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Loslassen im Advent

Wort zum Sonntag, 03.12.2017 (1. Advent)

Manchmal scheint es mir, als drehe sich die Welt von Jahr zu Jahr schneller. Und je schneller sie sich dreht, umso mehr muss man aufpassen, nicht selber herauskatapultiert zu werden. Leben heute ist ein Leben mit immensem Stress, wohingegen es zu früheren Zeiten doch gemächlicher zuging.

Aber stimmt das?, habe ich mich gefragt, als ich mich rund um das Reformationsjubiläum näher mit Martin Luther beschäftigt habe.

Nein, natürlich stand gerade auch ein Martin Luther tagtäglich unter einem großen Arbeitsstress mit allem, was damit einhergeht: Depression, Verzweiflung, Verbitterung.

Der Unterschied zu uns liegt wohl eher in seinem Umgang damit, wenn er z. B. schreibt: „Wenn ich besonders viel zu tun habe, muss ich besonders viel beten.“ Wir würden wahrscheinlich darauf antworten: „Na, das jetzt nicht auch noch.“ Oder er hat das konsequente Einhalten des Ruhetages angemahnt, wo wir gerne schon einmal vorarbeiten für die nächste Woche – mit dem Ergebnis, dass dann manchmal überhaupt kein freier Tag mehr bleibt.

Was wir häufig vergessen: Unsere christliche Tradition bietet uns Ruhezeiten an, den Lauf des Arbeitstages und der Arbeitswoche zu unterbrechen. Und auch die beginnende Adventszeit will so eine Ruhezeit sein. Sie muss nicht ohne Stress sein. Aber egal, was alles anliegt, es liegt doch an mir, Pausen vom Stress zu nehmen, jeden Morgen oder Abend ein paar Minuten zu reservieren für das Gebet, für einen kleinen Text oder einfach nur zum Innehalten. Manchmal reicht schon ein kurzer Moment, um aus dem hektischen Lauf der Welt auszusteigen und ganz bei sich zu sein.

Pastor Ulrich Hillmer,
Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Johannis am Stern in Uelzen


 

 

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Gott spricht:
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6

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Ein Tag des HERRN der Heerscharen kommt über alles Stolze und Hohe und über alles, was sich erhebt, und es wird niedrig sein.
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