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Startseite Wort zum Sonntag Vom Staub des Alltags zur Auferstehung

Vom Staub des Alltags zur Auferstehung

Wort zum Beginn der Passionszeit, 17.02.2021 (Aschermittwoch)

„Dies ist eine Zeit der Gnade, damit wir Gottes liebevoll auf uns gerichteten Blick annehmen und unter diesem Blick unser Leben ändern. Wir sind in dieser Welt, um von der Asche zum Leben zu gelangen. Lasst uns also die Hoffnung nicht zerstäuben, lassen wir den Traum, den Gott von uns hat, nicht zu Asche werden. Lasst uns nicht in Resignation verfallen“, sagt Papst Franziskus

Im Johannesevangelium (8,1–11) brachten die Schriftgelehrten und Pharisäer zu Jesus eine Frau, die nach dem Gesetz hingerichtet werden sollte. Sie wollten Jesus eine Falle stellen. Deshalb fragten sie ihn: Was sagst du? – Jesus sagte nichts. Er schrieb auf den Boden.

Viele haben deshalb überlegt: Was hat Jesus geschrieben? – Viele meinen, er wollte keinen Kommentar geben und sich von den Leuten trennen. Andere weisen auf einen Vers aus dem Buch des Propheten Jeremia hin: „Die sich von mir abwenden, werden in den Staub geschrieben, denn sie haben den HERRN verlassen, den Quell lebendigen Wassers.“ (Jeremia 17,13b)

Die Namen aller Menschen sind in den Staub geschrieben. In der Fastenzeit, der Zeit der Gnade, werden wir gerufen, uns „aus dem Staub zu machen“. Unsere Quelle – Gott – wartet auf uns. Das Aschenkreuz bedeutet: Wir machen uns aus dem Staub. Wir wollen nicht mehr schnell urteilen, nicht mehr unseren bloßen Bedürfnissen nachgehen, sondern wir wollen Gott finden und ihm nahekommen.

Gib die Hoffnung nicht auf! Der Wind der Vergebung wird das Geschriebene zuwehen. Wir können aufstehen und zurück zur Quelle gehen.

„Hat dich keiner verurteilt?“, fragt Jesus die Frau und er fragt jetzt uns, wenn er uns sagt: Geh durch diese 40 Tage und erfrische dich an der Quelle des lebendigen Wassers. Dieses mag unser Programm für die vor uns stehende Zeit der Quellensuche sein. Vertrauen wir auf Jesus, in jeder Minute unseres Lebens.

Viele Theologen sind der Meinung, dass Jesus den Gottesnamen – JHWH - in den Sand schrieb. Jahwe bedeutet: „Ich bin der Ich-bin-da“ oder auch: „Ich bin da, wo du bist“. Gottes Name ist in unseren Alltag geschrieben. Nehmen wir die Einladung Jesu an und bereiten wir uns auf das Osterfest vor; schreiben wir Gottes Namen ins eigene Herz.

Pater Przemysław Przygódzki OFMConv.
Kaplan in der katholischen Gemeinde „Zum göttlichen Erlöser“ in Uelzen

 

 

Tageslosung

Montag, 01. März 2021
Jakob sprach zu Josef: Geh hin und sieh, ob?s gut steht um deine Brüder und um das Vieh.
Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.


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