Rundbrief April 2022

EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser,

„wann können wir endlich wieder durchatmen? Wann kommt sie wieder, eine Friedenszeit in Europa, eine Zeit ohne Corona oder Impfdebatten, eine Zeit ohne die schmerzhaften Auseinandersetzungen über sexualisierten Missbrauch in unserer Kirche und die Schuld und die Scham? Wann können wir uns freuen am Frühling, am Kinderlachen, am Sonnenschein, ohne dass sie permanent überschattet werden von großen, beschwerlichen Ereignissen?“

So beginnt Landesbischof Ralf Meister seinen diesjährigen Passionsbrief an die Kirchengemeinden ... Die Realität dieser Welt und das Leiden an ihr stellt den Glauben in Frage, lässt viele Menschen nicht mehr mit dem Handeln Gottes in unserer Welt rechnen.

Doch ist das nicht das Wesen von Passion? Das Hoffen auf Erlösung, während wir Schmerz und Tod erfahren – wie Jesus es tat ...

Im Erleben des Unheils, das die Welt überzieht, wurzelt die christliche Hoffnung doch in einer anderen Gewissheit: Ostern! Und diese Gewissheit, so Ralf Meister, fordert uns dazu auf, nicht mit dem Glauben, Hoffen und Lieben aufzuhören.

In diesem Sinne gehen wir in diesem Monat auf das Osterfest zu.

AKTUELL

Warnung vor zunehmender Kriegsrhetorik

Ralf Meister, Landesbischof der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers (Foto: Heiko Preller)

Angesichts weltweiter Reaktionen auf den Russischen Überfall auf die Ukraine hat der hannoversche Landesbischof Ralf Meister vor einer zunehmenden Kriegsrhetorik gewarnt. Derzeit werde in öffentlichen Stellungnahmen ein zu großes Gewicht auf die Betonung militärischer Stärke gelegt, sagte der evangelische Bischof im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst. Mitten in einer Kriegssituation würden derzeit von einem Tag auf den anderen viele grundlegende und massive Konsequenzen gezogen, und dabei werde vor allem auf militärische Stärke gesetzt, eventuell sogar unter neuer nuklearer Aufrüstung innerhalb Europas. „Diese Haltung ist nicht ausreichend differenziert“, bemängelte Meister. „Und sie ist auch nicht hilfreich.“ Einer Gewalteskalation durch Russlands Präsident Wladimir Putin dürfe nicht mit einer weiteren Eskalation begegnet werden.

Das Handeln „des Diktators“ Putin sei klar zu verurteilen. „Aber man muss jetzt aufpassen, dass nicht eine überzogene symbolische Politik und eine Sprache der Gewalt sich unser bemächtigt.“ Er sehe zudem eine „gewisse Leichtfertigkeit mit historischen Vergleichen“, sagte der Bischof. So seien Reaktionen, die den Angriff Russlands und die europäische Politik der vergangenen Jahre mit der politischen Lage von 1938 verglichen, historisch fragwürdig und wenig hilfreich.

Das epd-Gespräch führte Karen Miether (Auszüge).


Auswege aus der Spirale der Gewalt

Eine ähnliche Argumentation findet sich in einer Erklärung aus der Woltersburger Mühle:

„Wir sind erschrocken und verängstigt über den Krieg in der Ukraine. Wir haben Angst um die Menschen in der Ukraine, denen so viel Leid zugefügt wird. Wir hoffen, dass es eine breite humane und politische Unterstützung gibt, um der ukrainischen Bevölkerung und den Flüchtlingen zu helfen.

Auch wenn wir es mit Russland als Aggressor zu tun haben: Die allgemeine militärische Rhetorik in unserem Land macht uns Angst. Das komplette Fehlen selbstkritischer Überlegungen macht uns Angst.

Es gibt in der Bibel eine Erzählung von zwei verfeindeten Brüdern: Jakob und Esau. Esau handelt verantwortungslos und will Jakob töten. Bevor die beiden sich begegnen, tritt Gott Jakob als Anwalt Esaus entgegen. Auch wenn Jakob in der Erzählung Recht hat, er muss seinen eigenen Anteil an der Feindschaft erkennen, ernstnehmen und aussprechen. Tut er das nicht, verliert er den Menschen im Feind aus den Augen und die Humanität bleibt auf der Strecke.

