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„Wie kann ein liebender Gott Leid zulassen?“

Wort zum Sonntag, 04.03.2018 (Okuli / 3. So. i. d. Passionszeit)

Wir befinden uns mitten in der Passionszeit, in der wir uns u. a. das Leiden und den Tod von Jesus bewusstmachen. Darum die Frage: Wie kann ein liebender Gott Leid zulassen, sei es bei uns oder an SEINEM Sohn Jesus?

Viele Menschen sehen nur zwei Möglichkeiten: Entweder Gott ist allmächtig und kann jedes Leid abwenden, aber ER tut es nicht, also ist ER nicht voller Liebe und gut. Oder Gott ist allgütig und würde gerne Leid abwenden, aber ER kann es nicht, also ist ER nicht allmächtig.

Doch wer sagt denn, dass unserem Verstand alle Dinge zugänglich sind und wir in der Lage sind, alles in der Welt erklären zu können?

Könnte es nicht vielmehr sein, dass Gott – der allwissend und unendlich klug ist – Gründe hat, warum ER Leid zulässt, die wir nicht einsehen oder verstehen können? Interessanterweise entfalten manche Tugenden und Charaktereigenschaften wie Treue, Mut, Selbstbeherrschung und Demut sich gerade unter schwierigen Lebensumständen.

Ich bin der Überzeugung, Leid schließt die Existenz Gottes nicht aus. Und ich glaube auch nicht an einen Gott, der dem Leid der Welt gleichgültig gegenübersteht, denn Jesus hat sich mitten ins Leid begeben.
ER wurde verraten, verleumdet, zu Unrecht angeklagt und verurteilt.
ER wurde von engsten Freunden verlassen.
ER hat körperliche Qual und Folterung auf sich genommen: Bespucken, Faustschläge, Stockhiebe, Peitschenhiebe.
ER wurde an ein Kreuz genagelt.
ER wurde verspottet und beleidigt, bevor ER starb.

Wem das zu theoretisch ist, dem empfehle ich den Film: „Die Passion Christi“ anzuschauen, wo das Leiden Jesu sehr dramatisch dargestellt wird.

Jesus hat gelitten wie kein anderer. Doch gerade in diesem Leid offenbart Gott mir SEINE größte Liebe, weil Jesus für all mein Versagen das Leid auf sich genommen hat. Und ER tat es für jeden Menschen.

John Stott – ein britischer Theologe – schrieb einmal: „Wenn es das Kreuz nicht gäbe, könnte ich persönlich nicht an Gott glauben. Wie könnte man in einer Welt des Schmerzes denn einen Gott anbeten, der gegen diesen Schmerz immun ist?“

Ich beende meine Andacht mit der guten Nachricht, dass es nicht Gottes Absicht ist, dass wir leiden, sondern ER spricht uns in Jeremia 29, Vers 11 zu: „Denn mein Plan mit euch steht fest: Ich will euer Glück und nicht euer Unglück. Ich habe im Sinn, euch eine Zukunft zu schenken, wie ihr sie erhofft.“

Ich lade Sie ein, sich Gott neu zu öffnen, damit Sie Gottes Liebe, Nähe und SEINE guten Pläne ganz neu erleben.

Ihr Pastor Marco Kirchner
Christus Zentrum Uelzen

 

Jahreslosung 2018

Gott spricht:
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6

Tageslosung

Dienstag, 19. Juni 2018
Wer meine Gebote hält und nach meinen Gesetzen lebt, der soll nicht sterben um der Schuld seines Vaters willen.
Ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi.

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