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Die Stimme erheben

Wort zum Sonntag, 08.08.2021 (10. So. n. Trinitatis)

Meine Tochter und mein Schwiegersohn haben sich einen Wunsch erfüllt. Yamas heißt dieser Wunsch, ein wirklich liebes Hundewesen. Es ist im Frühling bei ihnen eingezogen. Ein Welpe! Sehr süß und knuffig! Sie haben das als Familie lange überlegt. Und nun ist der kleine Hund da! Jeden Tag gehen beide mit ihm spazieren und ganz eifrig trainieren ... Nein! Bleib! Platz! Sitz! – Wir als „Hundegroßeltern“ sind auch mit dabei: Passen auf und gehen Gassi, wenn gearbeitet werden muss. Ein Familienhund eben. – Und es ist sehr schön mit Yamas in der Natur zu sein, am See und im Wald. Corona ist so wie im letzten Sommer eher in den Hintergrund getreten. Dieser Hund lässt mich vergessen, was um uns herum passiert. Mit dem Hund komme ich raus in die Natur. Außerdem bewege ich mich, super! Herrlich dieser Sommer!

Aber es fällt mir eben auch auf, wie warm und manchmal trocken die Sommer hier bei uns im Landkreis geworden sind. Oder wie oft es jetzt außergewöhnliche Wetterereignisse gibt. In den letzten Jahren waren im August viele Pflanzen schon im Herbstmodus und ließen die Blätter gelb werden, dazu die trockenen braunen Fichten in den umliegenden Wäldern. Sie sind mir aus den Vorjahren auch noch von einer Tagestour in den Harz vor Augen.

Wenn ich jetzt mit unserem Familienhund Yamas unterwegs bin, fallen mir wieder die vielen Dinge ein, die durch Corona eher in den Hintergrund geraten sind z. B. der Klimawandel und die „Fridays-for-Future“-Bewegung, die ja vollkommen zu recht ihre Stimme erhebt, um auf diese wichtigen Fragen unserer Zukunft hinzuweisen. Sie sind alle noch da, die Probleme, auch wenn viele Menschen – so wie ich – sie durch Corona erst einmal vergessen haben.

Unserem Planeten geht es schlecht! Nach wie vor! Und alle Menschen merken es!

Darum: Wenn ich vor Gott und den Menschen Verantwortung übernehmen will – und das will ich, dann habe ich einen Auftrag von „höherer Stelle“. Ich muss meine Stimme erheben, die anderen Stimmen stärken und endlich handeln, um diese Erde auch noch für Generationen nach uns lebenswert zu erhalten.

Neulich übrigens bin ich mit unsern Enkeln und Yamas zusammen in der Natur unterwegs gewesen. Toll war es mit den Dreien! Dabei ist mir aber so richtig klar geworden: Wir müssen diese Verantwortung nun spüren, die Stimme erheben und – wie gesagt – endlich handeln.

Thomas Wollrath
Pastor und Schulseelsorger (BBSII)

 

Tageslosung

Dienstag, 21. September 2021
Täglich rühmen wir uns Gottes und preisen deinen Namen ewiglich.
Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass.


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