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Startseite Wort zum Sonntag

„Ich brauche Segen“

Wort zum Sonntag, 06.06.2021 (1. So. n. Trinitatis)

Vielleicht werden Sie es in den nächsten Tagen und Wochen irgendwo sehen: ein kleines goldenes Plakat oder ein goldbrauner Aufkleber. Darauf steht „Ich brauche Segen“. In der Mitte ist ein QR-Code abgebildet, der zu einer Internet-Seite führt. Dort befindet sich ein wechselndes Segenswort. Mit dem Play-Symbol wird es als Audio-Datei hörbar. Die Seite heißt „segen.jetzt“ und ist auch ohne den QR-Code erreichbar.

Die Idee entstand auf der Suche nach Ermutigung in dieser anstrengenden Zeit. Die Plakate und Aufkleber sollen helfen, anderen kontaktlos und offen zugänglich etwas Gutes zu schenken, eben einen Segen. „Segen tanken auf Alltagswegen“ – so das Motto der Initiative.

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Hoffen statt verzagen

Wort zum Sonntag, 30.05.2021 (Trinitatis)

Am vergangenen Wochenende haben wir Pfingsten gefeiert, das Fest des Heiligen Geistes. Was ist das für ein Geist, von dem die Christen an Pfingsten sprechen, von dem sie sagen, dass er auch heute in dieser Welt wirkt?

Eine der wichtigsten Aussagen über diesen Geist finde ich im zweiten Brief an Timotheus. Dort schreibt der Verfasser: „Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1, 7) Im Laufe der immer noch grassierenden Corona-Pandemie ist mir dieser biblische Satz immer wichtiger geworden.

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Spirit bewegt

Wort zum Sonntag, 23.05.2021 (Pfingsten)

Unter den christlichen Festen ist Pfingsten das am wenigsten greifbare. Schon beim allerersten Pfingstfest fragten sich die Menschen „Was will das werden?“, erzählt die Bibel in der Apostelgeschichte (2,12) des Neuen Testaments.

Ein Fest des Heiligen Geistes. Der Geburtstag der Kirche. Feiertage im beginnenden Sommer. Endlich wieder unter freiem Himmel sein, vielleicht auch zum Gottesdienst. – Ist eine Bedeutung darunter, die für Sie beim Lesen – jetzt – passt? Vom Heiligen Geist wird in der Bibel erzählt, dass er diese Ideen verbindet. Dass überhaupt das Verbindende seine wichtigste Eigenschaft ist. So können der eingangs erwähnten Pfingstgeschichte nach Menschen ganz unterschiedlicher Sprachen und Herkunft einander verstehen.

Aber mal am Anfang angefangen: Da nämlich – im Anbeginn der Welt – begegnet der Heilige Geist als schöpferische Kraft Gottes, die alles ins Leben ruft. Die. In der ersten Schöpfungserzählung des Alten Testaments – in der Tora des Judentums – wird die weibliche Sprachform verwandt: die Heilige Geistkraft. Sie ist zugleich der Atem, der den Menschen durchströmt und ihn mit allem Lebendigen verbindet. Im Grünen, unter freiem Himmel lässt sich das jetzt mit allen Sinnen spüren. Beim Ausflug mit dem Fahrrad, beim Gärtnern, aktiv in der Natur.

Und auch das allererste Pfingstfest wird sinnenvoll beschrieben – die Elemente sind in Bewegung: Die Luft braust wie im Sturm, Begeisterung erfasst die Menschen wie Feuerflammen. Wenn Menschen sich für etwas begeistern, dann „brennen“ sie dafür, sagen wir. Wofür brennen Sie? Was begeistert, was setzt in Bewegung?

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Ganz nah ... auch aus der Ferne

Wort zum Sonntag, 16.05.2021 (6. So. n. Ostern)

Da rattert der Zug hörbar über die schon vor Jahrzehnten verlegten Schienen. Langsam Fahrt aufnehmend verlässt er den Bahnhof. Bald schon verschwindet er auf den scheinbar im Nirgends verschwindenden Gleisen. Zurück bleibt der so typische Geruch, den die Bremsen hinterlassen hatten, als er gerade eben noch gehalten hat. Nun ist er schon weg. Die Zeichen stehen auf Abschied.

Kurz bevor Jesus seinen Platz auf Erden verlässt, steht auch da ein Abschied bevor. Seinen Jüngern sagt er gewohnt kryptisch Lebewohl. Wenn er gegangen ist, dann werden „Ströme von lebendigem Wasser“ aus ihrem Inneren fließen. So versucht er die zu trösten, die ihn vermissen werden. Na, super. Kopf hoch, das wird schon. Wir können ja telefonieren.

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Ein himmlischer Choral

Wort zu Christi Himmelfahrt, 13.05.2021

Wir schreiben das Jahr 1653. Der Dreißigjährige Krieg ist seit fünf Jahren vorbei. Ein Drittel der Bevölkerung ist durch Gewaltanwendung oder durch Hunger und Seuchen, die der Krieg verursacht hatte, getötet worden.

Das waren finstere Zeiten, in denen Paul Gerhardt gelebt hatte. Ein Jahr vor Kriegsende dichtet Paul Gerhard Lieder wie „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld der Welt und ihrer Kinder“ und „Nun danket all und bringet Ehr“ („Er lasse seinen Frieden ruhn / auf unserm Volk und Land; / er gebe Glück zu unserm Tun / und Heil zu allem Stand.“).

1653 schreibt Gerhardt zwanzig und mehr Lieder, die im Gesangbuch zu finden sind. Er stürmt quasi die Charts der damaligen Zeit und landet einen Hit nach dem anderen. Schauen wir mal, was von den heutigen Musikhits in 370 Jahren noch übriggeblieben sein wird.

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Tageslosung

Dienstag, 21. September 2021
Täglich rühmen wir uns Gottes und preisen deinen Namen ewiglich.
Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass.


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