Wir verstehen, dass die Angst groß ist. Trotzdem müssen wir uns dafür einsetzen, verbal abzurüsten. Wir müssen uns dafür einsetzen, Auswege aus der Spirale der Gewalt zu finden. Wir verstehen, dass die Bundeswehr adäquat ausgerüstet sein muss. Wir wehren uns aber gegen eine militärische Aufrüstung. Aufrüstung ist keine Lösung.“

  • Info:
    Die Woltersburger Mühle ist eine Gemeinwesen-Werkstatt mit den Arbeitsschwerpunkten Soziale Arbeit, Biblische Spiritualität und Kunst. Auf dem Gelände im Osten der Hansestadt Uelzen jenseits des Elbe-Seitenkanals befinden sich zudem ein Café, Übernachtungshäuser und Seminarräume.

Hilfsinitiativen der Landeskirche für ukrainische Geflüchtete

Zur Unterstützung von Projekten für geflüchtete Menschen aus der Ukraine stellt die Landeskirche den Kirchenkreisen in diesem Jahr eine Sonderzuwendung von 2,5 Millionen Euro zweckgebunden zur Verfügung.

Weitere finanzielle Förderung können Kirchengemeinden, Kirchenkreise und kirchliche und diakonische Einrichtungen aus Mitteln der Diakonie Katastrophenhilfe (DKH) beantragen.

Der Krieg in der Ukraine drängt Millionen Menschen zur Flucht und auch in Niedersachsen sind in den vergangenen Wochen viele geflüchtete Menschen angekommen. In Kooperation mit Hilfsorganisationen und Kommunen vor Ort haben Kirchenkreise, Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen in der Landeskirche Hannovers bereits viele Hilfsinitiativen auf den Weg gebracht. Sie reichen von der Mutter-Kind-Gruppe über die Sammlung von Hilfsgütern und Spenden bis zu blaugelben Treffpunkten in kirchlichen Räumen, um für Geflüchtete Begegnungsorte zu eröffnen.


Krieg in der Ukraine – Hilfe vor Ort durch die Diakonie

Der Krieg in der Ukraine macht uns alle betroffen; die Schicksale der Menschen, ob dort vor Ort oder hier, wenn sie als Geflüchtete in einem fremden Land, einer fremden Stadt ankommen, berühren uns tief.

Viele freiwillige Helfer und Helferinnen engagieren sich und können zum Teil auf ihre Erfahrungen aus den Jahren 2015/2016 zurückgreifen, als die Fluchtbewegung aus Syrien auch unseren Landkreis erreichte.

Die Zusammenarbeit aller Beteiligten aus Verwaltung, Kirche, Vereinen, sozialen Einrichtungen, freien Initiativen und Privatpersonen wurde seitdem verstärkt und wirkt bis heute fort, so dass durch gute Absprachen und Kooperation das Ankommen der Flüchtenden erleichtert werden kann.

Der Lebensraum Diakonie bietet in dieser Situation folgende Unterstützung an:

  • Migrationsberatung
    Bei der Kollegin Teresa Geist finden Ratsuchende (ob Betroffene oder Helfende) Rat und Information in Behördenangelegenheiten sowie individuelle Ideen und Vorschläge auf dem Weg zur Integration.
    Kontakt: teresa.geist@lebensraum-diakonie.de, Tel.: 0581 97189520
  • Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung
    Bei der Kollegin Beate Steinmann finden Frauen Hilfe und Information rund um Schwangerschaft und Geburt, insbesondere auch bei Fragen zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten für die Erstausstattung.
    Kontakt: beate.steinmann@lebensraum-diakonie.de, Tel.: 0581 97189520
  • Kirchenkreissozialarbeit
    Tanja Mainz steht für allgemeine Fragen, z. B. von  Freiwilligeninitiativen, zur Verfügung.
    Kontakt: tanja.mainz@lebensraum-diakonie.de, Tel.:0581 97 18 95 20

Spenden
Wer konkret für die Ukraine spenden möchte, dem sei die Diakonie Katastrophenhilfe ans Herz gelegt. Unter dem angegebenen Link erhalten Sie weitere Informationen.

