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Brot des Lebens - Kelch des Heils

Wort zum Gründonnerstag, 29.03.2018

„Brot des Lebens – für dich, Kelch des Heils – für dich.“ Alle im Altarraum reichen sich die Hände, wünschen nach rechts und links „Friede sei mit dir“ und lächeln sich dabei an.

Das war das Beste am Gottesdienst, sagen die KonfirmandInnen, die dabei waren. Das war nicht „hyggelig“ oder heile Welt. Sie haben dafür – für dieses Gemeinschaftserlebnis – nichts mitgebracht oder sich besonders gefühlt. Es hat niemand seine Meinung vertreten müssen. Es war auch keiner dabei, der wichtiger war als die anderen oder schöner oder schlauer. Es war, wie es war. Vielleicht haben sich nur wenige der Abendmahlsgäste an das allererste Mahl, das Jesus mit seinen Freunden gefeiert hat, erinnert. 

Und ob das Lächeln, was sich alle gegenseitig geschenkt haben, aus tiefstem Herzen kam, frei von Kummer und Sorgen – vielleicht. Alles ist möglich beim Abendmahl. Kraftquelle für die eine, Gewohnheit für den anderen. Kraftquelle mit der Aussicht, Frieden zugesprochen zu bekommen. Gewohnheit, weil man immer schon gegangen ist. „Brot des Lebens – für dich, Kelch des Heils – für dich.“ Eingängige und bejahende Worte, die zwar nicht aus der biblischen Abendmahlstradition stammen, aber dahinter steht die Aussage Jesu aus dem Johannesevangelium: „Ich bin das Brot des Lebens.“ (Joh. 6, 35)

Brot war schon immer ein Symbol für das Leben. Das zeigt die Geschichte des Brotbackens: Eigentlich haben die Ägypter das Brot erfunden. Sie hatten Backöfen und kannten den Sauerteig. Weisses Brot war dem Pharao vorbehalten, dunkles den Arbeitern. Die Israeliten bekamen täglich ihr frisches Manna. In Griechenland wurde das Brot schmackhaft mit Eiern und Gewürzen verfeinert. Im römischen Reich waren Bäcker hochangesehene Männer. Einer war sogar Bürgermeister von Pompeji. Im England des 13.Jh. entstand ein Brotamt, das von der Bäckergilde verwaltet wurde. Erst im Europa des 19.Jh. wird Brot zum allgemeinen Volksnahrungsmittel. Vorher war es reiner Luxus.

Nun ist Essen und Trinken ja an sich schon ein Genuss. Aber hungrige Seelen macht es noch nicht satt. Jesus sagt von sich: „ Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit.“ (Joh. 6, 51) Zum Brot muss also Gottes Wort kommen. Eins, das Kummer stillt, so wie Brot den Hunger. Eins, das die Seele zum Lächeln bringt, so wie es Spaß macht, in ein frisches knuspriges Brot zu beißen. „Brot des Lebens – für dich, Kelch des Heils – für dich.“

 

Herzlich grüßt Sie Utta Dittmar, Pastorin in Holdenstedt

 

Jahreslosung 2018

Gott spricht:
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6

Tageslosung

Samstag, 21. Juli 2018
Gott der HERR machte den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
Wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.

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