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Lass meine Mutter aus dem Spiel!

Wort zum Sonntag, 02.09.2018 (14. So. n. Trinitatis)

Eine laute Meinungsverschiedenheit. Im hitzigen Gefecht fliegen die Worte hin und her. Plötzlich rutscht ein unüberlegtes Wort raus, das jede Grenze überschreitet. Das war jetzt ein Schritt zu weit. Eine angespannte Ruhe breitet sich im Raum raus: „Lass meine Mutter aus dem Spiel ...!“

Wir sind sensibel, wenn es um unsere Familie geht. Gerade eine liebevolle Beziehung zu ihnen macht uns verletzlich, wenn Böses über sie gesagt wird. Eine gezielte Beleidigung unserer Liebsten ist ein Stich ins Herz.

Gesetzlich geahndet wird das möglicherweise nicht. Doch unsere Gesellschaft ist sich einig, dass die Familie beim Diskutieren und Streiten außen vor gelassen wird. Diese Karte zu ziehen ist unhöflich und tabu. Pfui, wer so etwas tut!

Für mich als Christ ist Gott ein nahes und liebevolles Gegenüber. Laut Bibel will Gott mich trösten wie eine Mutter (Jesaja 66,13). Er erlaubt mir, Papa zu ihm zu sagen (Galater 4,6). Jesus nennt seine Nachfolger Bruder und Schwester (Matthäus 12,50). Ich fühle mich zu diesem Gott so innig hingezogen wie zu meiner Familie. Wenn ich an ihn denke, wird mir warm um das Herz. Lernen Sie ihn kennen, wenn Ihnen diese Beschreibung fremd ist!

Ich bin sensibel, wenn es um meinen Gott geht. Gerade meine liebevolle Beziehung zu ihm macht mich verletzlich, wenn Böses über ihn gesagt wird. Eine gezielte Beleidung meines Geliebten ist ein Stich in mein Herz.

Gesetzlich geahndet wird das möglicherweise nicht. Manche Nichtreligiöse bezweifeln, ob die Verletzung religiöser Gefühle tabu ist und halten sich nicht daran. Darum schildere ich, wie tief und liebevoll sich meine Beziehung zu Gott anfühlt. Ich möchte ein Verständnis dafür schaffen, dass mich religiöse Beleidigung trifft.

Eine angespannte Ruhe steht im Raum. Und ich appelliere an den Anstand: „Lass meine Mutter aus dem Spiel ...!“

Jörn Averbeck
Pastor in Eimke und Gerdau

 

Jahreslosung 2018

Gott spricht:
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6

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Freitag, 16. November 2018
Es ist kein Fels, wie unser Gott ist.
Jesus spricht: Wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.

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