Wer Menschen hier vor Ort finanziell helfen möchte, kann das z. B. auch über den Diakoniefonds tun: Aus diesen Mitteln werden Menschen in Not – unabhängig von ihrer Herkunft – in Stadt und Landkreis Uelzen unterstützt, wenn staatliche Hilfen ausgeschöpft sind. Bei der Unterstützung kann es sich z. B. um einen Lebensmittelgutschein handeln, um Zuschüsse zur Energierechnung oder zur Anschaffung von Elektrogeräten oder medizinischen Hilfsmitteln. Durch die steigenden Preise bei Lebensmitteln und Energie rechnen wir in den kommenden Monaten mit einer verstärkten Nachfrage.

  • Spendenkonto: Lebensraum Diakonie e. V., Stichwort „Diakoniefonds Uelzen“, Sparkasse Lüneburg
    IBAN: DE94 2405 0110 0050 0183 99

Erste Kirchenkreissynode 2022

Zur ersten Sitzung der Kirchenkreissynode (KKS) in diesem Jahr trafen sich die Delegierten aus den 26 Gemeinden des Kirchenkreises Uelzen am 23. März in der St.-Johannis-Kirche im Uelzener Sternviertel.

Wahlen zum KKS-Vorstand

Auf der Tagesordnung standen zunächst die turnusmäßigen Wahlen zum Vorstand dieses Gremiums nach der Hälfte der 6-jährigen Amtszeit. Die bisherigen Vorstandsmitglieder wurden dabei in geheimer Abstimmung jeweils mit großen Mehrheiten wiedergewählt: Jürgen Dierks (Vorstitzender, re.), Heide Lüdemann (Stellvertreterin, Mitte), Utta Dittmar (li.), Jutta Wichert (2. v. r.) und Hilmar Graf Grote (2. v. l.). (Foto: Fischer © 2019)

Dr. Marianne Elster, Dr. Uta Schulze (Fotos: privat)

Nachwahl in den Kirchenkreisvorstand

Über 33 Jahre Jahre (seit dem 25. Januar 1989) war Dr. Marianne Elster (li.) Mitglied im Kirchenkreisvorstand (KKV) des Kirchenkreises Uelzen und dessen langjährige stellvertretende Vorsitzende. Zum 1. April scheidet sie nun auf eigenen Wunsch aus diesem Gremium aus.

Als ihre Nachfolgerin im Kirchenkreisvorstand kandidierte für die Nachwahl während der Kirchenkreissynode Dr. Uta Schulze (re.) aus Bohlsen. Sie wurde von den Delegierten der Kirchenkreissynode ebenfalls mit großer Mehrheit gewählt.

Propst Jörg Hagen (li.) und Regionalbischof Dr. Stephan Schaede (re.) während der Kirchenkreissynode (Foto: Christian Holzgreve)

Regionalbischof zu Gast

Zum ersten Mal nach seinem Amtsantritt im Juli des vergangenen Jahres war auch der neue Regionalbischof des Sprengels Lüneburg, Dr. Stephan Schaede (re.), zu Gast bei der Sitzung der Kirchenkreissynode und stellte sich den Delegierten persönlich vor.

In einem Kurzvortrag zur „Kirche im Wandel“ hob er hervor, dass es bei allen Veränderungen, denen die Kirche im Allgemeinen und besonders unter den gegenwärtigen Umständen unterworfen ist, entscheidend sei, wie die Kirche vor Ort – in Kirchenkreisen und Gemeinden – darauf reagieren und ihrerseits notwendige Veränderungen anstoßen könne.

Interessiert verfolgte der Regionalbischof auch den Fortgang der Synodensitzung, wobei er besonders auf die Darstellung der Konzepte für den kommenden Planungszeitraum 2023-28 gespannt war.

Grundstandards im neuen Planungszeitraum

Hauptthema der Kirchenkreissynode war die Vorstellung von zehn Grundstandards, die den anstehenden 6-jährigen Planungszeitraum 2023-28 mit bestimmen werden. Im Vorfeld hatten sich zehn Kompetenzteams gebildet und Grundlagen erarbeitet, nach denen die kirchliche Arbeit unter den landeskirchlichen Einsparvorgaben konzentriert und verbessert werden soll.

Dabei ging es neben den kirchlichen Kernkompetenzen Verkündigung, Gottesdienst und Seelsorge u. a. um die Kirchenmusik, Bildungsarbeit, Kinder und Jugendliche und Diakonie. Ein weiterer Standard war mit „Kirche im Dialog“ überschrieben. Hier ging es vorrangig um ökumenische Partnerschaften und die auch im Kreis Uelzen aktive Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen.

