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Krieg beendet – Kämpfe entfacht

Wort zum Sonntag, 30.09.2018 (18. So. n. Trinitatis)

Im Irak und in Afghanistan haben die Vereinigten Staaten mit Verbündeten Kriege gewonnen, Kämpfe rumoren aber weiterhin. Regelmäßig hören wir von Untergrundkämpfern und Attentätern, die die Welt in Atem halten, nicht zur Ruhe kommen lassen.

Die westliche Welt war ausgezogen, den Terror zu bekriegen. Jenen Krieg haben sie gewonnen, die Wurzel des Terrors jedoch konnten sie nicht bekämpfen. Kämpfe lodern auch weiterhin in der Welt.

Von einem die Welt übergreifenden Kampf ist in der Offenbarung des Johannes zu lesen, in dem der Erzengel Michael für das Volk Gottes kämpft. Sein Gegner ist die satanische Macht: Der große Drache, die alte Schlange, kurz: der Teufel. Während der Sieg im Himmel bereits errungen ist, bündelt der Widersacher seine Kräfte auf Erden, hält sie in Schach.

In der Bibel lesen wir an vielen Stellen, dass das Böse nicht in Form eines roten Wesens mit Hufen und Hörnern existiert, aber doch als widergöttliche Macht: Konzentrationslager im 3. Reich sowie Tod von Angehörigen, nachdem über Aleppo und Homs Raketen hagelten ... All das macht deutlich, dass wir in einer noch unerlösten Welt leben.

Seit der Versuchung Evas im Paradies erfahren Menschen immer wieder ihre ganz persönlichen Verlockungen, ringen mit ihren Schatten: Westernhagens „Johnnie Walker, nun bist Du wieder da“ erklingt, oder wenn der heimliche Schokoriegel die Diät schon wieder für nichtig erklärt.

Der himmlische Krieg ist zwar beendet, so dass oben der Lobpreis über den endgültigen Sieg angestimmt wird. Jedoch bleibt jener Lobpreis hier unten vielerorts aus, wird aber zukünftig überall auf Erden ertönen. Wie ein undichtes Scheunendach Wasser durchtropfen lässt, das den Boden befeuchtet, so ist es eine Frage der Zeit, bis unterm Himmelsdach Neues entsteht: „Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?“, prophezeit Jesaja.

An diesem Wochenende feiern viele Kirchengemeinden den Michaelistag, denken an Erzengel Michael und alle Engel, die jenen Sieg herbeigeführt haben, uns in Zeit und Raum beschützen wollen. Helfen wir unseren verbündeten Schutzengeln im Privaten, Beruflichen, Zwischenmenschlichen – in unserem Leben, sodass auch wir irgendwann sagen könnten: „Nun ist das Heil, die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden, die Macht seines Christus. Denn der Verkläger unserer Brüder und Schwestern ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserm Gott.“ (Offenbarung 12,10).

Pastor Julian Wyrwa
Ev.-luth. Kirchengemeinden St. Marien Uelzen und Veerßen

 

 

Jahreslosung 2018

Gott spricht:
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6

Tageslosung

Montag, 10. Dezember 2018
Ich will dich loben mein Leben lang und meine Hände in deinem Namen aufheben.
Paulus schreibt: Ich bitte euch nun, vor Gott einzutreten für alle Menschen in Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung.

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