• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Startseite Wort zum Sonntag Ganz viel erwarten

Ganz viel erwarten

Wort zum Sonntag, 02.12.2018 (1. Advent)

Am Sonntag ist 1. Advent. Wieder einmal Advent. Vier Wochen Adventszeit. Vier Wochen Vorbereitung auf Weihnachten. Auch in diesem Jahr werde ich fast ein bisschen überrascht. Ist es schon wieder soweit? Ja, tatsächlich, wir entzünden die erste Kerze. Es ist Advent.

Die Adventszeit ist eine besondere Zeit im Jahr. Fast jeder Mensch liebt den Advent. Es ist so, als dürften wir zurückreisen in unsere Kindheit: Der Duft von Tannengrün und Lebkuchen. Punsch und Kerzenschein. Die schönen, vertrauten Lieder. Der Weihnachtsmarkt um die Marienkirche herum. Das Öffnen der 24 Türchen am alten Rathaus. All das lieben wir.

Advent und Weihnachten sprechen etwas ganz Tiefes in uns an: Ein Kind in einer Krippe. Eine Mutter, die ihr Kind in den Armen hält. Die Hirten, die sich auf den Weg machen zum Hirten aller Menschen. Die Magier aus dem Osten, die vor dem Kind niederfallen und ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe schenken. All das geht zu Herzen und bleibt nicht im Verstand hängen.

Aber: Was machen wir aus dem Advent? Für fast alle Menschen ist die Adventszeit eine hektische Zeit. Für viele ist Advent und Weihnachten nicht die Ruhe der Felder von Bethlehem, sondern die Hetze durch Fußgängerzonen und Geschäfte.

Wo bleiben da die Momente, in denen wir innehalten, zur Ruhe und zur Besinnung kommen? – In der Stille, im Schweigen, im Beten finden wir einen Zugang zum Advent: „Advent“ ist ein lateinisches Wort und heißt „Ankunft“. Es geht um die Ankunft Gottes in unsere Welt. Jesus sagt, wie wir uns auf die Ankunft Gottes vorbereiten sollen: „Richtet euch auf und erhebt eure Häupter, denn eure Erlösung ist nahe.“

Der Advent sagt uns: Du darfst etwas vom Leben erwarten. Und Du darfst ganz viel von Gott erwarten! Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer führt uns mitten hinein in die Botschaft des Advent, wenn er sagt: „Niemand besitzt Gott so, dass er nicht mehr auf ihn warten müsste. Und doch kann niemand auf Gott warten, der nicht wüsste, dass Gott schon längst auf ihn gewartet hat.“

Das wünsche ich Ihnen und mir in dieser Adventszeit: Dass wir ganz viel erwarten, weil das Kind in der Krippe uns erwartet. Ich wünsche uns, dass wir vor der Stille nicht weglaufen. Ich wünsche uns, dass wir in dieser Adventszeit das machen, was Jesus sagt: „Richtet euch auf und erhebt eure Häupter, denn eure Erlösung ist nahe.“

Pastor Armin Sauer,
Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Petri Uelzen

 

 

Jahreslosung 2018

Gott spricht:
Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6

Tageslosung

Donnerstag, 13. Dezember 2018
Ich tilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sünden wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich!
Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.

Copyright 2018 Ev.-luth. Kirchenkreis Uelzen. Alle Rechte vorbehalten.