Dass kirchliche Arbeit sich auch ganz praktisch – z. B. im Gebäudemanagement – mit dem Klimaschutz befassen muss, ist keine neue Erkenntnis, gibt es doch bereits in etlichen Gemeinden Initiativen wie den „Grünen Hahn“, der sich das Ziel der Bewahrung der Schöpfung auf die Fahnen geschrieben hat.

Auch die Bereiche Leitung und Verwaltung des Kirchenkreises wurden beleuchtet. Veränderungen werden hier – ebenso wie in den anderen Themengebieten – durch zukünftige Einsparzwänge geprägt sein. So werden im nächsten Planungszeitraum z. B. zwei Stellen bei den Pfarrämtern wegfallen, je eine halbe Stelle in jeder er vier Regionen des Kirchenkreises.

Die besondere Bedeutung der Digitalisierung und von Social Media für die Kirche hebt die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit und Digitale Kommunikation hervor: Die Kirche der Gegenwart wie der Zukunft könne nur eine hybride – also eine sowohl analog als auch digital präsente Kirche sein.


„Schöpfung bewahren braucht Hand und Fuß“

Pastor Matthias Kuna-Hallwaß im Gespräch mit Burghardt Drögemüller von den „Parents for Future“ Uelzen (Foto: Fischer)

Unter diesem Motto hatte die Klima-AG des Kirchenkreises Uelzen am Freitag, 25. März, zu einer Klima-Andacht in die Uelzener St.-Marien-Kirche eingeladen. In einem Gespräch zwischen Pastor Matthias Kuna-Hallwaß und Burghardt Drögemüller von der Initiative „Parents for Future“ ging es um den sog. „ökologischen Fußabdruck“, den jeder Mensch tagtäglich hinterlässt, d. h. wie viel Treibhausgasemissionen auf sein Verhalten in verschiedenen Lebenssituationen zurückzuführen sind.

Im Verlauf der Andacht, die auch Mitglieder der Ev. Jugend und Diakon Martin Höft vom KKJD mit vorbereitet hatten, wurde dazu das Gegenbild eines „ökologischen Handabdrucks“ entwickelt. Dieses soll zeigen, wie viele Emissionen durch persönliches Verhalten, konkretes Handeln und auch politisches Engagement vermieden werden können. Alle Menschen müssten daran mitwirken und – wie die unterschiedlichen Glieder eines Leibes – an ihren jeweiligen Positionen aktiv mitwirken.

Nach einem Gebet, in dem Pastorin Astrid Neubauer und Jugendliche in der Andacht formulierte Fürbitten vortrugen, und dem abschließenden Segen waren die Teilnehmenden eingeladen, vor dem Alten Uelzener Rathaus an der Kundgebung für mehr Klimaschutz und Klimagerechtigkeit teilzunehmen, die von der Uelzener Ortsgruppe der „Parents For Future“ verantwortet wurde.


Spenden für Herzensprojekt

Anlässlich der Trauerfeier für Gertrud Spatz, die im Juni des vergangenen Jahres verstorben war, hatte ihre Familie zu Spenden für den Weltgebetstag aufgerufen. – Viele Jahrzehnte hatte sich Gertrud Spatz ehrenamtlich im Frauenwerk des Kirchkreises Uelzen engagiert und hier v. a. den Weltgebetstag für die Gemeinden des Kirchenkreises Uelzen mit vorbereitet und durchgeführt. 

Für dieses „Herzensprojekt“ haben im Zusammenhang mit der Trauerfeier 65 Spendereinnen und Spender insgesamt 3210 Euro gegeben, wie das Deutsche Komitee für den Weltgebetstag der Frauen in einem Dankschreiben an die Famile Spatz mitteilte. Mit diesem Geld werden über 100 Partner-Organisationen des Weltgebetstages unterstützt, die sich in den Krisen- und Konfliktregionen der Welt aktiv für Frieden, Friedenssicherung und Demokratie einsetzen. „Gerade engagierte und organisierte Frauen-, Friedens- und Menschenrechtsaktivistinnen können die Welt auf lange Sicht zu einem sichereren und friedlicheren Ort machen“, heißt es in dem Dankschreiben. „Gertrud Spatz hat diese Vision offensichtlich geteilt.“


Ein komplettes Outfit für 20 Euro

Foto: Lebensraum Diakonie e. V.

