An diesem Wochenende sind wir mitten in der „fünften Jahreszeit“. Auch hier im Landkreis Uelzen wird in diesen Tagen mancherorts Fasching bzw. Karneval gefeiert – im Kindergarten oder in der Grundschule, im Sportverein und manchmal auch in der Kirche, wie beim Familiengottesdienst in der Barumer Kirche am Sonntag.
Passend zum Faschingswochenende ein gereimtes „Wort zum Sonntag“.
Als Vorlage diente ein geistliches Wort von Pfarrer Hannes Schott aus Nürnberg:
„Die Kirche braucht heut keiner mehr!“,
so hört man’s allerorten.
„Denn Gott erlebst Du halt im Wald,
auch sonst an vielen Orten.
Und diese strenge Machtstruktur
will niemand unterstützen.
Warum soll ich für etwas zahl’n,
was ich nie werde nützen?“
Nach Missbrauch und Fehlmanagement
kann ich sie schon verstehen,
doch dass die Kirche Gutes bringt,
das können sie nicht sehen.
Es fehlt der Welt an ’ner Vision
statt Geld und Ich-Ich-Ich.
Nach Anstand und nach Menschlichkeit,
nach Liebe sehn’ ich mich.
Da muss die Kirche weiterhin
ein Richtungsweiser werden –
ein Ort, wo’s Halt und Hoffnung gibt
fürs Leben und fürs Sterben.
Denn einer ist dort an der Macht,
der alle Menschen kennt
und achtet: auch auf Kanzler,
und Ministerpräsident.
Es ist Gott selbst, der auf uns blickt,
uns alle hat geschaffen.
Und jede, jeden herzlich liebt,
uns kahle Menschenaffen.
So seh ich meinen Nächsten auch
als Reichtum und als Segen.
Dazu wird uns die Kirche stets
in Wort und Tat anregen.
Im Wald erfährst Du nichts davon,
da kannst Du noch so lauschen.
Da röhrt vielleicht ein Hirsch voll Brunft,
wozu die Blätter rauschen.
Drum braucht’s die Kirche doch:
Frohe Botschaft und Visionen.
Dazu in Sachen Menschlichkeit
ganz starke Positionen.
Für Anstand und für Menschlichkeit
bitt’ ich euch mitzubeten
und in die Kirche – wenn ihr wollt –
gern wieder einzutreten!
Pastor Matthias Kuna-Hallwaß,
Ev.-luth. Kirchengemeinden Barum-Natendorf und Ebstorf