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Kampf zwischen Gut und Böse

Wort zum Sonntag, 21.10.2018 (21. So. n. Trinitatis)

Zwei Ringer betreten die Arena. Der Kampf kann beginnen. Die Menge jubelt ihnen zu. Die Fans feiern ihren Favoriten. Die Sympathien liegen ganz klar bei dem einen. Doch der andere kann schneller punkten. Und schon hat dieser seinen Gegner überwunden. Der liegt am Boden, der Sieger aber strahlt. Während die einen feiern, sind die anderen enttäuscht.

Es kann eben nicht jeder gewinnen. Und nicht immer gewinnt der Beste. Es ist nicht einmal sicher, dass das Gute gewinnt. In einen Ringkampf zwischen Gut und Böse führt der Wochenspruch des Sonntags hinein. Allerdings sind wir dabei nicht länger nur Zuschauer, sondern mitten in den Kampf gestellt. – Der Apostel Paulus fordert auf: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!“ (Römerbrief 12,21)

 

Ein Ringkampf zwischen Gut und Böse. Erstaunlich ist, der Gegner ist nicht der andere. Dann wären wir ja schnell fertig. Denn schuld sind doch immer die anderen. Das besondere an diesem Kampf ist, dass er in mir selbst ausgetragen wird. Oft ist es nur meine lose Zunge, das schnell dahingeredete Wort, eine spitze Bemerkung. Leichthin gesagt und doch schwer getroffen.

Wie schnell habe ich den anderen mit Worten verletzt. Ein Streit ist schnell vom Zaun gebrochen. Und ehe ich mich versehe – vermeintlich noch mitten im Ringen mit dem anderen – hat das Böse mich überwunden. Jetzt auch noch Recht haben zu wollen macht alles nur schlimmer.

Lass dich nicht vom Bösen überwinden! – Maßlos wird das Böse, wenn der Gegner kein Gegenüber mehr ist. Wer auf Abstand geht und dem anderen nicht länger in die Augen schaut, der lässt dem Bösen freien Lauf. In den sozialen Medien lässt sich grenzenlos über den anderen herziehen. Da werden Worte zu Waffen, hochgerüstet, schamlos und ohne Barmherzigkeit.

Eine neue Straftat ist geboren, die Hassrede. Hate speech. Allein die Wortkreation lässt einen zweifeln und fragen, wie kommt  man da wieder raus? Wie kann das Böse überwunden werden, wenn die Hassrede sich verbreitet? Wer wagt sich in den Ring und tritt dem Bösen entgegen? Wer ist bereit, um das Gute zu ringen?

Überwinde das Böse mit Gutem! – Es ist die gute Nachricht, die frohe Botschaft, das Evangelium von Jesus, was der Kirche aufgetragen ist. Der Welt Gutes sagen und dem einzelnen Menschen. Im Hören auf das Gute wendet sich der Kampf. Wo die gute Botschaft und das Wort von der Vergebung die Herzen erreicht, kann das Böse überwunden werden. Dafür steht der ein, der sich nicht hat vom Bösen überwinden lassen, sondern das Böse mit Gutem überwand: Jesus. Gutes zu sagen, ist sein Auftrag.

Pastor Andreas Eisen
Christus-Gemeinde Nettelkamp
Selbständige Ev.-luth. Kirche (SELK)

 

Jahreslosung 2018

Gott spricht:
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6

Tageslosung

Freitag, 16. November 2018
Es ist kein Fels, wie unser Gott ist.
Jesus spricht: Wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.

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