Die Stammkundinnen und -kunden des Mehrwertladens Uelzen haben es bereits bemerkt: Seit Beginn des Jahres hat das Team einige Veränderungen vorgenommen: Die Verkaufsfläche wurde erweitert und die Preise wurden gesenkt, auch ein „Herrenzimmer“ wurde eingerichtet. Das Angebot im Bereich der Damenbekleidung ist größer geworden, Kinderbekleidung wurde mangels Nachfrage aus dem Sortiment genommen. Im Bereich Bücher, Spiele und Haushaltswaren kann nach der Umgestaltung mehr Ware präsentiert werden.

Der Warenbestand lebt von den Spenden, die im Laden abgegeben werden. Täglich kommt Neues hinzu und darf bestaunt und natürlich auch gekauft werden. Manche Kuriosität ist dabei und macht die Spendenannahme fast zu einem kleinen Abenteuer.

Erstaunlicherweise kursieren immer wieder Gerüchte, dass im Mehrwertladen nur einkommensschwache Menschen einkaufen dürfen. Das ist tatsächlich nur ein Gerücht. Einkaufen dürfen alle! Menschen, die von Sozialleistungen leben, erhalten jedoch eine Kundenkarte und einen Rabatt von 25 % auf ihren Einkauf.

Der Stamm der Kundinnen und Kunden verändert sich gerade. Es ist spürbar, dass die Menschen mehr Wert auf Nachhaltigkeit und Wiederverwendung legen. Gerade auch die jüngeren Generationen sind mittlerweile häufiger im Laden zu finden.

Das Mehrwertladen-Team lädt herzlich zum Stöbern, Staunen und Kaufen ein, freut sich über Spenden und neue Ehrenamtliche.

  • Mehrwertladen Uelzen, Schuhstraße 34-38, 29525 Uelzen Tel.: 01511 7748847; Öffnungszeiten: Mo-Fr, 10 – 17 Uhr
  • Mehrwertstübchen Bad Bevensen, Brückenstraße 1, 29549 Bad Bevensen
    Tel.: 01525 6179946; Öffnungszeiten: Mo-Fr, 10 – 15 Uhr.

PERSÖNLICH

Julia Koll in den Konvent des Klosters Loccum berufen

Pastorin Dr. Julia Koll (Foto: privat)

Pastorin Dr. Julia Koll ist zusammen mit zwei weiteren Frauen neu in den Konvent des Klosters Loccum berufen worden. Am Samstag, 23. April, werden sie offiziell als Mitglieder dieses Leitungsgremium des Klosters eingeführt.

Pastorin Dr. Julia Koll arbeitet seit 2019 mit halber Stelle im Teampfarramt der Kirchengemeinden Altenmedingen, Bienenbüttel und Wichmansburg und mit einer weiteren 50-%-Stelle im Projekt „Gottesdienstentwicklung im Kirchenkreis Uelzen“. Außerdem ist sie Privatdozentin an der Universität Göttingen und Mitglied im Vorstand der Liturgischen Konferenz. Von 2014 bis 2019 war sie als Studienleiterin für Theologie und Ethik an der Evangelischen Akademie Loccum tätig.

„Schon seit vielen Jahren ist das Kloster Loccum für mich ein ‚heiliger Ort‘“, sagt Julia Koll, die zukünftig gerne daran mitwirken möchte, dessen „geistliche und kulturelle Strahlkraft weiter zu pflegen und zu gestalten“.

Neben Julia Koll wurden auch Amélie Gräfin zu Dohna, Pastorin am Dom zu Bardowick, und Oberkirchenrätin Annekatrin Herzog, Juristin im Landeskirchenamt Hannover und Mitglied in der EKD-Synode und der Generalsynode der VELKD, in den Konvent des Klosters Loccum berufen.

Das Kloster Loccum wurde 1163 gegründet. Eine wesentliche Aufgabe ist heute, der Landeskirche die Gebäude und Räume für den Betrieb des Predigerseminars der norddeutschen Landeskirchen zur Verfügung zu stellen. Der Konvent leitet das Kloster geistlich und organisatorisch.

