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Kehrt um!

Wort zum Aschermittwoch, 06.03.2019
(Beginn der Passionszeit)

Wenn wir ein Wörterbuch aufschlagen, lesen wir, dass der Aschermittwoch der Beginn der vierzigtägigen Fastenzeit ist. An diesem Tag soll spürbar werden, dass die Christen gemeinsam aufbrechen, um an Ostern Christus in besonderer Weise zu begegnen.

Der Aschermittwoch als Fasten- und Abstinenztag kommt uns vielleicht trübe und grau vor. Dem ist aber nicht so, sollte es zumindest nicht sein. Dieser Tag markiert für uns Christen den Anfang eines Weges. Und weil dieser Weg so wichtig ist, bekommen wir ein Zeichen auf die Stirn gedrückt, ein Zeichen unserer Erlösung, ein Kreuz aus Asche.

Es ist eine Zeit, die geprägt ist vom Kern der Botschaft Jesu: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe, kehrt um und glaubt an das Evangelium!

Gott will uns seine Liebe zeigen und will, dass wir anfangen seiner Liebe zu trauen. Es gibt genug Ereignisse in unserem Alltag, an denen wir dieses Vertrauen üben können. Umkehr ist dadurch ein konkretes Geschehen im Leben eines jeden Menschen. Umkehr ist etwas, was notwendig ist, als Not–wendend und deshalb andauernd wichtig.

Wir können Umkehr mit dem Essen vergleichen. Man kann weniger oder mehr essen aber ohne Essen geht es nicht. Man würde sterben. Und ohne Umkehr stirbt ein Christ. Umkehr ist auch verbunden mit Verzicht. Aber man verzichtet nicht „auf etwas“ sondern „für etwas“ oder besser gesagt „für jemanden“. Umkehr das ist Umwandlung des alten Menschen in einen neuen Menschen. Dazu hilft uns die Fastenzeit.

Fasten, Almosen geben, beten, wie Jesus es im Evangelium meint, soll aber nicht dazu führen, dass vor allem ich etwas davon habe. Fasten, wie es Gott gefällt, heißt vielmehr, Geist, und Kopf freibekommen für das, was in meinem Leben wirklich wichtig ist. Fasten ist eine Hilfe, in mein Herz zu schauen, mein Leben zu überprüfen, zu fragen: Worum müsste es mir als Christ eigentlich gehen?

Umkehr umfasst mein ganzes Herz, alle meine Gedanken mein ganzes Leben.

Lassen wir uns von der Botschaft Jesu wieder neu treffen, lassen wir unser Herz von ihm berühren und rufen wir voll Hoffnung zu ihm:
Getreuer Gott, im Vertrauen auf dich beginnen wir die vierzig Tage der Umkehr und Buße. Gib uns die Kraft zu christlicher Zucht, damit wir dem Bösen absagen und mit Entschiedenheit das Gute tun.

Pater Wojciech (Adalbert) Chmielowiec OFMConv.
Kaplan in der katholischen Gemeinde „Zum göttlichen Erlöser“ in Uelzen

 

Jahreslosung 2019

Suche Frieden und jage ihm nach!
Psalm 34,15

Tageslosung

Mittwoch, 22. Mai 2019
Das ist der HERR, auf den wir hofften; lasst uns jubeln und fröhlich sein über sein Heil.
Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk.


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