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Aufbruch an die Elbe

Silke Jäschke verlässt den Kirchenkreis Uelzen zum 1. Juli

Nach 15 Jahren als Fachbereichsleitung des Seniorenbüros der Ev. Familien-Bildungsstätte Uelzen, verlässt Silke Jäschke den Ev. luth. Kirchenkreis Uelzen. „Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Aber ich gehe besonders mit sehr viel Dankbarkeit und breche auf nach Hamburg“.

2006 wagten Thomas Garbers, der damalige Leiter der Ev. Familien-Bildungsstätte, Elisabeth Albers und Silke Jäschke ein Experiment: die Initiierung der ersten beruflichen Qualifizierungsmaßnahme zur Seniorenbegleiterin / zum Seniorenbegleiter. Gleich aus dem 1. Kurs heraus fanden Menschen eine Arbeit in den Pflegeheimen. Ebenso stiegen in die neu gegründete Vermittlung für Seniorenbegleiter*innen, die Menschen im Alltag unterstützen sollten, Kursteilnehmende mit ein. Eine Begleiterin gehört noch heute zum Team des ersten niedrigschwelligen Betreuungsangebotes mit Kassenzulassung im Kreis Uelzen. „Es ist schön, dass die Ev. Familien-Bildungsstätte und der Kirchenkreis alle Ideen mit verwirklichen halfen und sie unterstützten.“

2016 kamen noch die Sorgenden Gemeinschaften hinzu, die das Leben der Menschen in Kirchengemeinden erleichtern sollten. Dies gelang in Veerßen, Rosche und Bad Bevensen/Medingen. Hier arbeiten in Netzwerken Institutionen, Gemeindegruppen, Ehrenamtliche, Vertreter*innen der Politik und von Kirchengemeinde und Pfarramt an den Ideen zu Unterstützung der Menschen.

Lokale Problematiken wie Versorgungs- und Mobilitätshemmnisse, fehlende Treffpunkte, drohende Vereinsamung oder fehlende Teilhabe werden gemeinsam in den Blick genommen. Aus kreativen Ideen, die vor Ort entstehen, werden gemeinsam Projekte entwickelt. Frau Jäschke hat als Koordinatorin eine entscheidende Rolle, sie organisiert Treffen, schafft Verbindungen, unterstützt bei der Umsetzung von Ideen und initiiert und coacht Nachbarschaftshelfergruppen.

So sind Gartenaktionstage, Neubürgerstammtische, Corona-Unterstützungs-Hotlines, intergenerative Film- und Bingo-Nachmittage, Mobilitäts-Unterstützungsprojekte, Angebote und Teilhabe in Seniorenwohnanlagen, Aktionen zur Schaffung von Barrierefreiheit im Straßen- und Wegenetz und vieles mehr entstanden.

Eine Ausstellung „Alter(n) hat viele Gesichter“ im Jahr 2018 in Kooperation mit der Fachstelle „Leben im Alter“ des Ev. luth. Kirchenkreises Hamburg Ost und viele weitere Aktionen mit der Fürst-Donnersmarck-Stiftung Heidehotel Bad Bevensen, dem Kloster Medingen, der Stadtbücherei und anderen Partnern machte deutlich wie vielschichtig und wichtig das Thema in der Region ist.

Silke Jäschke unterhielt eine Demenzberatungsstelle als anerkannter Demenzpartner der Deutschen Alzheimergesellschaft, war Mitglied und Mitinitiatorin des Uelzer Netzwerks Demenz, des Sozialpsychiatrischen Verbundes (Schwerpunkt: Ausschuss Gerontopsychiatrie) und war in weiteren Netzwerken aktiv.

Durch die Qualifizierungsmaßnahme war sie mit allen ambulanten, teilstationären und stationären Senioreneinrichtung gut vernetzt. Auch die jährlichen Pflichtfortbildungen nach § 53c SGB XI für Betreuungskräfte wurden gerne wahrgenommen.

„Doch dieser 21. Qualifizierungskurs zum/zur Seniorenbegleiter*in ist mein letzter Kurs hier“, erklärte Silke Jäschke. Schon länger gab es den Traum vom Norden. Und auch die oft schwierige Finanzierung ihrer Stelle mit vielen bangen Stunden der Unsicherheit hat dazu beigetragen, diesem Impuls zu folgen. Es war zwar gut, dass es immer geklappt hat mit der Projektfinanzierung. Doch es war auch oft knapp mit der Zeit, Anträge wurden immer komplizierter.

Aus privaten Gründen, aber auch aus dem Wunsch heraus, nochmal „back to the roots“ in den medizinischen Bereich zurückzukehren, zieht Frau Jäschke zum 1. Juli nach Hamburg und beginnt dort eine Tätigkeit in einer großen Praxis für Neurologie und Psychiatrie.

„Ich freue mich auf den Aufbruch und den frischen Wind des Neuanfangs und der Elbe. Ich freue mich darauf, in die Nähe meines Partners und zur Familie zu ziehen. Aber ich werde nie ganz weg sein“, schreibt Silke Jäsche zum Abschied. „Viele Menschen, Freunde, Kooperationspartner bleiben in meinem Herzen. Und der Weg nach Uelzen ist kurz … ,Wish it, dream it, do it‘ stand einmal auf einer Karte, die mir geschenkt wurde. Ich höre auf diese Worte und breche auf.“

Die Ev. Familien-Bildungsstätte läßt sie nur schweren Herzens ziehen, verliert sie doch eine hochengagierte und fachlich kompetente Kollegin, die sehr fehlen wird.

 

Tageslosung

Dienstag, 15. Juni 2021
Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.
Haltet fest am Gebet, wachen Sinnes und voller Dankbarkeit!


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