Erst im vergangenen Jahr wurde mit Dr. Adelheid Ruck-Schröder, Regionalbischöfin für den Sprengel Hildesheim-Göttingen, zum ersten Mal überhaupt eine Frau zum ordentlichen Mitglied dieses Konvents berufen. Die Voraussetzung dafür hatte das Gremium mit einer Änderung der Klosterverfassung im Jahr 2020 geschaffen.

Abt des Klosters ist seit 2021 Hannovers Landesbischof Ralf Meister. Er sagte zur Berufung der neuen Mitglieder des Konventes: „Ich freue mich sehr über die drei neuen Mitglieder. Mit ihren Gaben und ihren persönlichen Leidenschaften für das Kloster Loccum werden sie diesen geistlichen Ort prägen und die Gemeinschaft des Konvents stärken.“

VERANSTALTUNGEN

 „Endlich leben“: Themenwoche vom 2. bis 9. April

Grafik: ractapopulous (pixabay)
 

Unter dem Motto „Endlich leben“ lädt das TrauerNetz Uelzen zu einer Themenwoche ein. Kooperationspartner sind die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), der Ev.-luth. Kirchenkreis Uelzen, die Adventgemeinde und das Hospiz Am Stadtwald, der Ambulante Hospizdienst, die Stiftung Herz und Seele, der „Lebensraum Diakonie e. V.“ sowie die Ev. Er-wachsenenbildung (EEB).

Endlich leben – das klingt wie eine Sehnsucht, eine Erleichterung, ein Traum. Endlich das wahre Leben erfahren, tief durchatmen, das Kribbeln spüren. Endlich das tun, was Sie sich schon immer vorgenom-men haben. Endlich echt werden

Endlich leben – das klingt wie Begrenzung, wie vorüber fliegende Zeit, wie Vergänglichkeit und Abschied. Mit dem Ende leben, sich bewusst sein, dass unser jetziges Leben nicht unendlich so weitergeht. Grenzen anerkennen.

Ist es möglich, beides zusammenzubringen? Endlich leben, um endlich zu leben? „Wir haben das Bewusstsein der Sterblichkeit und der End­lichkeit verloren“, sagt der Theologe Fulbert Steffensky. Kann man überhaupt endlich anfangen zu leben, ohne die Endlichkeit im Blick zu haben? Können wir im Leben ankommen, wenn wir das Sterben ausblenden?
Sie sind eingeladen, während der Themenwoche das Leben und die Endlichkeit zu bedenken, mutig anzuschauen und sich inspirieren zu lassen. Wir sind davon überzeugt: Der Blick auf die Endlichkeit eröffnet die Chance für ein erfülltes Leben. (TrauerNetz Uelzen)

  • Alle Infos zur Themenwoche „Endlich leben“ finden Sie in einem in den Kirchengemeinden ausliegenden Faltblatt und unter der Internetadresse „endlich-leben.wir-e.de“.

KONZERTAUSFALL: „Der Himmel wird es fügen ...“

Leider muss dieses für Sonntag, 3. April, um 17 Uhr in St. Marien Uelzen geplante Konzert im Rahmen der Themenwoche „Endlich leben“ krankheitsbedingt ausfallen.

 Orgelandacht zur Passion

 

Zur letzten von drei Orgelandachten in der Passionszeit lädt die Kirchengemeinde Ebstorf am Sonntag, 3. April, um 18 Uhr in die Klosterkirche Ebstorf ein.

Kantorin Annika Köllner spielt Orgelwerke von Sigfrid Karg-Elert und Pastorin Anne Stucke wird einen Psalm und Abschnitte aus der Passionsgeschichte vortragen. – Die Orgelandacht schließt mit Vaterunser und Segen.


Johannespassion von Johann Sebastian Bach

Grafik: Felice Meer (chordesign.de)

Die Johannespassion von Johann Sebastian Bach gehört zu den herausragenden Kompositionen der abendländischen Musikgeschichte. Ursprünglich für einen Gottesdienst in der Nikolaikirche in Leipzig
komponiert, erfuhr das Werk einige Überarbeitungen, die den sich ändernden Bedingungen Rechnung trugen. Die letzte erhaltene Fassung aus dem Jahre 1749 ähnelt wieder der ersten aus dem Jahre 1724. Die Johannespassion bewegt auch heute noch, fast 300 Jahre nach ihrer Entstehung die Musizierenden und die Zuhörerschaft gleichermaßen. Die Chorsätze rütteln auf und sind hoch emotional, wenn z. B. die Menge „Kreuzige, kreuzige ihn!“ ruft oder „Wäre dieser nicht ein Übeltäter“. Die Arien lassen für einen Moment die Zeit stillstehen und der Schönheit z. B. der Arie „Ich folge dir gleichfalls mit freudigen Schritten“ wird sich niemand entziehen können. 

