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Sorgt euch nicht um euer Leben

Wort zum Sonntag, 09.09.2018  (15. So. n. Trinitatis)

Klingt das nicht ein bisschen zu sorglos? Wir erfahren doch jeden Tag, dass die Sorge zu unserem Leben gehört, die Sorge um Brot, Sorge um Haus, Sorge um die Arbeit, um die Gesundheit, Sorge um die Kinder, um Verwandte, Sorge um die Zukunft, Sorge für die Umwelt.

Jesus will uns sicher nicht zu einer Art Nichtstun ermuntern. Jesus hat von seinem Vater Josef gelernt, wie man sich mit seiner Hände Arbeit den Lebensunterhalt verdient. Sorgen und Voraus denken gehören durchaus zu unserem Leben. Aber trotzdem scheinen wir nicht immer richtig damit umzugehen. Woran kann es liegen, dass es uns die Freude am Leben nimmt?

Ein Denker unserer Zeit hat gemeint: Viele Tragödien fangen damit an, dass jemand sich mit anderen vergleicht. Wenn jemand anfängt zu vergleichen, dann ist nicht mehr die Frage, wer bin ich, was brauche ich, was genügt mir, welches Leben will ich führen. Nein, der andere wird zum Maßstab, die Sorge wird zur Krankheit, weil wir uns selbst überfordern. Wir sehen eigentlich nicht mehr das, worauf es ankommt. Im Evangelium heißt es da einfach: Dein Leben ist doch mehr als Essen und Trinken. Und dein Leib ist doch wichtiger als die Kleidung. - Klingt alles so klar und einfach, und doch decken wir das alles oft genug mit unseren übertriebenen Sorgen zu.

Jesus will sagen: Fragt in aller Sorge nach dem Wichtigen, fragt nach euch selbst, nach eurem Leben, und denkt daran, dass auch dieses Leben euch geschenkt ist von dem, der um euch besorgt ist. Das heißt, richtig leben kann ich nur, wenn ich auf Gott vertraue, wenn ich in Verbindung mit ihm lebe. Und wem könnte ich mehr vertrauen als dem, der von sich sagt, dass er selber das Leben ist. Er ist der tragende Grund.

Wir entscheiden uns für einen Gott, der unser Leben kennt und der weiß, was uns gut tut, und nicht will, dass wir unser Leben auffressen lassen von Sorgen, die uns überfordern.

Die Botschaft Jesu lautet: Lebt euer Leben als Geschenk, das Gott gibt. Er sorgt für euch, dass euer Leben seine Erfüllung findet. Jetzt und für immer.

Pater Przemysław Przygódzki OFMConv.
Kaplan in der katholischen Gemeinde „Zum göttlichen Erlöser“ in Uelzen

 

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Gott spricht:
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6

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17. Sonntag nach Trinitatis
Ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.
Johannes schreibt: Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.

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