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Freundschaft, die niemals aufhört

Wort zum Sonntag, 15.10.2017 (18. So. n. Trinitatis)

Es ist schön, einen Freund zu haben, der gerne für mich da ist, der ein gutes Wort zu mir spricht, der mich akzeptiert, so wie ich bin. Heute schließen viele Menschen soziale Kontakte im Internet. Sie sind aktiv engagiert in verschiedenen Kreisen und Gruppen, denen man sich etwa bei Facebook oder Whatsapp anschließen kann.

Lässt sich eine echte Beziehung durch eine virtuelle ersetzen? Kommen solche Online-Freundschaften dem Menschen zugute? Wie weit helfen sie jungen Leuten ihre guten Eigenschaften zur Entfaltung zu bringen, ein Selbstwertgefühl zu entwickeln oder einen Zufluchtsort in schlechten Zeiten zu finden?

Ein Junge schrieb einmal in einem sozialen Netzwerk: „Online-Freundschaften sind was Tolles. Es ist egal, wie du aussiehst oder beliebt du bist, jeder kann online neue Freunde finden.“ – Dabei ist mir aufgefallen, dass es im Leben nicht unbedingt darum geht, immer wieder neue Freundschaften zu finden, sondern die, die ich schon geschlossen habe, zu pflegen. Aber was ist mit dem, der keinen Freund gefunden hat?

Es gibt einen Freund – nicht jedem von uns ist das bewusst – , der immer „online“, immer erreichbar ist und dem es wichtig ist an Deiner Seite zu sein. Es ist Gott, der jedem Menschen seine liebevolle, treue, alles ertragende Freundschaft schenken möchte. Und er tut das auf wunderbare Weise in der Person Jesu Christi.

Jesus spricht von sich selbst als „gutem Hirten“. Schon im Alten Testament heißt es im 23. Psalm: „Der Herr ist mein Hirte. Nichts wird mir fehlen. Er stillt mein Verlangen. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir.“ Diese Worte machen mir bewusst, dass echte Freundschaft Begegnung braucht im Hier und Jetzt und von Angesicht zu Angesicht.

Jesus darf ich jeden Tag begegnen. Das klingt paradox, denn ich kann ihn, Jesus, ja nicht sehen. Trotzdem lässt sich seine Gegenwart hautnah erleben. Die Begegnung mit ihm ist nicht virtuell. Es ist ein lebendiges Miteinander im Gebet. Da beginnt eine echte Freundschaft, die niemals aufhört, wenn wir sie suchen und nicht aussetzen oder beenden.

Pater Piotr M. Stepniak,
Kath. Kirchengemeinde „Zum Göttlichen Erlöser“, Uelzen

 

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Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.
Hesekiel 36,26

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Befiehl dem HERRN deine Werke, so wird dein Vorhaben gelingen.
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