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Startseite Wort zum Sonntag

Die Stimme erheben

Wort zum Sonntag, 08.08.2021 (10. So. n. Trinitatis)

Meine Tochter und mein Schwiegersohn haben sich einen Wunsch erfüllt. Yamas heißt dieser Wunsch, ein wirklich liebes Hundewesen. Es ist im Frühling bei ihnen eingezogen. Ein Welpe! Sehr süß und knuffig! Sie haben das als Familie lange überlegt. Und nun ist der kleine Hund da! Jeden Tag gehen beide mit ihm spazieren und ganz eifrig trainieren ... Nein! Bleib! Platz! Sitz! – Wir als „Hundegroßeltern“ sind auch mit dabei: Passen auf und gehen Gassi, wenn gearbeitet werden muss. Ein Familienhund eben. – Und es ist sehr schön mit Yamas in der Natur zu sein, am See und im Wald. Corona ist so wie im letzten Sommer eher in den Hintergrund getreten. Dieser Hund lässt mich vergessen, was um uns herum passiert. Mit dem Hund komme ich raus in die Natur. Außerdem bewege ich mich, super! Herrlich dieser Sommer!

Aber es fällt mir eben auch auf, wie warm und manchmal trocken die Sommer hier bei uns im Landkreis geworden sind. Oder wie oft es jetzt außergewöhnliche Wetterereignisse gibt. In den letzten Jahren waren im August viele Pflanzen schon im Herbstmodus und ließen die Blätter gelb werden, dazu die trockenen braunen Fichten in den umliegenden Wäldern. Sie sind mir aus den Vorjahren auch noch von einer Tagestour in den Harz vor Augen.

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Den Kurs ändern

Wort zum Sonntag, 25.07.2021 (8. So. n. Trinitatis)

Den Kurs zu ändern ist normalerweise, besonders bei Schiffen, von der Entscheidung des Kapitäns abhängig und bedarf nur einer kleinen Handbewegung. Manchmal fällt es uns schwer, den Kurs z. B. unseres Lebens zu ändern, selbst wenn wir auf Kollisionskurs sind.

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Brot und Rosen

Wort zum Sonntag, 18.07.2021 (7. So. n. Trinitatis)

Der Dichter Rainer Maria Rilke ging während seines Parisaufenthaltes mittags immer in Begleitung einer jungen Französin an einer alten Bettlerin vorbei. Zur Verwunderung seiner Begleiterin, die immer eine Münze bereit hielt, gab er ihr nichts. Als sie ihn darauf ansprach, sagte er: „Man müsste ihrem Herzen schenken, nicht ihrer Hand.“ – Einige Tage später erschien Rilke mit einer wundervollen Rose in der Hand. Er legte sie in die Hand der Bettlerin. Und da passierte etwas Erstaunliches: Die Frau stand auf, griff nach seiner Hand, küsste sie und ging mit der Rose davon. Eine Woche lang blieb sie weg. Dann saß sie wieder an ihrem Platz. – „Wovon mag sie die ganze Woche gelebt haben?“ - Rilke antwortete: „Von der Rose!“

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Hilfe

Wort zum Sonntag, 11.07.2021 (6. So. n. Trinitatis

„Unsere Tochter wird immer auf Hilfe angewiesen sein“, hat mir ein älteres Ehepaar gesagt. Die Tochter hat eine Behinderung und die Eltern machen sich Sorgen, was aus ihr wird, wenn sie sich nicht mehr um sie kümmern können. Ich kann das gut nachvollziehen. Doch nach dem Gespräch ist mir der Satz nochmal durch den Kopf gegangen.

Vermutlich wird die Frau ihren Alltag tatsächlich nicht alleine meistern können. Sie wird Unterstützung brauchen – im Haushalt, mit dem Papierkram, bei Arztbesuchen. Aber dann ist mir aufgefallen: Eigentlich gilt das doch für die meisten Menschen. Jeder und jede von uns wird immer auf Hilfe angewiesen sein. Wie und für was genau wir Hilfe brauchen, ist unterschiedlich. Wer nie lesen und schreiben gelernt hat, braucht andere Unterstützung als eine Rollstuhlfahrerin.

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Wunsch nach Segen

Wort zum Sonntag, 04.07.2021 (5. So. n. Trinitatis)

Kaum lassen es die Inzidenzzahlen zu, mehren sich bei uns die Nachfragen für Taufen. Die Kinder, die jetzt getauft werden, sind schon ein wenig älter, 18 bis 20 Monate. Die Pandemie hatte ihre Taufe auf Eis gelegt. Die Welt war mal wieder aus den Fugen geraten. Niemand konnte einschätzen, wer als nächstes erkrankte. Angst schnürte unsere Herzen zu. Zuerst hatten wir Angst um die Alten und Kranken, jetzt fürchten wir immer mehr um die Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen.

Wir spüren, wie wenig Einfluss wir auf die äußeren Umstände unseres Lebens nehmen können. Und wir spüren, wie sehr wir uns nach Verlässlichkeit und sicherer Geborgenheit sehnen. Und wir ahnen, dass wir dies nicht ungebrochen in der Welt finden werden. Die Welt bleibt eine zerbrechliche, auch nach Corona.

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Tageslosung

Donnerstag, 05. August 2021
Ein Prophet, der Träume hat, der erzähle Träume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen?, spricht der HERR.
Paulus schreibt: Mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten der Weisheit, sondern im Erweis des Geistes und der Kraft, auf dass euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft.


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