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Dieses „und“

Wort zum Buß- und Bettag, 21.11.2018

Buß- und Bettag – ein Tag wie jeder andere. Ein normaler Werktag, längst schon kein Feiertag mehr.

Buß- und Bettag – eine Möglichkeit, sich Zeit zu nehmen zum Innehalten und zum Nachdenken über mein Leben. Wo empfinde ich es als sinnvoll und erfüllt? Wo bin ich schuldig geworden an anderen?

Im Vaterunser beten wir: „Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.“ Dieses „und“ fällt mir auf; dieser Zusammenhang zwischen unseren Grundbedürfnissen und unserer Schuld.

Kein Leben ist ohne Schuld. Wir kommen aus unserer schuldhaften Verstrickung gar nicht heraus. Denn wir sind Teil eines Systems, in dem wir schuldig werden, ohne es zu wollen. Wir leben nicht so, dass auch andere genügend zum Leben haben. Und wir brauchen Vergebung wie das tägliche Brot. Es geht nicht um Vergebung für einzelne Taten. Unser ganzes Leben muss zurechtgebracht werden.

Bußtage sollten immer schon helfen, den Blick zu weiten. Sie sollten zeigen: Wir sind in eine Gemeinschaft eingebunden, mit all ihren guten Seiten und ihren Irrtümern. Dem können wir uns nicht entziehen. Deshalb ist es sinnvoll, sich an diesem Tag gemeinsam zu besinnen und zu beten.

„Vergib du uns unsere Schuld“ – und wir können das dann auch. „Vergib du uns“ – und wir werden frei, anderen zu vergeben und Schritte der Versöhnung zu tun.

Mit unseren kleinen Handlungsmöglichkeiten können wir uns auf den Weg machen:

  • Mit dem, was an fairem Handel für bessere Arbeitsbedingungen sorgt.
  • Mit dem, was an Gastfreundlichkeit für Fremde möglich ist.
  • Mit dem, was an Verzicht und Abgeben anderen hilft.
  • Mit dem, was an Verständnis und Zugewandtheit zwischen Eltern und Kindern, zwischen den unterschiedlichen Generationen möglich ist.

Kleine, unscheinbare Schritte auf dem langen Weg der Vergebung und Versöhnung.

„Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.“ Wie gut, dass wir so beten können, allein oder gemeinsam mit anderen. Auch am Buß- und Bettag.

Pastorin Dorothea Mecking
Ev.-luth. Kirchengemeinden Molzen, Rätzlingen und Lehmke-Wieren

 

Jahreslosung 2018

Gott spricht:
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6

Tageslosung

Donnerstag, 13. Dezember 2018
Ich tilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sünden wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich!
Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.

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