Das Konzert beginnt am Palmsonntag, 10. April, um 17 Uhr in der St.-Marien-Kirche Uelzen. Ausführende sind Yuna-Marie Schmidt (Sopran), Nicole Dellabona (Alt), Manuel Günther (Tenor), Konstantin Heintel und Ansgar Theis (Bass), die St.-Marien-Kantorei Uelzen und ein Barockorchester unter der Leitung von Kirchenkreiskantor Erik Matz


Gedenkgottesdienst: 36 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl

Am Dienstag, 26. April, jährt sich die Explosion im Kernkraftwerk von Tschernobyl zum 36. Mal. Aus diesem Anlass lädt der Arbeitskreis Gomel des Kirchenkreises Uelzen zu einem Gedenkgottesdienst in die Marienkirche in Uelzen ein. Beginn ist um 19 Uhr.

Pastor Armin Sauer, der Vorsitzende des Arbeitskreises, sagt: „In diesem Gottesdienst werden wir nicht allein an die atomare Katastrophe im ukrainischen Tschernobyl erinnern. Wir werden auch für ein Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen in diesem Land beten.“

Der Arbeitskreis Gomel hat über viele Jahre Kinder aus der verstrahlten Region um Gomel (Belarus) zu einem vierwöchigen Erholungsaufenthalt nach Deutschland eingeladen sowie zahlreiche Hilfstransporte organisiert. Beides ist bei der derzeitigen Lage nicht möglich. 

MEDIEN

Kirchliche Sendungen Radio ZuSa

„Wie im Himmel so auf Erden" heißt die kirchliche Sendereihe bei unserem örtlichen Bürgerfunksender „Radio ZuSa“. Im monatlichen Wechsel gestalten dort Teams aus den Kirchenkreisen Uelzen und Lüneburg einstündige Sendungen mit Talks und Gottesdiensten.

Am Karfreitag, 15. April, um 15 Uhr wird bei Radio ZuSa der Mitschnitt eines Passionskonzertes übertragen, welches das Hugo-Distler-Enemble Lüneburg unter dem Titel „Crucifixus“ im vergangenen Monat sowohl in Uelzen als auch in Lüneburg aufgeführt hatte. Zu hören sind Chorwerke aus dem Barock, der Romantik und von zeitgenössischen Komponisten, die Stationen auf dem Kreuzweg Jesu thematisieren.

Am Ostersonntag, 17. April, um 13 Uhr steht bei „Wie im Himmel so auf Erden“ ein Ostergottesdienst auf dem Programm, in dem Uelzens Propst Jörg Hgen die Predigt halten wird. – Diese Sendung wird am Ostermontag, 18. April, um 11 Uhr wiederholt.

  • Zu empfangen sind diese Sendungen über die ZuSa-Frequenzen 88,0 MHz (Uelzen) und 95,5 MHz (Lüneburg) sowie als Live-Audio-Stream unter der Internetadresse „https://neu.zusa.de“.
    Die bevorstehenden Sendetermine finden Sie HIER.

ZU GUTER LETZT

„Gott hat ja zu mir gesagt, ja und nochmals ja.“

Dr. Stephan Schaede (Foto: Andreas Tamme)

#gottesgeschenk – Die Taufe
Regionalbischof Dr. Stephan Schaede, Lüneburg, antwortet auf Fragen von Hartmut Merten:

Die Landeskirche hat 2022 zum Taufjahr ausgerufen. Warum?

