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Gott sei Dank!

Wort zum Sonntag, 09.05.2021 (5. So. n. Ostern)

Manchmal da scheint einen die Zeit zu überholen. Ständig was Neues, nichts, was klar ist. Immer mehr Aufgaben drängen sich in immer weniger Zeit. Und dann dieser innere Druck: Wie kann das gehen, wie soll ich das alles schaffen? Wer kennt das nicht?

Vor kurzem las ich hingekritzelt auf einer Haltestellen-Bank: „Wenn es sehr eilt, dann setz dich hin und tu einen Augenblick gar nichts.“ Ist das nicht paradox, denke ich im ersten Moment – in der größten Eile erstmal hinsetzen, durchatmen – und nichts tun? Das kann doch nicht gehen!

Doch, manchmal hilft eine kleine Unterbrechung: Runterkommen. Gar nichts tun. Den Kopf frei bekommen. Sich wieder sortieren. Übersicht bekommen. Für viele steht so eine Bank in einer offenen Kirche oder mitten in freier Natur. Ein Moment der Besinnung, des Durchatmens, ein Seufzer, ein Stoßgebet oder ein schnelles „Gott sei Dank!“ – und dann mit neuer Kraft weitermachen.

Manchmal reichen schon ein paar Worte. Und der Gedanke, dass andere an mich denken und mit mir auf dem Weg sind. In der langjährigen Verbindung mit Gemeinden im Kirchenkreis Ondini in Südafrika haben wir das unzählige Male erlebt. Auch jetzt wieder in den Zeiten der Pandemie mit allem Leiden. Eine kurze Nachricht, ein Foto über die sozialen Medien, der Satz: „Wir denken an euch und beten für euch.“ Eine der tragenden Säulen unserer Partnerschaft ist das Gebet füreinander geworden, die Fürbitte für die Partner im Norden und im Süden. Und viele haben erlebt, welche Kraft für das eigene Leben daraus erwächst.

Rogate – „Betet“, so fordert uns der Name dieses Sonntags heraus. Innehalten, vielleicht nur einen Moment inmitten aller Geschäftigkeit. Keine großen Worte. Gott danken für den Tag, für eine Mut machende Begegnung, ihn bitten für eine Not bei mir oder anderen. An einen Menschen denken, der mir am Herzen liegt und vielleicht nur entdecken, dass es sich lohnt, öfter einmal bewusst „Gott sei Dank!“ zu sagen. Neue Kraft schöpfen und dann mit Zuversicht weitergehen. Und manches geht dann wie von selbst!

Pastor Hermann-Georg Meyer
Ev.-luth. Gesamtkirchengemeinde Bevensen-Medingen

 

Tageslosung

Donnerstag, 21. Oktober 2021
Rut sprach: Bedränge mich nicht, dass ich dich verlassen und von dir umkehren sollte. Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.
Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.


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