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Startseite Wort zum Sonntag

Nachts erblühen

Wort zum Sonntag, 15.08.2021 (11. So. n. Trinitatis)

In unserem Garten hat sich eine faszinierende Pflanze mit großen gelben Blüten angesiedelt. Es handelt sich um eine Nachtkerze. Das Charakteristische dieser Pflanze ist, dass sich die Blüten erst abends öffnen und – wie ihr Name andeutet – des nachts erblüht. Mit der Abenddämmerung entfaltet sich die Pracht, die viele nachtaktive Insekten anlockt. Während der Nacht bleibt die Schönheit bestehen. Noch in den ersten Stunden des Morgens leuchten die nächtlichen Blüten in strahlendem Gelb. Doch im Laufe des Tages fällt die Eleganz der Nachtkerze in sich zusammen. Tagsüber liefert sie einen eher trostlosen Eindruck mit schlaffen, verwelkten, verschlossenen Blüten.

Die Nachtkerze hat mich zu folgenden Überlegungen gebracht:

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Die Stimme erheben

Wort zum Sonntag, 08.08.2021 (10. So. n. Trinitatis)

Meine Tochter und mein Schwiegersohn haben sich einen Wunsch erfüllt. Yamas heißt dieser Wunsch, ein wirklich liebes Hundewesen. Es ist im Frühling bei ihnen eingezogen. Ein Welpe! Sehr süß und knuffig! Sie haben das als Familie lange überlegt. Und nun ist der kleine Hund da! Jeden Tag gehen beide mit ihm spazieren und ganz eifrig trainieren ... Nein! Bleib! Platz! Sitz! – Wir als „Hundegroßeltern“ sind auch mit dabei: Passen auf und gehen Gassi, wenn gearbeitet werden muss. Ein Familienhund eben. – Und es ist sehr schön mit Yamas in der Natur zu sein, am See und im Wald. Corona ist so wie im letzten Sommer eher in den Hintergrund getreten. Dieser Hund lässt mich vergessen, was um uns herum passiert. Mit dem Hund komme ich raus in die Natur. Außerdem bewege ich mich, super! Herrlich dieser Sommer!

Aber es fällt mir eben auch auf, wie warm und manchmal trocken die Sommer hier bei uns im Landkreis geworden sind. Oder wie oft es jetzt außergewöhnliche Wetterereignisse gibt. In den letzten Jahren waren im August viele Pflanzen schon im Herbstmodus und ließen die Blätter gelb werden, dazu die trockenen braunen Fichten in den umliegenden Wäldern. Sie sind mir aus den Vorjahren auch noch von einer Tagestour in den Harz vor Augen.

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Schneckenhaus

Wort zum Sonntag, 01.08.2021 (9. So. n. Trinitatis)

Lauter bunte Schneckenhäuschen hat mein Kollege letztes Jahr beim Wandern in Österreich entdeckt. Sie waren auf dem Pfosten eines Holzgeländers angeklebt. Jemand hatte sich viel Mühe gegeben und sie vorher noch angemalt, so wie man Ostereier färbt. Vielleicht liebt er ganz einfach die Weinbergschnecken mit ihrer kunstfertigen Behausung, die sie mit sich tragen wie ein Wohnmobil? Oder wollte seine Gäste erfreuen, schon bevor sie durchs Gartentor eintreten, damit sie gut gelaunt ins Haus eintreten ... oder einfach vorbeiziehende Wanderer zum Schmunzeln bringen! – Wie auch immer – die Idee ist absolut gelungen! Mein Kollege blieb stehen, nahm die bunten Schneckenhäuschen mit seiner Kamera auf und teilte das Bild mit vielen anderen. So hat es auch mich erreicht und erheitert.

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Den Kurs ändern

Wort zum Sonntag, 25.07.2021 (8. So. n. Trinitatis)

Den Kurs zu ändern ist normalerweise, besonders bei Schiffen, von der Entscheidung des Kapitäns abhängig und bedarf nur einer kleinen Handbewegung. Manchmal fällt es uns schwer, den Kurs z. B. unseres Lebens zu ändern, selbst wenn wir auf Kollisionskurs sind.

Wie finden Sie folgende Geschichte?

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Brot und Rosen

Wort zum Sonntag, 18.07.2021 (7. So. n. Trinitatis)

Der Dichter Rainer Maria Rilke ging während seines Parisaufenthaltes mittags immer in Begleitung einer jungen Französin an einer alten Bettlerin vorbei. Zur Verwunderung seiner Begleiterin, die immer eine Münze bereit hielt, gab er ihr nichts. Als sie ihn darauf ansprach, sagte er: „Man müsste ihrem Herzen schenken, nicht ihrer Hand.“ – Einige Tage später erschien Rilke mit einer wundervollen Rose in der Hand. Er legte sie in die Hand der Bettlerin. Und da passierte etwas Erstaunliches: Die Frau stand auf, griff nach seiner Hand, küsste sie und ging mit der Rose davon. Eine Woche lang blieb sie weg. Dann saß sie wieder an ihrem Platz. – „Wovon mag sie die ganze Woche gelebt haben?“ - Rilke antwortete: „Von der Rose!“

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Tageslosung

Dienstag, 21. September 2021
Täglich rühmen wir uns Gottes und preisen deinen Namen ewiglich.
Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass.


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