• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

Der Tausch

Wort zum Sonntag, 22.10.2017 (19. So. n. Trinitatis)

Auschwitz, Ende Juli 1941. Ein Häftling kann fliehen. Daraufhin ordnet die Lagerleitung als Abschreckung den Hungertod von zehn Häftlingen an. Unter den Verurteilten ist auch der Familienvater Franz Gajowniczek. Als er von seinem Schicksal hört, beginnt er laut um seine Frau und seine Kinder zu wehklagen. Da meldet sich ein Priester und Mönch namens Maximilian Kolbe und bietet an, anstelle dieses Mannes zu sterben.

So kommt Kolbe zusammen mit neun anderen in den Hungerbunker. Sie sind nackt, die Decke ist niedrig und es gibt nichts mehr zu essen. Ein langsames Warten auf den Tod. Statt Flüchen und Geschrei hört man Gebete und Lieder. Viele Tage später leben nur noch ein paar Häftlinge. Unter ihnen ist Maximilian Kolbe. Inzwischen wird der Bunker anderweitig gebraucht. Darum bekommen die Todeskandidaten am 14. August die Todesspritze.

Warum bewegt mich diese Geschichte so? Weil auch mir die Todesstrafe bevorstand und jemand an meiner Stelle gestorben ist! Ich habe mich gegen Gott aufgelehnt, indem ich seine Regeln übertreten habe. Damit habe ich mir mein Urteil gewählt, die ewige Trennung von Gott. Die Bibel nennt das „Hölle“.

Diese Trennung kann kein Mensch aus eigener Kraft abwenden. Aber für Sie und für mich gibt es das Angebot: „Ich tausche mit dir. Ich übernehme deine Todesstrafe!“ Jesus Christus ist für uns am Kreuz gestorben und hat unsere Schuld bezahlt. Genau wie Pater Kolbe die Todesstrafe für jemand anderes übernommen hat. Darum ist der Tod von Jesus eine Freudenbotschaft. Er ist an unserer Stelle gestorben, damit wir auf ewig bei Gott im Himmel sein können. Es ist schon alles getan! Nur eines nimmt uns Jesus nicht ab: Die Entscheidung, ob wir sein Angebot annehmen.

Er sagt: „Ich liebe dich und darum will ich deine Strafe übernehmen. Tauschen wir?“ (vgl. 2. Korinther 5,20). Diese Entscheidung muss jeder selbst treffen. Ich habe sein Angebot angenommen und bin froh und dankbar dafür.

Jörn Averbeck,
Pastor in Eimke, Gerdau und Wriedel

 

Jahreslosung 2017

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.
Hesekiel 36,26

Tageslosung

Montag, 20. November 2017
Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf dass ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes.
Jesus sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die Gottes Wort hören und tun.

Copyright 2017 Ev.-luth. Kirchenkreis Uelzen. Alle Rechte vorbehalten.