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Keine Prügelstrafe mehr!

Wort zum Sonntag, 06.05.2018 (5. So. n. Ostern / „Rogate“)

Vor genau 170 Jahre erließ der preußische König Friedrich Wilhelm IV: Es dürfen keine Prügelstrafen mehr verhängt und ausgeführt werden!

Der Startschuss für die antiautoritäre Erziehung? Mitnichten. Es ging dem König lediglich um die Gerichtsbarkeit, die in Zukunft keine Prügelstrafen, sondern „angemessene“ Freiheitsstrafen verhängen sollte. Es durften weiterhin Strafgefangene von den Wärtern, das Gesinde vom Herrn, Lehrlinge vom Meister, Schüler vom Lehrer und Kinder sowieso verprügelt werden.

Wie gut, das wir uns von diesen „Normalitäten“ im 19. Jahrhundert gänzlich verabschiedet haben ...

Doch fallen wir in unserer Zeit von der anderen Seite vom Pferd? Ich habe mich als Kind und Jugendlicher natürliche nicht über Maßregeln meiner Eltern gefreut, empfand sie vielleicht als eng und altmodisch. Doch wollte ich wie die Kinder zwei Straßen weiter, die zu 100 % antiautoritär erzogen wurden, leben? Nein, das empfand ich schon damals als irgendwie nicht richtig. Geschlagen wurde ich nicht, aber Anleitung muss sein – das erkannte ich schon damals.

Eine Straße hat Leitplanken, niemand würde von Freiheitsberaubung sprechen. Der Zug fährt um 16:00 Uhr. Niemand würde von Bevormundung sprechen. Es braucht Regeln. Regeln, die das Zusammenleben gestalten, ja erst ermöglichen.

Wenn die Bibel mit Leitplanken kommt, dann fühlen wir uns bevormundet und an Ketten gelegt. Doch ist es nicht für alle gut, wenn wir nach „Du sollst nicht lügen“ leben, wenn wir die Dinge des Nachbarn nicht „begehren“ und die Frau am Arbeitsplatz nicht mit anrüchigen Gedanken ansehen? Möchten Sie angelogen werden, bestohlen werden oder sich wünschen, das man Ihren Ehepartner …

Wir alle stehen hier in einer Schuld, weil wir es einfach nicht packen. Schuld gegenüber unserem Nächsten und Schuld gegenüber dem, der uns die Regeln gegeben hat. Ein Schuldspruch hat immer Konsequenzen. Es wäre nicht richtig, wenn der Urteilsspruch eines Richters keine Folgen hätte. Wie wäre es aber, wenn jemand anderes die Strafe für uns übernimmt. Das ist es, was Jesus für mich und für Sie getan hat. Und glauben Sie mir: es geht um weit mehr als eine Prügelstrafe. Das anzunehmen gilt es! Wie und warum Jesus das gemacht hat? Gehen Sie doch mal in eine Kirchengemeinde und fragen Sie nach. Es lohnt sich – versprochen!

Pastor Jörg Theissen,
Freie ChristenGemeinde KRAFTSTROM

 

Jahreslosung 2018

Gott spricht:
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6

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Montag, 22. Oktober 2018
Wir warten auf dich, HERR, auch auf dem Wege deiner Gerichte.
So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.

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