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Wunsch nach Segen

Wort zum Sonntag, 04.07.2021 (5. So. n. Trinitatis)

Kaum lassen es die Inzidenzzahlen zu, mehren sich bei uns die Nachfragen für Taufen. Die Kinder, die jetzt getauft werden, sind schon ein wenig älter, 18 bis 20 Monate. Die Pandemie hatte ihre Taufe auf Eis gelegt. Die Welt war mal wieder aus den Fugen geraten. Niemand konnte einschätzen, wer als nächstes erkrankte. Angst schnürte unsere Herzen zu. Zuerst hatten wir Angst um die Alten und Kranken, jetzt fürchten wir immer mehr um die Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen.

Wir spüren, wie wenig Einfluss wir auf die äußeren Umstände unseres Lebens nehmen können. Und wir spüren, wie sehr wir uns nach Verlässlichkeit und sicherer Geborgenheit sehnen. Und wir ahnen, dass wir dies nicht ungebrochen in der Welt finden werden. Die Welt bleibt eine zerbrechliche, auch nach Corona.

Nun, wo wir etwas aufatmen können, spüren die Eltern, dass ihnen etwas fehlt. Sie rufen an und erbitten den Segen für ihr Kind. Viele Menschen haben den Segen Gottes vermisst: für ihre Kinder in der Taufe, für die Jugendlichen bei den Konfirmationen, für sich selbst im Gottesdienst.

Hier hört sich mein Konfirmationsspruch (Johannes 16, 33) wie ein Fanfarensignal an: „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ – Wir haben die Angst in der Welt ganz hautnah gespürt, spüren sie noch. Umso mehr benötigen wir Trost und Zuversicht. – So schenkt uns Jesus die Liebe seines himmlischen Vaters, bedingungslos, unzerbrechlich.

„Du bist Gottes geliebtes Kind!“ Dieser Segen soll unsere Kinder begleiten und stärken, gerade wenn die Welt mal wieder verrücktspielt. Keine Macht der Erde kann dieses Wort von uns nehmen, keine Niederlage, keine Krankheit, nicht einmal der Tod!

„Ich bin geliebt!“, steht in unseren Herzen geschrieben. Und so stehen wir bei der Taufe um das Taufbecken herum, hören die Worte, sehen das klare Wasser des Lebens. Und danach legen wir gemeinsam unsere Hände über den Kopf des Kindes. Wir versprechen dem Kind vor Gott, es zu bewahren, zu schützen und ihm die Liebe unseres Gottes ins Herz zu schreiben.

Christoph Scharff-Lipinsky,
Pastor in St. Petri, Uelzen

 

 

Tageslosung

Donnerstag, 05. August 2021
Ein Prophet, der Träume hat, der erzähle Träume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen?, spricht der HERR.
Paulus schreibt: Mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten der Weisheit, sondern im Erweis des Geistes und der Kraft, auf dass euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft.


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