• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Startseite Wort zum Sonntag

Einiges fällt auf gutes Land

Wort zum Sonntag, 07.02.2021 (2. So. v. d. Passionszeit)

Jesus konnte meisterhaft das Leben in Bildern beschreiben. Zum Beispiel folgende Beobachtung: Da geht ein Mann auf ein Feld und sät. Während er säte, fielen Samenkörner auf Steine, auf einen Weg und in Dornengestrüpp.

So beschreibt Jesus es. Ich fühle mich ertappt, denn mir geht es auch so. Was zieht zuerst meinen Blick an? Worauf schaue ich zuerst? In unserer Kirche waren drei Lichter an einem großen Kronleuchter kaputt. Ich sah das und mein erster Gedanke war nicht: „Schön, dass die anderen 21 an dem großen Leuchter noch funktionieren.“ Mein erster Gedanke war: „Oh, da sind drei Lichter kaputt.“ Mein Blick wurde von dem angezogen, was nicht funktioniert. Dabei machten die funktionierenden Lichter noch genug Licht für den Raum.

Jesus macht das ganz ähnlich. Er sieht zuerst das, was nicht funktioniert: Zuerst fällt der Blick auf den Weg, wo die gute Saat zertreten wird. Dann auf den Fels, wo sie nicht wurzeln schlagen kann. Dann auf die Dornen, wo die Samen ersticken. Es scheint so, als würde alles schief gehen.

Weiterlesen...
 

Alles hat seine Zeit

Wort zum Sonntag, 31.01.2021 (Letzter So. n. Epiphanias)

An einem Verkehrsschild, schräg angelehnt, steht er da. Autos und Busse fahren an ihm vorbei. Fußgänger nehmen ihn nur beiläufig wahr. Beim Spazierengehen sehe ich ihn: einen Tannenbaum. Blassgrün mit Resten von Lametta steht er am Straßenrand. Wie schön und stolz mag er noch vor einiger Zeit im Wohnzimmer gestanden haben mit Schmuck und Lichtern, Tannenduft verströmend. Und nun? Ein trauriger Anblick.

Es ist Ende Januar und der Alltag hat uns alle wieder. Der Tannenbaum erinnert mich an das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel. Gefühlt ist das eine kleine Ewigkeit her. Mit den Zeugnissen endet das Schulhalbjahr und Anfang Februar beginnt ein neues. Nach dem Kirchenkalender verlassen wir nach diesem Sonntag den Weihnachtsfestkreis und der Osterfestkreis beginnt. Ein Kapitel endet und ein neues beginnt.

Weiterlesen...
 

Es geht in die Verlängerung

Wort zum Sonntag, 24.01.2021 (3. So. n. Epiphanias)

„Wir gehen ganz bestimmt in die Verlängerung!“, orakelte ein Freund schon am Montag. Und er hat Recht bekommen. Der Lockdown wird bis zum 14. Februar verlängert.

Wir gehen in die Verlängerung! Klingt, wie beim Fußballspiel. Vierzehn Tage Verlängerung, weil sich noch kein klares Ergebnis zeigt. Das Spiel ist noch nicht gewonnen.

Also, auf ein Neues! Und wie Fußballspieler nach der regulären Spielzeit schleppen wir uns erschöpft und müde in die nächste Runde. Die Gastronomen und Geschäftsleute blicken niedergeschlagen auf ihre geschlossenen Läden und Restaurants. Die Jugendlichen trauern ihren Partys nach. Erschöpfte Pflegekräfte sehnen sich nach ruhigeren Zeiten. Und wir alle fiebern den sinkenden Inzidenzzahlen entgegen.

Weiterlesen...
 

Wirst du durchhalten?

Wort zum Sonntag, 17.01.2021 (2. So. n. Epiphanias)

Wenn mir jemand in diesen Tagen diese Frage stellen würde, bräuchte ich nicht lange darüber nachzudenken, worauf sie wohl bezogen sein könnte. So scheint es zumindest. Also noch einmal: Wirst du durchhalten?

Das neue Jahr ist noch jung. Die vielleicht überhöhten und zu großen Erwartungen, mit denen ich das neue Jahr begonnen habe, werden es in diesem Jahr vermutlich nicht einmal bis zum Ende des ersten Jahresmonats schaffen. Ich werde wohl schon vorher die Segel streichen und all die guten Vorsätze über Bord werfen. Und das nicht nur, weil die nächste Verlängerung in Berlin beschlossene Sache ist.

Warum bin ich nur so unbarmherzig zu mir selbst und lege die Latte so hoch, dass ich enttäuscht werden muss?

Weiterlesen...
 

Von guten Mächten wunderbar geborgen

Wort zum Sonntag, 10.01.2021 (1. So. n. Epiphanias)

„Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag.“ Dieses Lied schrieb der Theologe und NS-Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer Silvester 1944. Er war damals im Gestapogefängnis in Berlin inhaftiert und vor ihm lag eine ungewisse Zeit. Mit diesen Worten wollte er seiner Familie und sich Trost und Zuversicht schenken.

Zu Beginn des neuen Jahres blicken wir zurück auf eine ungewöhnliche Zeit, die aufgrund der Corona-Pandemie für jede und jeden mit Herausforderungen und Einschränkungen verbunden war.

Weiterlesen...
 


Seite 8 von 78

Tageslosung

Dienstag, 21. September 2021
Täglich rühmen wir uns Gottes und preisen deinen Namen ewiglich.
Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass.


Copyright 2021 Ev.-luth. Kirchenkreis Uelzen. Alle Rechte vorbehalten.