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Das Vaterherz Gottes

Wort zum Sonntag, 16.02.2020 (2. So. v. d. Passionszeit)

Aua! Der Hausschuh meines Stiefvaters hatte meinen nackten Hintern getroffen. Was war passiert? Meine Mutter war unterwegs und ich hatte mit meinen 1½ Jahren in ihrer Abwesenheit die Windel vollgemacht. Mein Stiefvater war der Meinung, dass man in meinem Alter aufs Klo gehen konnte und versuchte es mir entsprechend einzuprügeln. – Dies ist wohl die älteste Erinnerung, die ich habe und leider keine schöne. Da mein leiblicher Vater mit Abwesenheit geglänzt hat, war mein Vaterbild entsprechend geprägt ...

Mit ca. 17 Jahren fing ich an, den christlichen Glauben aktiv zu leben. Mit „Jesus“ als meinem Freund und Retter kam ich ganz gut zurecht, aber dass ich Gott mit „Vater“ im Gebet anreden sollte (z. B. im Vaterunser) fiel mir schon schwerer. Für mich war dieser Gott eher so etwas wie ein Polizist, der nur darauf wartet, dass ich einen Fehler mache, um mich entsprechend zu bestrafen. Wenn etwas in meinem Leben nicht gut lief, deutete ich dies als Strafe Gottes ...

Mit Mitte 20 besuchte ich einmal ein Seminar. Die Referentin kam aus Australien und zeigte uns einen kleinen Koalabären aus Stoff. Als sie ihn hoch hielt, hörte ich plötzlich eine Stimme in meinem Inneren: „Mein Kind, weil ich dich liebe, bekommst du diesen Koalabären geschenkt!“ Zuerst fragte ich mich, ob ich noch ganz gesund bin (da ich plötzlich „Stimmen“ hörte) und schob das Ganze innerlich weg. Doch die Stimme wiederholte dasselbe noch zwei Mal. – Um es kurz zu machen: Obwohl mehr als 30 Personen im Raum waren und ich am weitesten weg saß, bekam ich tatsächlich den Koalabären geschenkt. Bei der Übergabe bekam ich fast kein Wort raus, so angerührt war ich innerlich.

Seit diesem Erlebnis hat sich mein Bild von Gott als Vater Stück für Stück verändert. Es gibt nichts, was mein Leben nachhaltiger verändert hätte als die phantastische Entdeckungsreise, dass ich in der Liebe des himmlischen Vaters leben darf!

Ich freue mich auf das Seminar-Wochenende Mitte Februar im Christus Zemntrum Uelzen, wo ich diese persönliche Liebe noch mehr vertiefen darf und lerne, sie in meinen Alltag zu integrieren.

Diese Entdeckung des Vaterherzens Gottes kann eine völlig neue Sicht ermöglichen: ein neues Gottesbild, eine neue Identität als geliebte Töchter und Söhne, neue Herzensbeziehungen untereinander, neue Ausdrucksformen und neue Offenbarungen aus dem Wort Gottes! So wird es uns, die wir an Gott glauben, zugesprochen (1. Johannes 3,1): „Seht doch, wie sehr uns der Vater geliebt hat! Seine Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt – und wir sind es wirklich!“

Ich lade Sie ein, für sich diese Liebe Gottes neu oder das erste Mal zu entdecken!

Ihr Pastor Marco Kirchner
Christus Zentrum Uelzen

 

Tageslosung

Montag, 17. Februar 2020
Es werden sich zum HERRN bekehren aller Welt Enden.
Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.


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