• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Startseite Wort zum Sonntag Elektrifiziert: Erlesen sich in Beziehung setzen

Elektrifiziert: Erlesen sich in Beziehung setzen

Wort zum Sonntag, 12.05.2019 (3. So. n. Ostern / Jubilate)

Eines Tages kam Thomas Edison von der Schule nach Hause und gab seiner Mutter einen Brief. Er sagte ihr: „Mein Lehrer hat mir diesen Brief gegeben und sagte mir, ich solle ihn nur meiner Mutter zu lesen geben.“ Die Mutter hatte die Augen voller Tränen, als sie dem Kind laut vorlas: „Ihr Sohn ist ein Genie. Diese Schule ist zu klein für ihn und hat keine Lehrer, die gut genug sind, ihn zu unterrichten. Bitte unterrichten Sie ihn selbst.“

Viele Jahre nach dem Tod der Mutter, Edison war inzwischen einer der größten Erfinder des Jahrhunderts, durchsuchte er eines Tages alte Familiensachen. Plötzlich stieß er in einer Schreibtischschublade auf ein zusammengefaltetes Blatt Papier. Er nahm es und öffnete es. Auf dem Blatt stand geschrieben: „Ihr Sohn ist geistig behindert. Wir wollen ihn nicht mehr an unserer Schule haben.“ Edison weinte stundenlang und danach schrieb er in sein Tagebuch: „Thomas Alva Edison war ein geistig behindertes Kind. Durch eine heldenhafte Mutter wurde er zum größten Genie des Jahrhunderts.“ (aus dem Englischen übersetzt von Bhajan Noam)

Wir brauchen solche Menschen mit Hingabe: „Ich vertraue dir“, die versprechen: „Ich bin für dich da“ und versichern: „Ich bin da“, die großzügig sind: „Ich verzeihe dir“ und interessiert: „Erzähl mal“, die bekennen: „Vergib mir“, die in aller Höflichkeit „Bitte“ und in Respekt „Danke“ sagen können, mit Selbstaufgabe: „Du hast recht“ – und bereit sind dazuzulernen: „Was denkst du darüber?“, die in Zuneigung sind: „Es ist schön, dich zu sehen“ und Offenheit: „Was möchtest du unternehmen?“, die voller Wertschätzung sind: „Deine Meinung ist mir wichtig“.

Miteinander ehrfurchtsoll umgehen ist der Kern jeder Beziehung. (Beziehungs:Sätze und Ehr:Furcht aus Armin Jans "Tief:Denker") Wir brauchen keine Schwierigkeiten zu haben mit den Vorstufen der Ehrfurcht, mit dem Akzeptieren, dem Tolerieren, dem Anerkennen.

Allerdings brauchen wir die Verweigerung der Menschenwürde nicht anzuerkennen und deren tätliche Missachtung in Wort und Handlung nicht zu tolerieren. Positiv gesprochen: „Liebt einander mit aufrichtiger Zuneigung und habt Freude daran, euch gegenseitig Achtung zu erweisen." (Paulus an die Römer 12,10)

Pastor Frank-Peter Schultz
Ev.-luth. Kirchengemeinde Oldenstadt-Groß Liedern

 

 

Jahreslosung 2019

Suche Frieden und jage ihm nach!
Psalm 34,15

Tageslosung

Mittwoch, 24. Juli 2019
Ich will auf den HERRN schauen und harren auf den Gott meines Heils; mein Gott wird mich erhören.
Hoffnung lässt nicht zuschanden werden.


Copyright 2019 Ev.-luth. Kirchenkreis Uelzen. Alle Rechte vorbehalten.