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Startseite Wort zum Sonntag

Ein himmlischer Choral

Wort zu Christi Himmelfahrt, 13.05.2021

Wir schreiben das Jahr 1653. Der Dreißigjährige Krieg ist seit fünf Jahren vorbei. Ein Drittel der Bevölkerung ist durch Gewaltanwendung oder durch Hunger und Seuchen, die der Krieg verursacht hatte, getötet worden.

Das waren finstere Zeiten, in denen Paul Gerhardt gelebt hatte. Ein Jahr vor Kriegsende dichtet Paul Gerhard Lieder wie „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld der Welt und ihrer Kinder“ und „Nun danket all und bringet Ehr“ („Er lasse seinen Frieden ruhn / auf unserm Volk und Land; / er gebe Glück zu unserm Tun / und Heil zu allem Stand.“).

1653 schreibt Gerhardt zwanzig und mehr Lieder, die im Gesangbuch zu finden sind. Er stürmt quasi die Charts der damaligen Zeit und landet einen Hit nach dem anderen. Schauen wir mal, was von den heutigen Musikhits in 370 Jahren noch übriggeblieben sein wird.

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Mütend in den Mai?

Wort zum Sonntag, 02.05.2021 (4. So. n. Ostern)

Vor kurzem habe ich ein neues Wort gelernt: „mütend“. Über die sozialen Netzwerke hat es sich rasch verbreitet. Es scheint einen Nerv zu treffen. Einerseits „pandemüde“ und andererseits verärgert, dass es nicht vorangeht – so fühlen sich offenbar gerade viele. Doch bei allem Verständnis für den Überdruss: In meinen Ohren klingt „mütend“ wolkenverhangen. Es verbreitet und vertieft die schlechte Stimmung. Und es passt einfach nicht zum Mai, der gemeinhin als Wonnemonat bezeichnet wird.

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Jubeln in schwierigen Zeiten

Wort zum Sonntag, 25.04.2021 (3. So. n. Ostern)

Der kommende Sonntag heißt „Jubilate“. Jubiliert! Füllt die Lungen und lasst Jubelrufe und freudige Gesänge hören! – In der jetzigen Zeit steht kaum etwas so im Kontrast zur allgemeinen Befindlichkeit wie dieser Aufruf. Auf das gemeinsame Singen muss seit über einem Jahr verzichtet werden. Aersole bei lautstarken Jubelrufen dürften kaum weniger riskant sein. Die Corona-Müdigkeit liegt mit depressivem Grundton wie Mehltau über dem Land. Viele Menschen sind am Ende ihrer Kräfte. Die Sehnsucht nach normalem Leben ist groß: ein unbeschwerter Besuch im Kino oder im Restaurant … Wie schön wäre ein Gang durch die Geschäfte ohne Mund- und Nasenschutz? Wann sind Treffen mit Menschen auf engstem Raum wieder möglich?

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Ruhe in unsicherer Zeit

Wort zum Sonntag, 18.04.2021 (2. So. n. Ostern)

Jetzt, wenn Narzissengelb und Tulpenrot wieder das Lied vom Frühling singen und das erste Storchenschnabel-Klappern erklingt, zieht es mich wie viele andere Menschen wieder raus in die Natur! Egal, wo man auch hinschaut, regt sich jetzt das Leben, das man nach diesem langen Corona-Winter am liebsten tief einsaugen und nie wieder loslassen würde. Also, Schuhe geschnürt und dann nichts wie los zum Laufen in den aufgrünenden Medinger Wald!

„An so vielen Stellen beeinflusst die Pandemie unser Leben“, geht es mir durch den Kopf, während ich meine Füße über die Wurzeln des Waldbodens hebe, „aber hier im Wald wirkt die Welt ganz unberührt von der großen Krise, die unsere Welt zurzeit in Atem hält.“

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Das mit der Ausgangssperre zu Ostern hat noch nie funktioniert ...

Wort zum Sonntag, 11.04.2021 (1. So. n. Ostern)

Früher wurde am Ostertag von der Kanzel immer ein Witz erzählt: Die Tradition des Osterlachens als Ausdruck der Freude, dass der Tod bei Jesus nicht das letzte Wort behalten hat. Mein Osterlachen hatte ich, als mir ein Freund jetzt ein Bild der offenen Grabeshöhle Jesu mit weggerolltem Stein schickte. Und dazu dieser Spruch: „Das mit der Ausgangssperre zu Ostern hat noch nie funktioniert!“

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Tageslosung

Donnerstag, 13. Mai 2021
Christi Himmelfahrt
Ich will die Zerstreuten sammeln und will sie zu Lob und Ehren bringen in allen Landen, wo man sie verachtet.
Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat; aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein.


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