• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

Erfrischend

Wort zum Sonntag, 04.08.2019 (7. So. n. Trinitatis)

Schon wieder 29 Grad. Die Hitze macht mir zu schaffen. Im Urlaub waren es nur wenige hundert Meter vom Ferienhaus zum Fjord. Da war es leicht, Abkühlung zu finden. Morgens eine Runde Schwimmen. Und nach der Mittagshitze wieder ins Wasser. Das ließ sich gut aushalten! Aber der Urlaub ist vorbei.
Während ich im Auto unterwegs bin, fällt mein Blick auf eine Gruppe von Straßenarbeitern, die die Asphaltdecke erneuern. „Wie muss es denen jetzt gehen?“, denke ich. Die haben neben der Hitze von oben auch noch die Hitze von unten. Wie gut würden denen jetzt eine Erfrischung tun! Und wie sehr würden sie sich über einen Arbeitsplatz im Schatten freuen!

Dieser Sommer hat nicht nur immer neue Hitzerekorde vorzuweisen. Er ist auch arm an Regen. Unter der Trockenheit leidet die Natur. Felder vertrocknen oder werden von Landwirten mit großem Aufwand beregnet. In den Wäldern finden viele Bäume nicht mehr genügend Feuchtigkeit.

In der Bibel sind sowohl Mangel an Wasser, als auch ein Zuviel an Hitze bekannte Probleme. Damit hatte man in Israel immer schon zu kämpfen. Von daher wird nicht nur erfrischendes Wasser, sondern auch Schatten als etwas Wohltuendes beschrieben. Gott selbst wird uns vorgestellt als derjenige, der Schatten gibt und dafür sorgt, „dass dich des Tages die Sonne nicht steche“ (Psalm 121). Er führt zum frischen Wasser und „erquickt meine Seele“ (Psalm 23).

Mir gefällt an dem biblischen Gottesbild sehr, dass Gott sich nicht ausschließlich um die Seele kümmert. Er sieht meine Bedürftigkeit nach Wasser und Schatten und nach all dem, was mein Leben lebendig macht.

Dieser Sommer hatte für meinen Geschmack bereits zu viele heiße Tage. Und doch war er reich an erfreulichen Begebenheiten. Das „schöne“ Wetter hat auch viele schöne Begegnungen draußen möglich gemacht. Besonders gerne denke ich an laue Sommerabende, an denen man noch lange draußen sitzen konnte.

Wenn Gott die Seele „erquickt“, also erfrischt, dann ist das wie ein sanfter, lang andauernder Regen auf ein dürres Feld. Das Leben kehrt zurück.

Die Begegnung mit Gott ist für uns Menschen erfrischend. In ihm finden wir eine Quelle, die unseren Durst stillt und uns neuen Mut zum Leben schenkt. Bei ihm können wir auftanken. Nicht nur im Urlaub.

Pastor Carsten Junge
Ev.-luth. Georgs-Kirchengemeinde Kirchweyhe-Westerweyhe

 

 

Jahreslosung 2019

Suche Frieden und jage ihm nach!
Psalm 34,15

Tageslosung

Donnerstag, 12. Dezember 2019
Gib acht auf deine Füße, wenn du zum Hause Gottes gehst. Und tritt hinzu, um zu hören.
Wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen.


Copyright 2019 Ev.-luth. Kirchenkreis Uelzen. Alle Rechte vorbehalten.