlang vor dieser Ampel!“

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Jahreslosung 2019

Suche Frieden und jage ihm nach!
Psalm 34,15

Tageslosung

Mittwoch, 16. Januar 2019
Wenn dich dein Bruder oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau in deinen Armen oder dein Freund, der dir so lieb ist wie dein Leben, heimlich überreden würde und sagen: Lass uns hingehen und andern Göttern dienen, so willige nicht ein.
Zur Freiheit hat uns Christus befreit!

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