Eigentlich ist jedes Jahr seit der Geburt Christi ein Taufjahr. Menschen, die ihr Kind, oder Erwachsene, die sich selbst als Gottesgabe begreifen, stellen sich ausdrücklich in die Gemeinschaft, den Schutz Gottes. Nun sind durch die Corona-Pandemie elementare Feiern des Lebens ausgefallen, wurden verschoben oder nur sehr eingeschränkt gefeiert. Hochzeiten, Geburtstags- und Traujubiläen … Taufen feiern das Leben eines Menschen als das kostbarste aller Gottesgeschenke. Die Freude darüber möchten Menschen verständlicherweise in festlichem geselligem Rahmen feiern. Die Initiative „#gottesgeschenk. Ich bin getauft“ der Landeskirche bietet die Chance und Angebote, die Taufen, die in den Jahren 2020 und 2021 entfallen sind, zu feiern. Das Signal dieser Initiative ist: Lasst die Gelegenheit nicht verstreichen, jetzt zu feiern, eure Kinder oder euch selbst dem besonderen Taufsegen Gottes anzuvertrauen.

Welche Ideen gibt es im Sprengel, das Taufjahr mit Leben zu füllen?

Es ist ganz schlicht: Mit Leben füllen, die die leben: also ganz elementar die Kinder oder Jugendliche oder Erwachsene mit ihrer Neugier auf Gott selbst. Viele Kirchengemeinden laden deshalb insbesondere sie und ihre Angehörigen für den Sommer zu Tauffesten ein. Da werden in einem gemeinsam gefeierten Taufgottesdienst, oft an besonderen Orten, z. B. an Flussläufen in der Nähe, aber auch klassisch in der Kirche am Taufstein ganz viele Menschen getauft. Hinterher wird gemeinsam in unterschiedlichsten Formen gefeiert, Essen und Trinken in ganz großen bunten Runden geteilt. Denn zusammen zu feiern, macht einfach mehr Spaß. Diese Feste sind zugleich ein lebendiger Einstieg ins gemeinsame geteilte Leben vor Gott auch jenseits des Gottesdienstes. Ich finde klasse, dass die Tauffeste Menschen, die allein erziehen, sich allein auf den Weg zur Taufe machen oder einfach jeden Euro umdrehen müssen, uneingeschränkt die Taufe feiern lassen.

Durch die Taufe werden Menschen Mitglied der Kirche. Seit der EKD-Synode 2017 wird über ergänzende oder alternative Formen der Zugehörigkeit nachgedacht. Was ist damit gemeint und was halten Sie von „neuen Formen der Mitgliedschaft“?

Die Taufe ist der festliche, von Gott gesegnete Start meines Christseins in einer Kirche. Das ist geistlich nicht zu toppen, ist der sakramentale Herzschlag der Kirchenzugehörigkeit. Wir können stärker werden in der Kunst, Menschen, die sich nach geistlichen Herbergen sehnen oder auf der Suche nach Gott sind, einladende Übergänge und Zugänge zu dieser Zugehörigkeit zu gestalten. Das sollte der theologische Antrieb sein, über neue Formen der Mitgliedschaft zu reden, einer Mitgliedschaft zu einer sehr bunten Gruppe von Menschen, die unterschiedlichste Formen der Suche nach Gott verbindet. Gefunden werden kann Gott immer wieder nur gemeinsam, gemeinsam unbedingt auch mit jenen, die religiös fremdeln.

Was bedeutet es Ihnen persönlich, getauft zu sein?

Gott hat ja zu mir gesagt, ja und nochmals ja. Egal, was ich anstelle. Egal, wie weit ich mich von ihm selbst entferne. Egal, wie sehr ich einmal in Vergessenheit geraten werde. Meine Person, mein Name, wie die Namen aller Getauften, sind im Himmel Gottes auf immer aufgeschrieben – ich male mir aus:  Aus dem zum Teil abgründigen Kauderwelsch, mit dem ich Tag für Tag mein Leben zusammenbuchstabiere, reimt Gott kilometergroße, ewige, blauglänzende Buchstaben zusammen.

Ihr Taufspruch?

Furcht ist nicht in der Liebe. (1. Johannes 4,18)

Impressum

Herausgeber: Ev.-luth. Kirchenkreis Uelzen, Pastorenstr. 4, 29525 Uelzen, Tel.: (0581) 5116
Redaktion: Hanns-Martin Fischer (oeffentlichkeitsarbeit@kirche-uelzen.de)

Der nächste Rundbrief erscheint Anfang Mai 2022. 
Wenn Sie Termine oder Infos beisteuern möchten, melden Sie sich per E-Mail bitte bis zum 25.04.2022.

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