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Startseite Wort zum Sonntag „Mir geschehe, wie du gesagt hast.“

„Mir geschehe, wie du gesagt hast.“

Wort zum Sonntag, 23.12.2018 (4. Advent)

Es ist eine echte Punktlandung geworden. Monatelang wurde die Uelzener St.-Marien-Kirche saniert. Und lange war unklar, ob Maler, Restauratorin und Gerüstbauer pünktlich zum Heiligabend fertig werden. Sie haben es geschafft. Am 4. Advent wird St. Marien wieder eröffnet. Das passt, denn am 4. Adventssonntag steht die Frau im Mittelpunkt, die der Kirche ihren Namen gegeben hat: Maria.

Marias Geschichte beginnt mit einem Engel: „Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären ...“ Der hat gut reden! Taucht einfach auf und bringt alles durcheinander. Schwanger! Ob sich ein Engel überhaupt vorstellen kann, was das für sie bedeutet? Sie ist doch viel zu jung. Maria hat Angst, fühlt sich überfordert. Wie soll sie das schaffen: Mutter sein? Sie versteht nicht, was ihr da geschieht. Ihr Weg, so scheint es, führt ins Ungewisse und wohl ist ihr dabei nicht.

Was Maria erlebt hat – vor so lange Zeit, wiederholt sich bis heute. Dinge geschehen, die wir uns nicht ausgedacht haben und selbst nie ausgesucht hätten. Vertrautes gerät in Unordnung. Menschen wissen nicht weiter und fragen sich ängstlich: Wie soll ich schaffen, was mir auferlegt ist?

Maria hadert. Andererseits: Was, wenn der Engel recht hat? Und der Weg ins Ungewisse tatsächlich ein Weg ist, auf den Gott sie sendet? Sie zögert, hat noch so viele Fragen. Aber dann sagt sie: „Ich bin des Herrn Magd.“ Sie willigt ein, weil sie ahnt: Das, was sie schreckt, kann doch gut werden. Denn es kommt von Gott. Und so nimmt Maria die Aufgabe an: „Mir geschehe, wie du gesagt hast.“ Dieser Moment ist in einem der Kirchenfenster von St. Marien festgehalten. Aufrecht steht Maria dort dem goldgewandeten Engel gegenüber. Sie ist nicht mehr verschüchtert oder erschrocken. Sondern hat ihre Entscheidung getroffen: „Mir geschehe …“

Bis heute gilt Maria deshalb als Vorbild: Weil sie sich vom Leben nicht klein machen lässt. Sondern darauf vertraut, dass der Himmel es gut mit ihr meint. Selbst dort, wo sie nicht versteht und zurückschreckt. Und weil sie deshalb mutig und aufrecht ihren Weg geht.

Ob in St. Marien, frisch saniert, oder in einer der anderen wunderbaren Kirchen des Landkreises: Mögen Sie davon in den kommenden Festtagen etwas spüren: Der Himmel meint es gut. Nicht nur mit Maria. Sondern auch mit uns. Auch wir können unsere Wege getrost gehen.

Einen schönen 4. Advent!

Pastor Florian Moitje,
St. Marien Uelzen und Veerßen

 

 

 

 

 

 

 

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